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Bedauernswerter Durchschnitt: Der Mathematiker Taschner blickt auf die Welt

Bedauernswerter Durchschnitt: Der Mathematiker Taschner blickt auf die Welt

Foto: Man at the Crossroads von Diego Rivera

Gerald Demmel Gerald Demmel
in Politik
Lesezeit:4 Minuten
9. August 2017
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Der Mathematiker und Autor Rudolf Taschner tritt bei den Nationalratswahlen im Herbst für die Kurz-ÖVP an und soll deren Sprecher für Bildung und Wissenschaft im Nationalrat werden.

Bereits seit 2006 schreibt Taschner in der „Presse“ eine Kolumne innerhalb der Rubrik Quergeschrieben. Wir haben nachgelesen und uns angeschaut, wie der TU-Professor tickt.

Auffallend ist, dass Taschner sehr exponierte Einschätzungen zu allen möglichen Themen von sich gibt. Taschner ist nicht nur Mathematiker, sondern Experte für sehr viel und daneben noch Philosoph und Kulturpessimist.

Der Klimawandel ist für den Professor nur eine profitable Erfindung. Lesen und Schreiben sterben bald aus. Politische Korrektheit nennt er Dummheit. Zu viel Gerechtigkeit hält er für überflüssig und sogar schädlich. Wer aber keine teuren Markenwaren kauft, ist bedauernswert und durchschnittlich.

Kinder sollen laut dem künftigen ÖVP-Bildungssprecher für „gesunde Watschen“ dankbar sein. Die Kinderlosen müssten, wenn es nach Taschner geht, ab dem 25. Lebensjahr eine Solidarsteuer zahlen. Arbeiten sollen wir auf alle Fälle bis 70.

Glaubst du nicht? Dann lies nach bei Taschner. Es folgt eine Auswahl seiner Querheiten:

Der Kulturpessimist im Informationszeitalter

Schreiben und Lesen stirbt aus

„Am Ende wird Schreiben und Lesen eine Kulturtechnik geworden sein, die man buchstäblich nur mehr vom Hörensagen kennt: Ein paar tausend Jahre lang haben sich die Vorfahren damit abplagen müssen, ähnlich, wie deren Vorfahren noch die Oden der Dichter auswendig gelernt und im steten Gesang ihren Kindern vererbt haben. Nun aber reicht es, dass hochauflösende Fernsehbilder uns unterhalten. Wir geraten von der schriftlichen in die ikonische Ära.“

(Die Presse, 01.03.2012)

Der Philosoph und die Gerechtigkeit

Politisch Korrekt = Dumm

Die Bostoner Schulbehörde will für den Unterricht maßstabsgetreuere Karten verwenden, den Lehrplan entkolonialisieren und nicht mehr nur die weiße Sicht der Geschichte zeigen. Taschner dazu: „Mathematisch ist es beweisbar, dass man die Welt nicht ‚gerecht‘ abbilden kann. Doch die politisch Korrekten ficht das in ihrer Dummheit nicht an.“

(Die Presse, 23.03.2017)

Als Philosoph gegen zu viel Gerechtigkeit

„Schon Aristoteles wusste, dass es ein Zuviel an Gerechtigkeit geben kann. Persistentes Hecheln nach Gerechtigkeit droht den freien Atem zu rauben.“

(Die Presse, 22.03.2012)

Der Bildungsspezialist & die gesunde Watsche

Der reinigende Schmerz

„Auf der einen Seite das Gewitter mit dem kurzen, reinigenden Schmerz, verbunden mit dem Wissen, dass gleich danach die Sonne wieder scheinen würde. Wohl auch deshalb, weil die Eltern das Entgleiten ihrer Hand sofort danach selbst insgeheim bedauerten. Und auf der anderen Seite die lang anhaltende Düsternis der bösen, peinigenden Unwetterstimmung, die man nicht vertreiben kann und bei der kein Ende abzusehen ist. Beides erlebt: kein Vergleich!“

(Die Presse, 26.01.2012)

Des Sozialreformers neue Steuern

Junge deutsche Abgeordnete von der CDU/CSU plädieren für einen Solidarbeitrag zum Erhalt der Pensions- und Sozialversicherung ab 25, um die zunehmende Vergreisung zu verhindern.
Für Taschner ein „bedenkenswerter Vorschlag“.

