Transkript:
Schwarz-Blaue „Kopieranstalt“
Es zeigt sich wieder einmal: Die ÖVP und die FPÖ unterscheiden sich so wenig wie schon seit Jahrzehnten nicht. Vor einigen Monaten, als Sebastian Kurz Reinhold Mitterlehner an der Spitze der ÖVP abgelöst hat, hat er den gesamten Themenbereich „Migration, Asyl, Islam“ eins zu eins von der FPÖ kopiert. Kurz hat also ureigenstes FPÖ Kernthema, wie das Spiel mit rechtspopulistischen Ressentiments in jeder Art, das hat Sebastian Kurz einfach übernommen und zum Inhalt seiner türkisen „ÖVP-neu“ erklärt. Und just ein paar Monate später, im August dieses Jahres hat die FPÖ eine wirtschaftspolitische Kehrtwende hingelegt und hat ihre alten sozialen, protektionistischen Elemente aus dem Wirtschaftsprogramm alle beseitigt und hat stattdessen eins zu eins das Programm der Industriellenvereinigung und der ÖVP kopiert.
Das heißt, die FPÖ hat die ÖVP wirtschaftspolitisch kopiert, die ÖVP hat die FPÖ gesellschaftspolitisch kopiert und jetzt sind diese beiden Parteien sowohl in der Wirtschafts- und Sozialpolitik als auch in gesellschaftlichen und kulturellen Fragen programmatisch de facto identisch. Das bedeutet wiederum, dass wir eigentlich eine schwarz-blaue Einheitspartei in Österreich haben.
Sebastian Kurz und die rechtspopulistische Argumentationslinie der FPÖ
Sebastian Kurz bedient sich ausgeprägter rechtspopulistischer Argumentationsmuster, indem er wirtschafts- und gesellschaftspolitische Fragestellungen, die mit dem Thema Migration, Asyl, oder Islam gar nichts zu tun haben, ganz bewusst mit diesen Themen koppelt um Ressentiments zu schüren, um Vorurteile zu bedienen und damit Stimmung zu machen. Und das ist ein typischer rechtspopulistischer Mechanismus, dass auch bei sachfremden Themen wie zum Beispiel der Frage des Pflegeregresses oder bei Themen wie die Pensionsfinanzierung, immer wieder Argumente aus dem Themenbereich Asyl angeführt werden, die in keiner originären Verbindung zu diesem Thema stehen. Und das ist ein eindeutig rechtspopulistischer Reflex.
Schwarz-Blaue Wirtschaftspolitik
Und die wirtschaftspolitischen Vorstellungen von ÖVP und FPÖ? Diese sind gleichermaßen unsozial, auch wenn sie in parteiübergreifendem Gleichklang wundersame Entlastungen versprechen. Denn die Gegenfinanzierung ist höchst unseriös, unsicher und vom Volumen her viel zu gering – und zahlen sollen die Ausländer.
(maximal 5 Antwortmöglichkeiten)
- Einige Konzerne haben die Krise genutzt, um Gewinne zu steigern 16%, 1231 Stimme1231 Stimme 16%1231 Stimme - 16% aller Stimmen
- Die Kriegs-Politik von US-Präsident Trump 16%, 1168 Stimmen1168 Stimmen 16%1168 Stimmen - 16% aller Stimmen
- Die Handelspolitik der USA unter Trump 14%, 1014 Stimmen1014 Stimmen 14%1014 Stimmen - 14% aller Stimmen
- Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine 13%, 1008 Stimmen1008 Stimmen 13%1008 Stimmen - 13% aller Stimmen
- Die europäische Politik 9%, 665 Stimmen665 Stimmen 9%665 Stimmen - 9% aller Stimmen
- Europas Sanktionen gegen Russland 8%, 584 Stimmen584 Stimmen 8%584 Stimmen - 8% aller Stimmen
- Die nationale Politik 8%, 581 Stimme581 Stimme 8%581 Stimme - 8% aller Stimmen
- Die Folgen der Corona-Krise 8%, 571 Stimme571 Stimme 8%571 Stimme - 8% aller Stimmen
- Die Staaten drucken zu viel Geld bzw. geben zu viel Geld aus 5%, 404 Stimmen404 Stimmen 5%404 Stimmen - 5% aller Stimmen
- Zu hohe internationale Zölle 3%, 256 Stimmen256 Stimmen 3%256 Stimmen - 3% aller Stimmen


































