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Öffi-Jahresticket: 1€ fürs Bundesland, 2€ für drei Bundesländer, 3€ für ganz Österreich

Öffi-Jahresticket: 1€ fürs Bundesland, 2€ für drei Bundesländer, 3€ für ganz Österreich

Alina Bachmayr-Heyda Alina Bachmayr-Heyda
in Umwelt & Klima
Lesezeit:2 Minuten
21. Juli 2019
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In Vorarlberg und Wien fährt man um einen Euro täglich mit den Öffis – für ganz Österreich will die SPÖ ein Öffi-Ticket für Zug und Nahverkehr in 3 Stufen: Um 3 Euro täglich durch ganz Österreich, um 2 Euro am Tag durch 3 Bundesländer und um 1 Euro am Tag im Bundesland öffentlich unterwegs. Finanziert aus dem Klima-Fonds.

In Wien fährt man seit 2012 um einen Euro pro Tag mit U-Bahn, Bus und Straßenbahn. Die Zahl der verkauften Jahrestickets hat sich seither mehr als verdoppelt und liegt bei 822.000. Heute gibt es in Wien mehr verkaufte Jahrestickets als Autos.

Ganz Österreich für 3 Euro am Tag

Jetzt will SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner den öffentlichen Verkehr in ganz Österreich billiger machen: Um drei Euro pro Tag soll jeder und jede durch ganz Österreich kommen. Um zwei Euro am Tag durch drei Bundesländer und um einen Euro soll man öffentlich in einem Bundesland unterwegs sein können.

Das 1-2-3-Klimaticket für den Öffentlichen Verkehr bietet drei Varianten:

  • 1 Euro pro Tag für 1 Bundesland – Beispiel: Wiener Jahreskarte (365 Euro)
  • 2 Euro pro Tag für 3 Bundesländer – Beispiel: Wien, Niederösterreich & Burgenland (730 Euro)
  • 3 Euro pro Tag für 9 Bundesländer = Klimaticket für ganz Österreich (1.095 Euro/Jahr)

Zum Vergleich: Für die Österreich-Card der ÖBB zahlen Kunden derzeit 1.900 Euro – allerdings ohne Lokalverkehr.

Die konkrete Ersparnis ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich: Geht man von den günstigsten Preisen – nämlich 365 Euro für ein Jahr, in Wien und Vorarlberg aus – würde das Österreich-Ticket bereits eine Halbierung des bisherigen Öffi-Preises samt Bahn bedeuten.

Finanzierung aus Klimafonds

Bestellen kann man das Klimaticket als Jahreskarte beim neuen Klimafonds, der auch für die Finanzierung zuständig ist. Der Fonds ist mit 100 Millionen Euro dotiert und verteilt die Gelder an die öffentlichen und privaten Verkehrsanbieter. So können 50.000 Klimatickets finanziert werden.

Österreich-Ticket für alle Öffis wie in Wien fordert die SPÖ
In Wien und Vorarlberg gibt es bereits ein Ticket um 365 Euro im Jahr.

Österreich-Ticket schon lange Forderung

Verschiedene Interessenvertretungen und Verbände fordern schon lange eine Vergünstigung des öffentlichen Verkehrs. Vor allem die Vertretung der Jungen, wie die Österreichische Hochschüler_innenschaft oder die Sozialistische Jugend (SJ) stellen seit Jahren die Forderung nach Ausweitung des TOP-Jugendtickets bzw. eines österreichweten Studi-Tickets.

Update (14.05.2020): Auf die Nachfrage im Budgetausschuss zu Mobilität hat die zuständige Ministerin Leonore Gewessler erklärt, dass die SPÖ-Forderung nach einem 1-2-3 Ticket in Österreich flächendeckend ab 2021 angeboten werden soll.

Auch die Grünen fordern ein östererreichweites Ticket für alle Öffis.