„Die Abgabe wird nach der Anzahl der Kinder gestaffelt. Kinderlose zahlen die volle Abgabe, bei einem Kind reduziert sich die Abgabe auf die Hälfte, ab dem zweiten Kind ist keine Zahlung zu entrichten.“ Wer keine Kinder bekommen kann, soll adoptieren: „Auch das Argument, man wolle zwar, aber könne keine Kinder bekommen, verfängt nicht. Denn die Möglichkeit – wie in amerikanischen TV-Serien der politischen Korrektheit zuliebe sogar für gleichgeschlechtliche Paare propagiert – zur Adoption steht stets offen.“

(Die Presse, 25.2. 2012)

Der Klima-Experte

„Der Teufel selbst, so scheint es, drohe in der modernen Verkleidung der chemischen Formel CO2. Und wir wissen, wer die düstere Apokalypse der Gegenwart von den Dächern kündet: der Weltklimarat IPCC, der Intergovernmental Panel on Climate Change.“

„Wir müssten – in der Logik des IPCC – lediglich bis zum Ende des Jahrhunderts sicherstellen, dass CO2 nicht 600 ppm übersteigt – das Doppelte des Wertes von 1900. Das ist aber technologisch wie auch wirtschaftlich völlig unproblematisch zu erreichen.“Mit anderen Worten: Die Klimakatastrophe ist abgesagt.“

„Aber kaum jemand wird dieser guten Nachricht Glauben schenken. Was soll die Expertise Einzelner gegen den gewaltigen Meinungsdruck eines Weltklimarates ausrichten? Und der will buchstäblich auf Teufel komm raus die Klimakatastrophe nach wie vor – ja emphatischer denn je – als Menetekel an die Wand malen.“

„Der Grund dafür ist offensichtlich: Klimawandel ist ein risikoloses – wer wird eine Klima-Kassandra in hundert Jahren zur Rechenschaft ziehen? – und außerordentlich profitables Geschäft geworden.“

(Die Presse, 29.10.2015)

Vom Himmel hoch, da kommt er her

Der bedauernswerte Durchschnitt

 

„Nur Bedauernswerte wollen alle Produkte von der Massenanfertigung aus dem Billigland haben. Nur Bedauernswerten genügt durchwegs die Standardproduktion, die den Bedürfnissen des Durchschnitts entspricht, die mit billiger Informationstechnologie gefertigt wird. Ihr fehlt in allen Fasern jener Charme, der in der Ware steckt, die von einem originellen und unverwechselbaren Produzenten stammt. Wobei unter „Ware“ all das gemeint ist, was auf dem Markt erwerblich ist: von Lebensmitteln, Möbeln, Gewändern bis hin zu Dienstleistungen, Patenten und Ideen reichend.“

(Die Presse, 02.02.2012)

Resümee

Taschner ist zumindest originell zu nennen. Und lassen wir ihn abschließend nochmals selbst zu Wort kommen:

„Moralisten wollen ihre Wertmaßstäbe der Gesellschaft bindend vorschreiben. Sie begründen das mit der als Wissenschaft getarnten Ideologie. Sie irren sich.“

(Die Presse, 03.05.2012)

Da könnte er wirklich Recht haben.

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13 Comments
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Thomas Loos
Thomas Loos
11. August 2017 10:38

Also Taschner hat mit fast allen Zitaten Recht, vor allem wenn man sie nicht absichtlich missverstehen will und sinnentstellt anführt. Demmels Text ist hingegen einfach nur (absichtlich?) seicht. Z.B. Taschners Ausführungen zur Problematik der Gerechtigkeit findet man z.B. auch bei Kelsen, Popper, Voltaire und anderen Philosophen – kann die SPÖ ja auch gleich sagen, wenn sie gegen die alle ist. Political Correctness beruht auf der Idee des radikalen Konstruktivismus – da kann man mit guten Argumenten dagegen sein, wenn man meint, dass es vielleicht doch eine Realität gibt. Alice Schwarzer kontert da gerade Judith Butler, aber im Wahlkampf werd ich mir kein Niveau erwarten dürfen

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Walter Kühner
Walter Kühner
11. August 2017 07:42

Danke für die Zitate-Sammlung. Dass Taschner ein Erzkonservativer ist, war auch in einer länger zurückliegenden Ö1-Sendung „Im Gespräch“ nicht zu überhören.
Mit einigem kann man ja durchaus übereinstimmen: etwa mit der Kritik an übertriebener Political Correctness oder dem Kulturpessimismus, was Lesen und Schreiben betrifft. Aber wie Taschner in der „Presse“-Kolumne bewiesen hat, garantiert die Fähigkeit, mehr als nur kurze, belanglose Sätze ins Smartphone zu tippen, noch keine wertvollen gesellschaftlichen Beiträge. Vielmehr gibt Taschner selbst Anlass zu größtem Kulturpessimismus.
Entlarvend ist, wie Taschner (lt. „Standard“) heute zu seinen früheren Aussagen steht: „Das ist selbstverständlich unmöglich. Das schreibe ich heute nicht mehr. Ich bin kein Journalist, ich bin jetzt auf der anderen Seite“. Aha, ein Mann, der einfach so die Seite und seinen Standpunkt bedarfsorientiert wechselt?
Ist das Ausdruck charakterfester Geradlinigkeit? – oder vielmehr Beleg für käufliche Meinungsmacherei? Es scheint offensichtlich: Meinungsmacherei ist ein risikoloses – wer wird die Kassandra von gestern jetzt zur Rechenschaft ziehen? – und außerordentlich profitables Geschäft.

