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FPÖ-Bildungspolitik in den Bundesländern: Kürzungen bei Schulgeld, Jugendhilfe & Deutschkursen

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Foto: Unsplash+, Man77 / Wikimedia (CC BY-SA 4.0), Pressestelle BFK Urfahr-Umgebung (CC BY 2.0), Mario Gimpel / Mediwiki Commons (CC BY-SA 4.0), Land Salzburg / Franz Neumayr (CC BY-SA 4.0), Ailura / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0 AT)

Kontrast Redaktion Kontrast Redaktion
in Bildung & Wissenschaft, Bundesländer, Familie & Kinder, Gesellschaft, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, Steiermark, Vorarlberg
Lesezeit:3 Minuten
25. Juli 2025
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In jenen Bundesländern, in denen die FPÖ Teil der Landesregierung ist – Salzburg, Oberösterreich, Niederösterreich, Steiermark und Vorarlberg – zeigt sich ein klares Muster: Es wird gekürzt. Betroffen sind genau jene Bereiche, die für faire Bildungschancen, Betreuung und Unterstützung von Kindern und Jugendlichen entscheidend sind. Die Kürzungen treffen besonders junge Menschen aus armutsgefährdeten Familien oder mit Migrationsgeschichte. 
Inhalt
1) Salzburg:
2) Weniger Geld für Kindergartenkinder & für Kinder- und Jugendhilfe
3) Oberösterreich: Kürzung beim Bildungskonto
4) Kein Schulstartgeld in Niederösterreich
5) Steiermark: Deutschförderung für Kinder mit Migrationshintergrund wird zurückgefahren
6) Viel weniger Schulassistenz für Kinder mit Förderbedarf in Vorarlberg

Salzburg:

Weniger Geld für Kindergartenkinder & für Kinder- und Jugendhilfe

Die Salzburger Landesregierung kürzte 2025 eine Million Euro bei der Kinder- und Jugendhilfe. Betroffen sind betreute Wohngemeinschaften und Einrichtungen, in denen Kinder und Jugendliche leben, die nicht bei ihren Familien bleiben können.

Die Kürzung entstand, weil das Land die sogenannten Tagessätze für Personal- und Sachkosten nicht ausreichend erhöhte: Die Sätze stiegen nur um zwei Prozent, obwohl die tatsächlichen Kosten um 3,86 Prozent zunahmen. Laut Gewerkschaft GPA zwingt diese Unterfinanzierung viele Trägerorganisationen dazu, Personal abzubauen. Dadurch verschlechtert sich auch die Betreuungssituation für die betroffenen Kinder und Jugendlichen.

Auch bei Kindergärten wurde gekürzt: Kinder zwischen drei und sechs Jahren erhalten eine beitragsfreie Betreuung für bis zu 20 Stunden pro Woche. Für Kinder unter drei Jahren unterstützte das Land die Eltern bisher mit einem Zuschuss von 20 bis 40 Euro pro Monat. Diese Unterstützung fällt nun weg – für Familien bedeutet das Mehrkosten von bis zu 40 Euro pro Kind und Monat.

Gleichzeitig kürzt die ÖVP-FPÖ-Landesregierung auch die Unterstützung für Gemeinden und private Träger. Betroffen ist unter anderem der Zuschuss für die beitragsfreie 20-Stunden-Betreuung der Drei- bis Sechsjährigen, der 2026 um 520.000 Euro sinkt. Auch private Kindergärten verlieren Fördermittel für das verpflichtende Kindergartenjahr – insgesamt 108.000 Euro.

Auch bei den Kindergartenbussen zieht sich das Land aus der Verantwortung zurück. Die Busse bringen Kinder von zu Hause oder von Sammelstellen in weiter entfernte Kindergärten und erleichtern damit Familien den Alltag. Bisher teilten sich Land, Gemeinden und Eltern die Kosten. Ab September 2026 müssen Eltern zwei Drittel der Kosten übernehmen. Das Land behält sich dadurch rund 500.000 Euro.

Oberösterreich: Kürzung beim Bildungskonto

In Oberösterreich hat die Landesregierung das Bildungskonto innerhalb der vergangenen Jahre mehrfach gekürzt. Über das Bildungskonto wurden bisher Aus- und Weiterbildungen finanziell unterstützt, etwa beim Nachholen von Abschlüssen oder dem Einstieg in Pflegeberufe. Häufig wurde das von Personen mit geringem Einkommen genutzt. Die Arbeiterkammer Freistadt kritisiert die Entscheidung heftig. Gerade junge Menschen, die Unterstützung brauchen, verlieren dadurch wichtige Chancen. Die FPÖ schwächt damit soziale Aufstiegschancen.

Kein Schulstartgeld in Niederösterreich

Zu Beginn des Schuljahres müssen viele Eltern tief in die Tasche greifen. Neue Erhebungen der Arbeiterkammer zeigen, dass der Schulstart das Familienbudget stark belastet. Zwischen 266 Euro und 522 Euro je nach Schulstufe sind jedes Jahr im September fällig.

Vom Bund gibt es etwas über 121 Euro Schulstartgeld. In Niederösterreich gab es bis 2024 ebenfalls finanzielle Unterstützung, konkret 100 Euro. Doch die Landesregierung hat es vor zwei Jahren abgeschafft. Die Begründung: Die Inflation sei vorbei.

