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Orban finanziert offenbar fremdenfeindliche Werbung in Österreich: Will er die Stimmung beeinflussen?

Viktor Orbán

Quelle: European People's Party/ CC BY 2.0 DEED

Lena Krainz Lena Krainz
in Europa
Lesezeit:2 Minuten
6. März 2024
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Finanzierte Viktor Orbán Online-Werbung in Österreich, um damit die politische Stimmung zu beeinflussen? Darauf deuten Auswertungen des „Google Werbung Transparenz Zentrums“ hin. Aufgedeckt hat das die ungarische Investigativ-Plattform „Direkt36“. Auch andere EU-Länder sind betroffen. 

Im Herbst 2023 schaltete das Kabinettsbüro des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán offenbar Video-Werbungen mit hetzerischen Anti-Einwanderungsaussagen auf YouTube. Das Brisante daran: Die Werbungen liefen nicht nur in Ungarn, sondern auch in sieben EU-Ländern. Darunter Österreich. Das berichtet die ungarische Investigativ-Plattform „Direkt36“. Gemeinsam mit VSquare.org stellten sie fest, dass diese Anzeigen zwischen 8 und 9,7 Millionen Mal Nutzer:innen angezeigt wurden.

Beeinflussten ungarische Werbungen die Wahlen in EU-Ländern?

Zum Zeitpunkt als die Werbung geschalten wurde, gab es in vier der sieben Länder Wahlkämpfe. Die Slowakei und Polen wählten im Herbst ein neues Parlament sowie Deutschland und Italien neue Vertretungen auf Provinz- und Kommunalebene. Besonders intensiv waren die Werbeschaltungen in der Slowakei. Diese wurden dort zwischen 1,6 und 1,8 Millionen Mal auf den Bildschirmen angezeigt. Theoretisch hätte die Kampagne damit rund ein Drittel der gesamten Bevölkerung erreichen können. Die slowakische Regierung reagierte bereits auf die mögliche Einflussnahme:

„Als Regierung und persönlich als Verteidigungsminister bin ich über die Einmischung der ungarischen Regierung in das slowakische Wahlsystem und die Wahlprozesse informiert worden. Dazu gehört auch die bewusste Hervorhebung von Themen wie Migration, die oberste Priorität hatte“, sagte Jaroslav Naď, slowakischer Verteidigungsminister von 2020 bis Mai 2023.

Hungarian PMO ads
Infogram

Rund 1 Million Anzeigen in Österreich

Auch in Österreich liefen die Werbungen, wie eine Auswertung des „Google Werbung Transparenz Zentrums“ zeigt. Im Zeitraum von September bis Dezember 2023 wurde das eine Video zwischen 600.000 und 700.000 eingeblendet, ein anderes 350.000 bis 400.000 Mal. Inhaltlich schüren die Werbevideos Angst vor Geflüchteten und erinnern an Videos der FPÖ sowie der rechtsextremen „Identitären Bewegung“. Produziert wurden sie in Englisch und sind somit für einen Großteil der österreichischen Bevölkerung verständlich. Es kommt der Verdacht auf, dass eine einwanderungsfeindliche Stimmung in Österreich und sechs weiteren EU-Ländern gefördert werden sollte.

FPÖ verteidigt völkische Massenvertreibungs-Fantasien

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aramo
aramo
6. März 2024 22:55

Der Herr Orban ist mir auf jedenfalls lieber als ihr Österreich feindlichen Linkensgrünenneos das muss man auch sagen ,wenn euch Österreich zu Rechts ist geht doch in einen Land wo ihre eure Fantasien ausleben Könnt, das Land könnt ihr euch aussuchen aber passt auf das ihr nicht einen normales Land mit einer Normalen Bevölkerung erwischt

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Madam Mim
Madam Mim
Reply to  aramo
7. März 2024 08:25

Das funktioniert auch im Umkehrschluss ganz gut. Wenn Ihnen Österreich zu wenig rechts ist, können Sie jederzeit in ein Land mit entsprechender Couleur wechseln. Wie wäre es mit ein bisschen Russland, China, Nordkorea, Iran, Saudi Arabien… Die Türkei soll auch ganz nett sein. Sie sehen, sie haben große Auswahl.

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Joseph Stiglitz ist ein US-Ökonom und Nobelpreisträger, der weltweit für seine klaren Worte über Macht, Geld und Ungleichheit bekannt ist. Er kritisiert, dass Globalisierung und Finanzmärkte oft den Reichen nützen, während viele andere zurückbleiben. Stattdessen fordert er mehr staatliche Regeln, Investitionen in Bildung und soziale Sicherheit sowie höhere Steuern für große Vermögen. Sein Ziel: eine Wirtschaft, die fairer ist und allen zugutekommt. Zitat: Wir müssen es schaffen, die Globalisierung zu zügeln, indem wir Steueroasen schließen und der Steuertrickserei ein Ende setzen. Nur so können wir erreichen, dass nicht nur die oberen 10% vom System profitieren. Joseph E. Stiglitz

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