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Vinzenz Balluta
Vinzenz Balluta
11. August 2017 06:20

Es handelt sich hier um Extremwert-Betrachtungen. Typisch für Mathematiker. Das er sich auf die Liste des ideenlosen Yuppies, der mit kreativen Ideen zu Kurz kommt, setzen lässt entspricht eher seiner Skurilität, als der Ratio. Kurz vertritt den strukturkonservativen Mief Österreichs und lässt keine Hoffnung für viele Menschen aufkommen.

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Markus Bast
Markus Bast
10. August 2017 13:31

EIN GESTRIGER UND EIN FEIND VON HEUTE,
das ist also auch KURZ?
Wer Prof. Taschner einmal bei der Präsentation seiner Bücher zugehört hat,kann einen solch „verwinkelten“ Anhänger einer „nicht aufgeklärten Gesellschaft“ nur bedauern.
Gut für die ÖVP als modern open – Partei, puh !!!

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Birgit Brunner
Birgit Brunner
10. August 2017 10:05

Schuster bleib bei deinen Leisten, kann ich da nur sagen! Prof. Taschner ist ein außergewöhnlicher Mathmatiker und lehrt Mathematik prima. Das ist unbestritten. Doch nur weil er mathmatisch hoch qualifiziert, sprachlich begabt und gerne auf der Bühne ist, sind seine Meinungen abseits seines Faches weder qualifizierter noch wertvoller als die der „Normalos“. Manche Zitate wären im Gesamtzusammenhang möglicherweise anders zu verstehen, aber ich bin ehrlich entsetzt, wovon Prof. Taschner überzeugt ist.
Und – nochmals mehr wird deutlich, wofür Kurz & ÖVP stehen!

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Cheryl Benard
Cheryl Benard
10. August 2017 09:00

Ich hoffe sehr, dass nicht nur die absolut verzerrende Demmel „Zusammenfassung“ gelesen wird, sondern auch die Originalzitate –wobei es lobenswert ist, dass diese wenigstens

beigefügt wurden. Zum Beispiel wird suggeriert, Taschner sei ein Snob der nur Designermarken kaufen will. Das Zitat hingegen macht klar, dass er sich lediglich gegen massenproduzierte Billigware ausspricht (wenn es nicht um die Pointe ginge, wäre Demmel vermutlich derselben Meinung, da er doch wahrscheinlich auch gegen Kinderarbeit in der Dritten Welt, chinesische Produktionstiefstandards usw. ist). Man kann genauso oder nein, viel eher annehmen, dass Taschner sich für österreichische Produkte, Handgefertigtes, liebevolles Design etc. stark macht. Und genauso bei jedem Punkt. Plädiert er z.B. für das Schlagen von Kindern? Nein – er sagt nur, dass extensiver Psychoterror nicht angenehmer ist.

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Gerald Demmel
Gerald Demmel
Reply to  Cheryl Benard
10. August 2017 16:01

@ Durchschnitt und Billigware: Das sehen wir unterschiedlich.

„Nur Bedauernswerten genügt durchwegs die Standardproduktion“. Da gehöre ich wohl zu den durschnittlichen Bedauernswerten, weil ich „Markenware“ grundsätzlich ablehne und mir bei den meisten Waren tatsächlich die Standardproduktion vollauf genügt. Dass viele Produkte von Kindern erzeugt werden, bringt die Gewinnmaximierung im Kapitalismus mit sich, ja. Die Standardproduktion kann da nix dafür.

@ Watschen für Kinder: Die Idee von Gewalt als reinigendes Gewitter lehne ich ab. Taschner vielleicht auch, wenn ers 2x überlegt.

Aber in der Presse querzuschreiben verleitet offenbar zur sinnlosen Provokation – mit der Kritik müssen die Autoren dann leben.

