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5 Gründe für einen arbeitsfreien Karfreitag

Karfreitag

Kathrin Glösel Kathrin Glösel
in Arbeit & Freizeit
Lesezeit:2 Minuten
18. April 2019
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Der Europäische Gerichtshof hat entschieden: Der Karfreitag darf nicht nur für evangelische und altkatholische Beschäftige ein Feiertag sein. Der Staat muss alle Arbeitnehmer gleich behandeln. Während Gewerkschaft und SPÖ den Karfreitag für jeden Beschäftigten zum Feiertag machen wollten, schicken ÖVP und FPÖ die Beschäftigten weiterhin an diesen Tag ins Büro und auf den Bau. Obwohl ÖVP und FPÖ den Arbeitnehmern den 12-Stunden-Tag zumuten und die Gewinne der Unternehmen sprudeln, hätten Arbeitnehmer kein Recht auf einen zusätzlichen freien Tag. Doch die Beschäftigten in Österreich verdienen einen arbeitsfreien Freitag – aus mehreren Gründen:

1 – Sie arbeiten viel – auch im internationalen Vergleich

Die Regel-Arbeitszeit ist in Österreich deutlich höher als in anderen Ländern. Pro Jahr ist sie um 57 Stunden länger als in Deutschland, um 74 Stunden länger als in Schweden und sogar um 103 Stunden länger als in Dänemark.

Jobgipfel Regierung

2 – Die Beschäftigten müssen den 12-Stunden-Tag schlucken

ÖVP, FPÖ und Neos haben den 12-Stunden-Tag durchgepeitscht – ohne Verhandlungen mit der Gewerkschaft oder anderen Sozialpartnern. Unternehmen können jetzt einseitig Überstunden bis hin zu einer 60-Stunden-Woche anordnen, der Betriebsrat muss nicht mehr zustimmen. Die Erfahrung der ersten Monate zeigt: Jede 5. Überstunde bleibt unbezahlt und ohne Zeitausgleich.

3 – Immer weniger Beschäftigte erreichen ihren vollen Urlaubsanspruch

Arbeitnehmer haben nach 25 Arbeitsjahren Anspruch auf eine 6. Urlaubswoche. Dafür müssen sie aber 13 bis 20 Jahre beim aktuellen Arbeitgeber gearbeitet haben. So lange Dienstjahre in einer Firma sind heute sehr selten: Jobwechsel werden häufiger und kaum jemand bekommt mehr eine 6. Urlaubswoche. Der Urlaubsanspruch bleibt niedrig, Unternehmen ersparen sich dadurch viel Geld.

4 – Wirtschaftsvertreter verbreiten falsche Zahlen

Die Wirtschaftskammer behauptet, der freie Karfreitag würde Unternehmen 600 Millionen kosten. Diese Summe ist falsch. Denn sie geht davon aus, dass alle Beschäftigten in ganz Österreich 8 Stunden weniger arbeiten. Doch ein Freitag ist bei vielen kein 8-Stunden-Tag. Außerdem sehen bereits jetzt viele Kollektivverträge und betriebliche Regelungen vor, dass der Karfreitag ganz oder teilweise freigegeben wird.

5 – Unternehmen können sich einen freien Tag für ihre Mitarbeiter leisten

Österreichs Unternehmen geht es sehr gut und Arbeiter und Angestellte sind sehr lukrativ für ihr Unternehmen – sie schaffen einen Rein-Gewinn von 38.000 Euro pro Peron und Jahr. Ein freier Karfreitag würde nicht einmal ein halbes Prozent der jährlichen Lohnkosten betragen. Unternehmen könnten sich das also problemlos leisten.

Die ÖVP-FPÖ-Regelung

Dennoch wird der Karfreitag künftig kein gesetzlicher Feiertag sein. Wer freihaben will, muss einen Urlaubstag opfern. Der Vorschlag kommt vom Handelsverband. Die Regierung hat damit eine Forderungen der Wirtschaft kopiert. Doch das gilt nicht für die Minister: Kanzler Kurz, Vizekanzler Strache, Sozialministerin Hartinger-Klein, Bildungsminister Faßmann, Verkehrsminister Norbert Hofer, Außenministerin Kneissl, Familienministerin Bogner-Strauß und Kanzleramtsminister Blümel gönnen sich am Karfreitag einen freien Tag – wie die Kleine Zeitung berichtet.

Parlament Das Thema "Arbeitszeit" im Parlament

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Das ist deren Gleich
Das ist deren Gleich
22. April 2019 13:42

-berechtigung: »… schicken ÖVP und FPÖ die Beschäftigten weiterhin an diesen Tag ins Büro und auf den Bau.«

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Xxx
Xxx
22. April 2019 07:50

Ob unsere gscheidn oben auch Urlaub nehmen mussten?

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Karin Mittendorff
Karin Mittendorff
19. Februar 2019 16:22

Als Trafikantin und somit im Handel tätig gehe ich jetzt schon jede Wette ein, daß der Karfreitag der zweite 8.Dezember wird. Der Handel kann es sich nicht leisten, auf diesen Tag zu verzichten, und der Tourismus kann es sich nicht leisten, auf Ostermontag oder Pfingstmontag zu verzichten!

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Hermenegilde Heubrandner
Hermenegilde Heubrandner
19. Februar 2019 16:03

Was ist mit den Feiertagen anderer Religionsgemeinschaften? Ich schlage vor, jede anerkannte Gemeinschaft legt ein Paket ihrer wichtigsten (sagen wir) 5 Feiertage fest. Jede(r) Arbeitnehmer (in), Schüler(in) optiert für ein Paket, auch die ohne Bekenntnis.Zusätzlich gibt es ein paar staatliche Feiertage incl Weihnachten, das hat eh nichts mehr mit Religion zu tun. Das ist gerecht, nicht
diskriminierend und auch die Wirtschaft täte sich freuen. Das sage ich als Katholikin.

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Die Sängerin Kesha hat das Weiße Haus heftig kritisiert, nachdem dieses ihren Song „Blow“ in einem TikTok-Video verwendet hat, das Gewalt und Krieg zeigt. In dem Clip fliegen Kampfjets über den Himmel, und eine Bombe wird auf ein Schiff abgeworfen, genau als die Zeile „This place about to blow“ aus dem Song erklingt. Kesha äußerte auf ihren sozialen Kanälen, dass sie nicht will, dass ihre Musik für solche Zwecke genutzt wird. Sie erklärte, dass man Krieg und Gewalt nicht verharmlosen darf und distanzierte sich von der Botschaft des Videos. Diese Kritik kam, als die USA gemeinsam mit Israel den Iran angriff. Kesha ist nicht die einzige Künstlerin, die sich gegen die unautorisierte Nutzung ihrer Musik durch die Trump-Administration zur Wehr setzt. Zitat: Mir ist zu Ohren gekommen, dass das Weiße Haus eines meiner Lieder auf TikTok verwendet hat, um zu Gewalt anzustacheln und mit Krieg zu drohen. Krieg zu verharmlosen ist widerlich und unmenschlich. Ich billige es absolut NICHT, dass meine Musik genutzt wird, um Gewalt irgendeiner Art zu bewerben oder zu fördern. Kesha

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