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14,5 Mrd. Euro: Schenkungen stiegen 2024 in Österreich um 45 % auf neuen Rekordwert

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Schenkungen (Quelle: Unsplash+, chatgpt)

Schenkungen (Quelle: Unsplash+, chatgpt)

Sarah Hammerschmid Sarah Hammerschmid
in Reichtum & Macht, Wirtschaft und Finanzen
Lesezeit:3 Minuten
26. Juni 2025
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Aktuelle Zahlen aus dem Finanzministerium zeigen: Im Jahr 2024 haben Österreicher:innen Vermögenswerte im Umfang von über 14,5 Milliarden Euro verschenkt – das übersteigt selbst den Rekordwert vom letzten Jahr von knapp über 10 Mrd. Euro. Es wurde außerdem deutlich mehr Bargeld verschenkt. Die Höhe der Schenkungen ist zudem sehr ungleich verteilt. Vor allem sehr reiche Menschen verschenken immer mehr Vermögen. Sie profitieren besonders davon, dass es keine Schenkungssteuer gibt. 

Besonders viele Schenkungen in bar

Im vergangenen Jahr verschenkten die Österreicher:innen 13,66 Milliarden Euro an ihre Familie und Freunde – so viel wie noch nie. Das zeigen aktuelle Zahlen aus dem Finanzministerium, die Kontrast vorliegen. Besonders häufig wurden Bargeld und Unternehmensanteile übertragen.

Mit rund 5,06 Milliarden Euro entfiel der größte Einzelposten auf Bargeld.

Die größte einzelne Bargeldschenkung im Jahr 2024 machte satte 660 Millionen Euro aus. Anteile an Unternehmen wurden im Wert von rund 6,67 Milliarden Euro verschenkt. Auch Kapitalforderungen, wie Darlehen oder Kredite (1,71 Mrd. Euro), bewegliches Vermögen, wie Autos, Möbel, Kunstwerke oder Schmuck (312 Mio. Euro) und immaterielle Werte, wie Patente oder Lizenzen (397 Mio. Euro) wurden verschenkt. In 1.193 Fällen wurden ganze Betriebe übergeben – mit einem Gesamtwert von rund 205 Millionen Euro.

Schenkungen 2013 - 2024 (Quelle: Flourish)

13,66 Mrd. Euro: Großteil der Schenkungen innerhalb der Familie

Das meiste Vermögen wird innerhalb der eigenen Familie verschenkt. 27.458 Schenkungen in der Höhe von 13,66 Milliarden Euro wurden zwischen Verwandten gemeldet. Zwischen nicht verwandten Personen wurden 4.934 Vermögensübertragungen gemeldet, die zusammen rund 867 Millionen Euro ausmachten. Schenkungen zwischen nicht verwandten Personen machen also nur einen Bruchteil des Gesamtwertes aus.

Ungleiche Vermögensverteilung zeigt: Wenige Reiche schenken große Vermögenswerte

Der Medianwert einer Schenkung lag im Jahr 2024 bei genau 100.000 Euro – das bedeutet, die Hälfte aller gemeldeten Schenkungen war niedriger, die andere Hälfte höher. Der Durchschnittswert lag mit rund 456.000 Euro aber deutlich darüber. Der Grund dafür sind einige extrem große Einzelübertragungen, etwa Firmenanteile im Wert von mehreren hundert Millionen Euro.

Während viele Menschen nur kleinere Beträge oder Vermögensgegenstände weitergeben, schenken besonders reiche Personen große Vermögenswerte, wie Unternehmensbeteiligungen oder Kapitalforderungen. Dadurch entsteht ein Durchschnittswert, der weit über dem Median liegt – das ergibt ein deutliches Bild von der ungleichen Vermögensverteilung in Österreich.

Von fehlender Schenkungssteuer profitieren vor allem Superreiche

In Österreich müssen zwar größere Schenkungen gemeldet werden, sind aber nicht steuerpflichtig. Davon profitieren vor allem Superreiche, die Millionenbeträge in Form von Firmenanteilen, Kapitalforderungen oder Immobilien an ihr engstes Umfeld weiterschenken. Ähnlich verhält es sich mit der Erbschaftssteuer. Während es diese in der Mehrheit der EU-Länder gibt, ist das in Österreich nicht der Fall. Hierzulande können auch auf diese Weise enorm hohe Summen steuerfrei vererbt werden.