Parlament Das Thema "Mobilität" im Parlament

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Andrea Eppich
Andrea Eppich
6. August 2019 10:11

Es muss möglich sein auch Einzeltickets um 1-3 € zu kaufen, denn Menschen mit geringem(n) Einkommen/Pensionen können sich kein Jahresticket leisten. Gerade diese Menschen muss man unterstützen um sie aus der Isolation zu holen und am Leben wieder teilnehmen zu lassen.

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Thomas Kornfeind
Thomas Kornfeind
30. Juli 2019 17:06

Klimawandel

Ein oft strapaziertes Schlagwort mit jeder Menge mehr oder weniger hilfloser Abhilfevorschlägen.

Jugendliche demonstrieren jeden Freitag, ohne dass man erfährt, welche Verbesserungen ganz konkret angegangen werden soll(t)en.

Wenn es Ihnen mit dem Klimaschutz wirklich ernst ist, dann wären Gratis-Öffis ein wesentlicher und rasch zielführender Schritt

Der Gratis-ÖPNV wäre eine schnell umsetzbare Maßnahme, die sicher eine sehr deutliche Reduzierung sowohl der Abgasbelastung, als auch der Verkehrs- und Staubelastung bewirken würde. In der Folge würde der private KFZ-Bestand in großem Maße abnehmen, und eine Ausweitung der Gratisbeförderung auf den gesamten öffentlichen Verkehr der Bus- und Bahnlinien zu einer massiven Reduzierung von CO2, Feinstaub und sonstiger KFZ-Abgase führen.

In der Kostenrechnung sind einerseits zwar entgangene Fahrpreise zu rechnen, andererseits aber der Fahrkartenverkauf mit Personal und Automaten, Kontrollen in den Verkehrsmitteln, Installation, Wartung und Reparatur aller Automaten und Entwerter sowie die gesamte Tariflogistik gegenzurechnen.

Es gibt in der BRD und einigen anderen Länder in manchen Städten schon solche Projekte, denen ich natürlich viel Erfolg wünsche und auch überzeugt bin, dass unsere Zukunft nur so funktionieren kann.
Also machen Sie Nägel mit Köpfen und setzen Sie wirksame Maßnahmen um, die letztlich auch der Wirtschaft mit dem Ausbau des Öffentlichen Personenverkehrs zugute kommen.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Kornfeind

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Christian Pombeger
Christian Pombeger
27. Juli 2019 16:07

Bis zu 1700€ brutto im Monat sollten die Öffis gratis genutzt werden können

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Ewald Eicher
Ewald Eicher
23. Juli 2019 10:51

Ich bin für ein Öffi-Jahresticket um 365 Euro für ganz Österreich!

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beate hermann
beate hermann
16. Juli 2019 14:51

Noch besser wäre es , wenn es NICHTS kostet , denn ganz Viele arbeiten für einen MINILOHN !!

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Martin Niemöller (1892–1984) war ein bekannter evangelischer Pfarrer in Deutschland. Anfangs unterstützte er den Aufstieg der Nationalsozialisten – wandte sich dann aber entschieden gegen ihre Einmischung in die Kirche. Er gehörte zu den Mitbegründern der Bekennenden Kirche, die sich der Kontrolle durch die Nazis widersetzte. Dafür wurde er 1937 verhaftet und verbrachte die letzten Jahre des Dritten Reichs in den Konzentrationslagern Sachsenhausen und Dachau. Die Erfahrungen dieser Zeit prägten ihn tief: Niemöller setzte sich nach 1945 für das Eingeständnis der deutschen Kollektivschuld ein und trug zum Stuttgarter Schuldbekenntnis bei. Zitat: Als die Nazis die Sozialdemokraten holten habe ich geschwiegen - ich war ja kein Sozialdemokrat. Als sie die Gewerkschafter holten, habe ich geschwiegen - ich war ja kein Gewerkschafter. Als sie die Juden holten, habe ich geschwiegen - ich war ja kein Jude. Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der für mich sprechen konnte. Martin Niemöller

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