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Tempo 30, sichere Radwege & breitere Gehsteige: Seit einem Jahr keine Verkehrstoten in Helsinki

Helsinki

Kontrast Redaktion Kontrast Redaktion
in Gesundheit, Good News, Internationales, Umwelt & Klima
Lesezeit:2 Minuten
21. August 2025
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Eine ehrgeizige Politik zur Geschwindigkeitsreduzierung und eine Neugestaltung des öffentlichen Raums zeigen Wirkung: In Helsinki gab es in den letzten zwölf Monaten keinen einzigen Verkehrstoten mehr. Noch vor 40 Jahren starben jährlich bis zu 30 Menschen auf Helsinkis Straßen. Auch die Unfälle mit Verletzten gingen seitdem um fast 75 Prozent zurück.

In Helsinki ist seit einem Jahr kein:e Fußgänger:in, Fahrradfahrer:in oder Autofahrer:in auf den Straßen ums Leben gekommen. Die Stadtverwaltung und die örtliche Polizei bestätigten, dass seit dem letzten tödlichen Unfall im Juli 2024 kein Todesfall mehr verzeichnet wurde. Das Ergebnis wird von den Verantwortlichen der Stadt als „außergewöhnlich“ bezeichnet.

Laut Roni Utriainen, Verkehrsingenieur in der Abteilung für urbane Umwelt, war die Reduzierung der Tempolimits der entscheidende Faktor.

Tempo 30 führt zu sichereren Straßen

Heute gilt auf mehr als der Hälfte der Straßen in Helsinki Tempo 30. Und der Trend hält an: Mit Beginn des neuen Schuljahres wird die Geschwindigkeit in der Nähe von Schulen ebenfalls auf 30 km/h reduziert.

Die Logik ist einfach: Bei geringerer Geschwindigkeit kommt es seltener zu Unfällen und diese sind weitaus weniger schwerwiegend. Für besonders gefährdete Personen wie Fußgänger:innen und Radfahrer:innen bedeutet dies eine enorme Verbesserung.

Stadtplanung und verstärkte Kontrollen

Über Tempo 30 hinaus hat die Stadt auch ihre Infrastruktur grundlegend umgestaltet. Verbreiterte Gehwege, gesicherte Radwege, neu gestaltete Fußgängerstreifen: Die Mobilität ist besser in den öffentlichen Raum integriert. Gleichzeitig wurde die Kontrolle mit mehr Geschwindigkeitsmessgeräten und Kameras verschärft.

Auch die technologische Entwicklung spielt eine Rolle: Autos, aber auch andere Verkehrsmittel wie Fahrräder oder Roller sind heute sicherer als noch vor einigen Jahren.

Von 1.000 auf 277: Ein stetiger Rückgang der Unfälle

Die Zahlen sprechen für sich. Zwischen 2024 und 2025 gab es in Helsinki 277 Unfälle mit Verletzten. Ende der 1980er Jahre waren es noch fast 1.000 pro Jahr und bis zu 30 Verkehrstote.

Dieser Fortschritt ist Teil einer langfristigen Strategie. Der Verkehrssicherheitsplan 2022–2026 Helsinkis legt den Schwerpunkt auf den Schutz der am meisten gefährdeten Verkehrsteilnehmenden: Kinder, Jugendliche, Fußgänger:innen und Fahrradfahrer:innen.

Zu den jüngsten Herausforderungen zählt der unerwartete Boom der Elektroroller. Die finnische Hauptstadt hat jedoch schnell reagiert. Um die Sicherheit zu erhöhen, haben die Behörden Vorschriften, spezielle Zonen und Tempolimits eingeführt.

Europäisches Ziel: null Verkehrstote bis 2050

Die Europäische Union hat sich ebenfalls ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: bis 2050 keine Verkehrstoten mehr. Diese Politik trägt den Namen «Vision Zero» und wird von einigen als utopisch bezeichnet. Andere europäische Städte, die ein Tempo 30 eingeführt haben, haben die gleichen Erfahrungen wie Helsinki gemacht. Es handelt sich also nicht um Träumerei, sondern um eine in vielen Stadtzentren realisierbare Realität.

Dieser Artikel wurde vom Online-Medium DIREKT übernommen.

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Für viele Frauen ist Gewalt Teil ihrer täglichen Realität. So erlebt jede dritte Frau in Österreich im Laufe ihres Lebens körperliche oder sexualisierte Gewalt. Simone de Beauvoir war Philosophin und eine wichtige Denkerin der Frauenbewegung. Ihr Buch "Das andere Geschlecht" ist zu einem Standard-Werk des Feminismus geworden. Beauvoir hat gezeigt: Rollenbilder sind das Ergebnis von Macht- und Gewaltverhältnissen und nicht natürlich vorgegeben. Zitat: Niemand ist den Frauen gegenüber aggressiver oder herablassender als ein Mann, der seiner Männlichkeit nicht ganz sicher ist. Simone de Beauvoir

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