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Jugendarbeitslosigkeit explodiert – SPÖ fordert Lehrlingspaket wie in Wien und Kärnten

Jugendarbeitslosigkeit explodiert – SPÖ fordert Lehrlingspaket wie in Wien und Kärnten

Kontrast Redaktion Kontrast Redaktion
in Arbeit & Freizeit
Lesezeit:3 Minuten
10. Juni 2020
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Die Arbeitslosigkeit ist wegen Corona massiv angestiegen. Besonders betroffen sind davon Jugendliche, bei ihnen hat sich die Arbeitslosigkeit mehr als verdoppelt. Die Regierung hat das Problem bis jetzt verschlafen. Die SPÖ fordert ein Lehrlingspaket ähnlich dem von Kärnten und Wien. Damit sollen Jobs für Jugendliche und Ausbildungsstellen für Lehrlinge geschaffen werden, um die fatalen Folgen von Jugend-Arbeitslosigkeit in Österreich verhindert werden.

Die Corona-Krise hat zu Rekord-Arbeitslosigkeit in Österreich geführt. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Arbeitslosigkeit um fast 70 Prozent gestiegen. Am schwersten trifft es aber Jugendliche. Hier hat sich die Anzahl der Arbeitslosen mehr als verdoppelt. Dazu kommt, dass wegen der Krise tausende Lehrstellen fehlen.

Jugend-Arbeitslosigkeit ist besonders gefährlich, nicht nur, weil dadurch die Facharbeiter und Spezialisten, der Zukunft fehlen, sondern auch weil Arbeitslosigkeit in jungen Jahren langfristig zu einem unsicheren Arbeitsleben und psychischen Problemen führt. Die Regierung hat es verabsäumt, Maßnahmen extra für diese Zielgruppe zu setzten. Die SPÖ fordert die Regierung deshalb zum Handeln auf und will, dass zusätzliche Lehrstellen geschaffen werden.

Die Regierung hat beim Kampf gegen Arbeitslosigkeit versagt

Dass so viele Österreicher ohne Jobs sind, hätte nicht sein müssen, sondern ist das Ergebnis der Arbeit der Regierung. Die Hilfen für Unternehmen waren zu niedrig, kamen zu spät und waren ein bürokratischer Hindernislauf. Bei unserem nördlichen Nachbarn kam die Hilfe schneller und war größer. Das Ergebnis: Der Anstieg der Arbeitslosigkeit in Deutschland viel geringer war als in Österreich und das, obwohl Deutschland stärker von der Pandemie betroffen war.

Lehrlinge Arbeitslosigkeit Jugendliche Corona Lehrlingspaket
In Österreich ist die Arbeitslosigkeit viel stärker als in Deutschland. Der Grund ist das schlechte Krisenmanagement der Kurz Regierung. Jugendliche und Lehrlinge sind besonders betroffen.

Besonders bei der Arbeitslosigkeit unter Jugendlichen hat die Regierung verabsäumt, tätig zu werden. Der Lehrlings-Bonus von 2.000 Euro für ausbildende Unternehmen, ist mehr ein PR-Gag als eine Maßnahme, die wirklich die hohe Jugendarbeitslosigkeit reduziert.

SPÖ fordert Lehrlingspaket gegen Jugendarbeitslosigkeit

Während die Regierung untätig bleibt, fordert die SPÖ ein massives Lehrlingspaket, um junge Menschen aus der Arbeitslosigkeit zu holen. Die wichtigsten Maßnahmen des Pakets sind mehr überbetriebliche Lehrstellen und eine Wiedereinführung der Ausbildungsgarantie bis 25.

Mit Ausbildungsgarantie hatte jeder Österreicher unter 25 das Recht auf eine Berufsausbildung. Diese Garantie wäre in der Corona-Krise eine zentrale Maßnahme, um Jugendliche aus der Arbeitslosigkeit und in eine Ausbildung zu bekommen. Die erste Kurz-Regierung hat die Ausbildungsgarantie aber 2019 abgeschafft, was sich in der Krise als Fehler herausstellt.

Durch den Ausbau von überbetrieblichen Lehrstellen können trotz Krise Lehrlinge ausgebildet werden. Wenn aktuell Betriebe nicht in der Lage sind Lehrlinge aufzunehmen, werden diese zuerst in Kooperation mit Unternehmen in Schulungseinrichtungen ausgebildet und schließen entweder dort ihre Lehre ab oder wechseln im Laufe ihrer Ausbildung in einen Betrieb.

„Unser gemeinsames Ziel von Politik und Wirtschaft muss sein, dass jeder suchende Jugendliche im Herbst eine Lehrstelle bekommt.“, fordert SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner.

Lehrlinge: Vorbild Wien und Kärnten

Wie ein derartiges Paket umgesetzt werden kann, zeigen Wien und Kärnten. Wien nimmt 10 Millionen Euro für überbetriebliche Lehrwerkstätten in die Hand. Zusätzlich werden weitere 7 Millionen investiert, die benutzt werden, um direkt auf arbeitslose Jugendliche ohne fertige Ausbildung zuzugehen und sie in Lehren oder ähnlichen Ausbildungen unterzubringen.

Kärnten steckt ebenfalls Geld in die überbetriebliche Lehrausbildung und hat außerdem die Anzahl der Lehrstellen in der Landesverwaltung und den Gemeinden erhöht. Zusätzlich forciert Kärnten die Lehre mit Matura.

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