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Hunderte Millionen Euro weniger für Österreich: Weniger Steuerprüfer, mehr Steuersümpfe

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Hunderte Millionen Euro weniger für Österreich: Weniger Steuerprüfer, mehr Steuersümpfe

Kontrast Redaktion Kontrast Redaktion
in Internationales, Reichtum & Macht, Schwarz-Blau
Lesezeit:3 Minuten
1. Februar 2018
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„Wir müssen die Steuerfluchtrouten schließen“ – Was ist aus dem ÖVP-Versprechen geworden? ÖVP-Finanzminister Löger hat in der EU mitgestimmt, dass zehn Steuersümpfe von der Schwarzen Liste gestrichen werden. In Österreich plant Löger den Personalabbau bei den Steuerprüfern. 

Lögers erste Tat: Persilschein für Steuersumpf Panama 

Die Regierung wünscht sich bekanntlich, „an den Taten gemessen“ zu werden. Und was ist die erste Tat von ÖVP-Finanzminister Hartwig Löger? Gemeinsam mit seinen EU-Amtskollegen Panama und sieben weitere Steuersümpfen von der EU-Blacklist zu streichen. Panama hat seinen Ruf als Steuerfluchtpunkt für Konzerne und Superreiche aus aller Welt über Jahre hinweg erworben – die Panama-Papers haben dokumentiert, wie tief der Sumpf ist.

Aber nicht tief genug für die ÖVP: Panama und Barbados, Grenada, Südkorea, Macao, die Mongolei, Tunesien und die Vereinigten Arabischen Emirate kommen von der „Schwarzen Liste“ jener Staaten, deren Rechtswesen nicht kooperieren, wieder herunter. Von den 17 Staaten, die erst Anfang Dezember auf die Liste gesetzt wurden, bleiben nur mehr sieben. Dabei hat keiner dieser Staaten ihre Steuergesetzgebung und den Vollzug geändert. Bislang haben sie nur ihre Absicht erklärt.

Die EU nimmt Staaten von der Schwarzen Liste, ohne dass klar ist, zu welchen Verbesserungen sich deren Regierungen überhaupt verpflichtet haben. „Das unterminiert das gesamte Vorhaben“, sagt Aurore Chardonnet von der Entwicklungshilfe-Organisation Oxfam. 

„Standard“ enthüllt: Löger will Steuerprüfer abbauen

Wenn man jetzt dazurechnet, was die Tageszeitung „Der Standard“ am Mittwoch aufgedeckt hat, vervollständigt sich das zu einem ziemlich hässlichen Bild. Wieder ist es Finanzminister Löger. Er plant, in der Finanzverwaltung Stellen abzubauen. Dabei sind – oder besser gesagt waren –  sich alle einig, dass der Kampf gegen Steuerbetrug und Gewinnverschiebung mehr hochqualifizierte Prüfer braucht. Dazu gibt es noch gültige Beschlüsse der alten Regierung, die Zahl der Prüfer aufzustocken.

Der neue Plan von ÖVP und FPÖ lässt sich aus einem internen Schreiben im Finanzministerium herauslesen, das der „Standard“ zitiert: „In einer Anweisung, die an alle Vorstände der Finanz- und Zollverwaltung sowie an die Personalvertreter ging, heißt es, dass die ‚Durchführung von Interessentensuchen … für das Neuaufnahmekontingent 2019 … vorerst nicht durchgeführt und bis auf Weiteres zurückgestellt werden müssen‘.“

Im Klartext: Die Aufstockung der Prüfer wird abgesagt. Und: Weil nur jede dritte Stelle in der Bundesverwaltung nachbesetzt werden darf, wird es binnen weniger Jahre sehr viel weniger Finanzbeamte geben. Von den 350 Beamten, die in Pension gehen, werden dann 230 nicht nachbesetzt. Ab 2020 wird es dann eng für die Steuerprüfer – denn da geht die Pensionierungswelle richtig los. Der „Standard“ berichtet von Ministeriums-internen Prognosen, wonach ab 2021 jährlich 600 Finanzbeamte in Pension gehen werden.

Ein Steuerprüfer bringt das 14- bis 30-Fache

Laut Rechnungshof dürfen sich über weniger Finanzbeamte nur Steuersünder freuen. In einem Prüfbericht aus dem Jahr 2014 rechnet der damalige RH-Präsident Josef Moser vor, „dass Steuerprüfer ihre Lohnkosten gleich in mehrfacher Höhe wieder hereinbringen. Ein Großbetriebsprüfer bringt dem Staat je nach Jahr das 14- bis 30-Fache seiner Lohnsumme. Aber selbst Mitarbeiter, die sich schwerpunktmäßig um Arbeitnehmerveranlagungen kümmern, bringen dreimal so viel, wie sie kosten“, schreibt der Standard.

Wem der ÖVP-Finanzminister also was spart, kann sich jeder selbst ausrechnen: Bei 200 Großbetriebsprüfern weniger erspart er – mit den obigen Annahmen – den Konzernen 150 Millionen Euro an Steuern pro Jahr.