Hohe Schenkungen als Resultat von Pensionierungen und Steuervermeidung

Es gibt vor allem zwei Gründe für die seit letztem Jahr anhaltenden Rekordzahlen an Schenkungen: Die geburtenstarken Jahrgänge, die sogenannten „Babyboomer„, bereiten sich zunehmend auf ihren Ruhestand vor. Viele schenken ihr Vermögen rechtzeitig weiter. Zugleich deutet vieles darauf hin, dass manche Vermögensübertragungen bewusst jetzt erfolgen – aus Sorge, dass es in Zukunft zu Abgaben kommen könnte, etwa durch die Einführung einer Erbschafts- oder Schenkungssteuer. Konkrete Gesetzespläne gibt es in Österreich derzeit nicht.

Parlament Das Thema "Schenkungen" im Parlament

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1 Kommentar
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Peter
Peter
5. Juli 2025 18:23

Leider sind die Zahlen im Diagramm fast unlesbar. Für 2024 ergibt sich das eine Schenkung etwa 440.000 Euro im Durchschnitt entsprochen hat, und somit weniger als ein Lotto-Gewinn ausmacht.
–
Warum auf die Betriebe gedroschen wird ist nicht nur unverständlich sondern unverantwortlich. Bei den 1.193 Betrieben mit einem Gesamtwert von 205.000.000 Euro sind das pro Betrieb 171,836 Euro.
–
Das ist ein ganz klares Zeichen dafür das es sich bei den meisten um kleinere bis mittlere Familienunternehmen handelt, hier muss man froh sein, das diese weiter geführt werden, und das sich wer findet der Bereit ist diese weiter zu Betreiben.
–
Auf diese Betriebe zu Dreschen, Prügeln und ein Hexenjagd zu inszenieren, so etwas ist nur mehr noch Verrückt! So etwas schadet dann auch dem Wirtschaftsstandort Österreich, derartige Diskussionen sind alles andere als Verdauungsfördernd.
–
Genauso wie die 4.934 Schenkungen die in Summe 867.000.000 Euro ausmachen, was dann pro Schenkung 175.719,50 Euro sind, selbst gäbe es eine Erbschaft und Schenkungssteuer, würden diese Schenken genau so wenig wie die Restlichen im Kommentare erwähnten Schenkungen unter dieser Steuer Fallen, da der Wert von 1.000.000 Euro deutlich unterschritten wird.
–
Oder will die Redaktion damit eine Erbschaftssteuer für alle fordern, und somit auch für den klassischen Häuselbauer, was bisher von der SPÖ selbst strikt abgelehnt wurde.
–
Selbst bei den Großschenkungen steckt der Teufel im Detail, wenn Objekte wie Schlösser, Kunstwerke und Firmen am intentionalen Markt verkauft werden um die Steuer begleichen zu können, dann wird der Satan im wahrsten Sinn des Wortes mit dem Teufel ausgetrieben. Ein Horrorscenario und Alptraum für die Republik.
–
Wenn man sich den Mittelwert von 8 Milliarden ansieht, und es eine Steuersatz von 25 Prozent gibt, sind das 2 Milliarden die lukriert werden können, ich bin sicher wenn all jenes davon noch abgezogen wird was unter die Grenze von 1 Million Euro fällt, das weit weniger als 1 Milliarde daraus lukriert werden kann. Das reicht dann nicht mal dafür aus das dämliche Loch das der Wiener U2/U5 Komplex zu stopfen. Und dieses dämliche Loch das keine Sau braucht hat die Gemeinde Wien unter der SPÖ Regierung zu verantworten.
–
Das Niveau derartiger Artikel kratzen schon sehr an jenem von Russian Today.
–
Traurig das man sich nicht mal mehr den Anschein einer Mühe gibt, seriös zu sein.

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