Steiermark: Deutschförderung für Kinder mit Migrationshintergrund wird zurückgefahren

In der Steiermark müssen Schulen die Deutschförderstunden für Kinder mit nicht-deutscher Muttersprache kürzen. Das liegt nicht an mangelndem Bedarf, sondern an fehlendem Budget. Direktoren und Lehrer:innen warnen vor den Folgen: Ohne ausreichende Sprachförderung haben diese Kinder schlechtere Bildungschancen. Das hat wiederum langfristige Auswirkungen auf Integration und Arbeitsmarkt. Die FPÖ kritisiert zwar regelmäßig mangelnde Integration, unterstützt aber keine Maßnahmen, die echte Teilhabe ermöglichen würden. Es ist Teil einer ganzen Reihe an Kürzungsmaßnahmen in der Steiermark. Mehr dazu gibt es hier.

Viel weniger Schulassistenz für Kinder mit Förderbedarf in Vorarlberg

In Vorarlberg werden im kommenden Schuljahr die Schulassistenzstunden für Kinder mit Förderbedarf deutlich gekürzt: An mehreren Schulen wurden beantragte Stunden um mehr als die Hälfte reduziert, obwohl der Bedarf durch Fachgutachten bestätigt wurde. Betroffen sind unter anderem Kinder mit Lernverzögerungen, Entwicklungsstörungen oder hohem Betreuungsaufwand. Die Kürzungen bedeuten, dass viele dieser Kinder nicht mehr ausreichend im Unterricht unterstützt werden können, was ihre Teilhabe am Regelunterricht massiv einschränkt und somit die Chancengleichheit gefährdet. Die Kürzung erfolgt trotz insgesamt gestiegener Bedarfszahlen und wird von Schulen, Eltern und Sozialorganisationen scharf kritisiert.

FPÖ & ÖVP kürzen in der Steiermark bei Gewaltprävention, Deutschkursen & Kultur

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1 Kommentar
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Peter
Peter
26. Juli 2025 18:57

Weitere Möglichkeit zu sparen, die Katastrophenfonds auflösen und bei den Feuerwehren sparen. Damit auch keine Neuanschaffungen mehr tätigen bei der Feuerwehr, insbesondere im Katastrophenbereich.
–
Die Ideologie der regierenden Parteien ist ohnedies das es keinen Klimawandel gibt, und wenn es keinen Klimawandel gibt kann es auch keine Natur- und Umweltkatastrophen geben.
–
Außerdem ist es auch nicht einzusehen, warum die Allgemeinheit die Dummheit des einzelnen sozialisieren sollte.
–
Bei der Feuerwehr sind viele in der Lifestyle-Teilzeit, die sollen gefälligst arbeiten, und keine Katastrophendienste leisten, wenn das Personal fehlt braucht es auch keine Ausrüstung.
–
Die Aufgabe der Feuerwehr ist Feuer zu löschen, deswegen heißt es auch Feuerwehr und nicht Wasserwehr. Da ist auch nicht einzusehen das diese sich schöne Tage auf kosten der Allgemeinheit machen, in dem sie mit Booten auf dem Wasser herumfahren.
–
Das Hochwasser 2024 war ohnedies Fake, das war eine ganz normaler Regen. Die Natur kann nichts dafür wenn der Mensch so dämlich ist, das die Böden zubetoniert werden, und sich dann wundern wenn das Wasser nicht mehr abrinnen kann.
–
Was die Schäden betrifft die es ohnedies nicht gibt, entweder schließt man Versicherung ab, oder man bleibt auf den Folgen und Kosten sitzen, das gilt für den Einzelnen genau so wie für Gemeinden und den Ländern.
–
Wenn die Politik zynisch und sarkastisch sein darf, dann darf ich es auch!

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Erich Maria Remarque war ein deutscher Schriftsteller, der mit seinem Antikriegsroman “Im Westen nichts Neues” bekannt wurde. Seine Bücher, die vor allem die Grausamkeiten des Krieges offenlegen, wurden im nationalsozialistischen Deutschland verboten. Seine pazifistischen Romane werden bis heute von Menschen weltweit begeistert gelesen und wurden schon mehrfach verfilmt. Zitat: Ich dachte immer, jeder Mensch sei gegen den Krieg. Bis ich herausfand, dass es welche gibt, die dafür sind. Besonders die, die nicht hingehen müssen. Erich Maria Remarque

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Inflation

In einer Marktwirtschaft können sich die Preise von Waren und Dienstleistungen immer wieder ändern. Einige Produkte werden teurer, andere billiger. Steigen die Preise von vielen Produkten auf einmal, und damit das allgemeine Preisniveau, nennt man das Inflation. Von seinem Geld kann man sich dann weniger kaufen als vorher. Wie entsteht eine Inflation? Was ist die Inflationsrate? Was sind Deflation und Rezession?

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FPÖ

Die FPÖ gibt sich gerne als „soziale Heimatpartei“. Egal ob unter Jörg Haider, Heinz-Christian Strache oder jetzt Herbert Kickl. Sie tut so, als ob sie die Partei der “kleinen Leute” wäre. Doch egal, ob in Opposition oder Regierung: Die FPÖ vertritt gemeinsam mit der ÖVP Konzerne und Österreichs Reichste. Hier der Beweis!

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ÖVP

Die Österreichische Volkspartei (ÖVP) ist eine der traditionellen Großparteien Österreichs. Sie vertritt vor allem bürgerlich-konservative Werte. Traditionell gilt sie als Interessenvertreterin der Wirtschaft, der Bauern sowie der römisch-katholischen Kirche.

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