 

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12 Comments
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Gattringer Richard
Gattringer Richard
17. Februar 2018 11:16

Weniger Steuerprüfer bringt für den österreichischen Staat nicht weniger Steuern – aus nachstehendem Grund:

Ich war bei einer Schlussbesprechung nach einer Steuerprüfung bei der auch
der Leiter der Grossbetriebsprüfungsstelle anwesend war.
Vor der Schlussbesprechung war man bei einer Steuernachzahlung von einigen
100.000,00 €. Nachdem der Leiter der Grossbetriebsprüfungsstelle ein Kuvert mit einem hohen Geldbetrag erhalten hat, einigte man sich auf eine
Nachzahlung von einigen 1.000,00 €.
So leicht kann man in Österreich die Steuerlast für eine Firma reduzieren.

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Franziska
Franziska
4. Februar 2018 01:35

Schau’n wir uns diesen Oberdummkopf namens S. K. einmal näher an: und zwar indirekt über das, was schon derzeit läuft und dieser Volltrottel auch noch täterkräftig unterstützt:

https://www.youtube.com/watch?v=v7RYC-U_8SQ&feature=youtu.be&t=3

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Franziska
Franziska
Reply to  Franziska
4. Februar 2018 01:39

Ein Ergebnis solcher dreckigen Politik finden Sie hier und weitere Ergebnisse finden Sie unter den Links des Einstellers ganz unten auf dieser Seite!
https://www.youtube.com/watch?v=6Yv82tA5XQ4

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Sümpfe schreiten voran: unter eurer untätigen
Sümpfe schreiten voran: unter eurer untätigen
4. Februar 2018 01:17

Obacht: https://youtu.be/7kfDAL2dq1U?t=27

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Monika
Monika
3. Februar 2018 08:48

Na ja, da sieht man, wen und wem die Kurz/Strache Regierung bedient.

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Peter Höllinger
Peter Höllinger
2. Februar 2018 17:22

Diese Beschlüsse müssen doch im Nationalrat beschlossen werden, da haben doch alle Parteien die Möglichkeit dagegen zu stimmen?
Was läuft da eigentlich in diesem Container Parlament.

1
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Monika
Monika
Reply to  Peter Höllinger
3. Februar 2018 08:49

Sie wissen aber schon, wer die Mehrheit im Parlament hat. Oder?

1
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Kaltenböck Josef
Kaltenböck Josef
2. Februar 2018 15:33

Das ist eine Maßnahmeim Rahmen des „Minderheitenschutzes“

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Und das:
Und das:
1. Februar 2018 22:26

https://www.youtube.com/watch?v=vFoIMMXyHVE&feature=youtu.be&t=296

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Das dazu:
Das dazu:
1. Februar 2018 22:25

https://www.youtube.com/watch?v=_8bNGdBUIl0&feature=youtu.be&t=34

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Das dazu:
Das dazu:
1. Februar 2018 22:24

https://www.youtube.com/watch?v=_8bNGdBUIl0&feature=youtu.be&t=34
https://www.youtube.com/watch?v=vFoIMMXyHVE&feature=youtu.be&t=296

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Marder
Marder
1. Februar 2018 13:53

Wie handhabt der Herr Löger von der UNIQA-Versicherung denn das im eigenen Unternehmer mit den Versicherungsprüfern? Ist er da auch so großzügig – oder nur, wenn es um das Geld aller Österreicher geht?

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Sánchez lehnt Rassismus klar ab: Vor dem WM-Halbfinale zwischen Spanien und Frankreich hat sich der ehemalige spanische Ministerpräsent Mariano Rajoy unpassend und rassistisch geäußert. Rajoy meinte, Frankreich hätte ein starkes Team, „allerdings ohne Franzosen“. Der amtierende Ministerpräsident Pedro Sánchez verurteilte die Aussage seines Vorgängers. Entscheidend sind für ihn weder Hautfarbe, Nachname oder der Geburtsort, sondern ob man sich in einem Land zu Hause und sich mit ihm verbunden fühlt und etwas beiträgt. Schieflagen im Fußball gibt es sicher genug, aber wie die Spielenden aussehen, sollte kein Kriterium sein. Zitat: Es gibt Menschen, die Zugehörigkeit immer noch am Nachnamen, am Geburtsort oder an der Hautfarbe messen. Andere messen sie an der Verbundenheit mit einem Land und dem Willen, zu ihm beizutragen. Pedro Sánchez
Sánchez lehnt Rassismus klar ab: Vor dem WM-Halbfinale zwischen Spanien und Frankreich hat sich der ehemalige spanische Ministerpräsent Mariano Rajoy unpassend und rassistisch geäußert. Rajoy meinte, Frankreich hätte ein starkes Team, „allerdings ohne Franzosen“. Der amtierende Ministerpräsident Pedro Sánchez verurteilte die Aussage seines Vorgängers. Entscheidend sind für ihn weder Hautfarbe, Nachname oder der Geburtsort, sondern ob man sich in einem Land zu Hause und sich mit ihm verbunden fühlt und etwas beiträgt. Schieflagen im Fußball gibt es sicher genug, aber wie die Spielenden aussehen, sollte kein Kriterium sein. Zitat: Es gibt Menschen, die Zugehörigkeit immer noch am Nachnamen, am Geburtsort oder an der Hautfarbe messen. Andere messen sie an der Verbundenheit mit einem Land und dem Willen, zu ihm beizutragen. Pedro Sánchez

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