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Klaus Madersbacher
Klaus Madersbacher
9. August 2017 23:28

Der gute Professor Taschner ist ja ganz o.k. und engagiert sich z.B. für die Arbeit mit Kindern, wie man hört. Für Kurz und seine „Bewegung“ ist er offenbar jemand, der aufgrund seiner Reputation Wählerstimmen bringt.
Leider hat er von Politik keine Ahnung und wird wie viele andere ehrliche engagierte Menschen die Erfahrung machen, dass er von skrupellosen Politprofis eingespannt worden ist, und dass die in Wirklichkeit überhaupt nicht an dem interessiert sind, was er zu sagen hat. Spätestens wenn er mit dem schwarzen Klub nicht einer Meinung ist und dessen reaktionäre Meinungen – so reaktionär scheint er mir nun doch nicht zu sein – nicht teilt und befürwortet, wird ihm ein ganzer Christbaum aufgehen … Absehbar wird er mir dann aber nicht leid tun, wenn seine Reputation den Bach hinunter geht, weil er sich so billig einspannen hat lassen:-))

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Dr. Lothar Lerch
Dr. Lothar Lerch
9. August 2017 22:10

Solche Idioten sollen uns in Zukunft regieren? Ich habe die Meldung erhalten dass dieswer Kommentar schon einmal verschickt wurde.

Es scheint sicher zu sein dass ich mit meiner Meinung nicht allein bin.

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Gerhard ERNST
Gerhard ERNST
9. August 2017 20:49

Also, Prof. Taschner zu verunglimpfen würde ich mir dreimal überlegen!

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Christine Hollmann
Christine Hollmann
Reply to  Gerhard ERNST
10. August 2017 19:40

Warum genau?

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manfred peischl
manfred peischl
9. August 2017 20:40

ich gesteh´s, bis vor 15 minuten hat mir taschner noch irgendwie mit seiner persiflierenden art zugesagt.
diese zusammenfassung belehrt mich eines übleren: schad um ihn…..
aber gut verwertbar: als trumpicus austriacus für klimafragen.

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Christine Hollmann
Christine Hollmann
Reply to  manfred peischl
10. August 2017 19:39

Ich würde die Art nicht als „persiflierend“ bezeichnen, denn um etwas (bzw. sich selbst ) zu persiflieren, müsste man es (sich) objektiv von außen betrachten können. Er zeigt mit der Art meiner Meinung nach: Ich habs euch jetzt erklärt, aber (Augenzwinkern, Lächeln) verstanden habs wieder nur ich.

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Der niederländische Historiker Rutger Bregman wurde 2019 einem neuen Publikum bekannt, als er beim Wirtschaftsgipfel in Davos kritisiert hat, dass man dort nicht genug über Steuern und Gerechtigkeit spricht. Der Auftritt wurde zu seinem Markenzeichen. Nun hat er in einer Talkshow den norwegischen Milliardär zur Rede gestellt, warum der sein Vermögen nicht besser für die Gemeinschaft nutzt. Bregman findet: Wer enormen Reichtum hat, soll diesen auch nutzen, um die Welt besser zu machen. Er fordert mehr moralische Ambition. Zitat: Ich fordere nicht, dass wohlhabende Menschen ihre Strandhäuser, Luxusautos oder Rolex-Uhren aufgeben. Ich fordere sie auf, zukünftige Historiker stolz zu machen. Die Geschichte erinnert sich nicht an Anlageportfolios. Sie erinnert sich an jene, die alles auf eine Karte gesetzt haben - die ihre Ressourcen, ihre Karrieren und ihren Ruf genutzt haben, um für etwas zu kämpfen, das größer ist als sie selbst. Rutger Bregman
Der niederländische Historiker Rutger Bregman wurde 2019 einem neuen Publikum bekannt, als er beim Wirtschaftsgipfel in Davos kritisiert hat, dass man dort nicht genug über Steuern und Gerechtigkeit spricht. Der Auftritt wurde zu seinem Markenzeichen. Nun hat er in einer Talkshow den norwegischen Milliardär zur Rede gestellt, warum der sein Vermögen nicht besser für die Gemeinschaft nutzt. Bregman findet: Wer enormen Reichtum hat, soll diesen auch nutzen, um die Welt besser zu machen. Er fordert mehr moralische Ambition. Zitat: Ich fordere nicht, dass wohlhabende Menschen ihre Strandhäuser, Luxusautos oder Rolex-Uhren aufgeben. Ich fordere sie auf, zukünftige Historiker stolz zu machen. Die Geschichte erinnert sich nicht an Anlageportfolios. Sie erinnert sich an jene, die alles auf eine Karte gesetzt haben - die ihre Ressourcen, ihre Karrieren und ihren Ruf genutzt haben, um für etwas zu kämpfen, das größer ist als sie selbst. Rutger Bregman

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