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Kontrast
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Keine Panik, aber Solidarität: Wir müssen ältere Menschen vor Corona schützen

Kontrast Redaktion Kontrast Redaktion
in Gesundheit
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10. März 2020
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Die Regierung verkündet drastische Maßnahmen, um die Ausweitung des Coronavirus einzudämmen. Universitäten bleiben geschlossen, Großveranstaltungen werden abgesagt. Ist jetzt Zeit zur Panik? Nein – aber zur Solidarität miteinander. Denn eine Ansteckung gefährdet nicht alle gleich. Trotzdem müssen wir uns alle gleichermaßen vor Übertragung schützen.

Am Dienstag treten mehrere Verordnungen inkraft, die das Coronavirus eindämmen sollen. Großveranstaltungen sind ab 100 Menschen bei Indoor-, ab 500 Menschen für Outdoor-Veranstaltungen untersagt. An den Fachhochschulen und Unis finden keine Lehrveranstaltungen mehr mehr statt. Unternehmen sollen Arbeiten von zu Hause ermöglichen und Einreisen aus Italien darf nur, wer ein ärztliches Attest vorweisen kann.

„Die heute vorgestellten Maßnahmen der Regierung sind ein wichtiger und notwendiger Schritt im Sinne der Gesundheit der Menschen in Österreich. Jetzt gilt es, gemeinsam und solidarisch das Virus zu bekämpfen“, so Pamela Rendi-Wagner, SPÖ-Chefin und Gesundheitsexpertin.

Man dürfe das Virus nicht mehr auf die leichte Schulter nehmen. Sowohl die Übertragungs- als auch die Todesrate steigen seit Ende Jänner exponentiell. Doch gefährdet sind nicht alle gleich.

Im Vergleich zu 10- bis 50-Jährigen steigt die Gefahr eines tödlichen Krankheitsverlaufs ab 50 um ein Sechsfaches. Ab 70 gilt man als besonders gefhrdert, ab 80 steigt die Gefahr sogar um mehr als das 70-Fache.

„Bei älteren Menschen kann der Krankheitsverlauf zu schwerwiegenden Problemen führen. Deshalb muss deren Schutz nun oberste Priorität haben! Wir müssen nun zusammenhelfen, damit sich unsere älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger nicht anstecken“, sagt Rendi-Wagner.

Für Junge nicht lebensgefährlich

Während das Virus in der jüngeren Bevölkerung einen „Durchseuchungszug“ startet, sich also – oft unbemerkt – von Träger zu Träger verbreitet, können wir ältere Menschen noch nicht durch eine Impfung schützen. Für die jüngere Bevölkerung ändert sich derweil nicht viel: Man wird durchinfiziert, ist aber gegenüber den Gefahren immun ist. Dann wird es wie bei jeder Grippewelle wieder zur Beruhigung kommen.

„Bei jüngeren Menschen oder Menschen mittleren Alters, die keine chronischen Erkrankungen haben, zeigt sich derzeit meist ein Krankheitsverlauf wie bei einer Grippe“, so Rendi-Wagner. Und weiter:

„Der Schutz besonders gefährdeter Personengruppen, von chronisch kranken und älteren Menschen, muss unsere oberste Priorität haben“.

Wie können wir einander schützen?

Die Entwicklungen der letzten Tage in Italien, aber auch in Österreich, verlangen neue Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus. „Wir müssen jede Möglichkeit, die die Ausbreitung des Virus verlangsamt, nützen“, sagt Rendi-Wagner.

„Weil sich das Virus besonders bei großen Menschenansammlungen verbreitet, ist es notwendig, Großveranstaltungen für eine bestimmte Zeit auszusetzen.“

Die Epidemiologin empfiehlt außerdem, öffentliche Verkehrsmittel nach Möglichkeit zu meiden. Neben den allgemeinen Hygienevorschriften hilft in der Grippezeit häufiges Händewaschen und vor allem Selbstdisziplin beim ins Gesicht fassen. Denn so passiert die Übertragung.

Diese Regeln werden noch länger gelten. Denn es gilt auch, die Sommer-Welle von der älteren Bevölkerung fernzuhalten.

Geplante Familienfeiern sollte man verschieben. Die Kinder sollten bis September oder Oktober nicht mehr von den Großeltern betreut werden. Denn sie stecken sich leicht in Schulen und Kindergärten an und übertragen das Virus. Stattdessen sollte man für Oma und Opa einkaufen, damit die nicht mehr in den Supermarkt müssen.

Wie erkläre ich das den Großeltern?

Die wirklich betroffenen sind Menschen über 70 – und gerade für ältere Menschen ist es oft schwierig, Einschränkungen zu akzeptieren. Niemand darf die eigene Verantwortung hier unterschätzen. Jede Familie muss Verantwortung übernehmen. Auch wenn das heißt, dass das soziale Leben eine zeitlang pausieren muss

Wie wichtig es ist, auf unnötige Kontakte zu verzichten, besonders wenn man zur Risikogruppe gehört, zeigen Studien. An der Technischen Universität Wien hat man berechnet, was passiert, wenn ältere Menschen ihre sozialen Kontakte einschränken – und was passiert, wenn sie das nicht tun:

„Wenn man die Anzahl der Kontakte nur um 25 % reduziert, sinkt die Höhe des Peaks auf 58 % ab, würde man sie um 50 % reduzieren sinkt der Peak auf unter 30 %.“

Spitzen einbremsen heißt Leben retten

Die Daten zeigen: Die Gesamtzahl der Übertragungen lässt sich nicht einschränken. Umso weniger Menschen allerdings gleichzeitig krank sind, desto besser sind diese versorgt. Denn die Kapazitäten der Gesundheitsversorgung sind schlicht begrenzt. Es gibt nur eine gewisse Anzahl an Ärztinnen, Krankenpflegern, Betten und Beatmungsgeräten in den Krankenhäusern.

Umso weniger Menschen gleichzeitig intensive Betreuung brauchen, desto mehr Menschen überleben die Krankheit.

„Das Ziel ist ein möglichst flacher Verlauf mit einem möglichst niedrigen Spitzenwert, bevor die Zahlen dann wieder zurückgehen. Bei einer milderen Epidemie, die länger dauert, sterben meist deutlich weniger Menschen als bei einem heftigen Ausbruch, der rascher wieder vorbei ist.“

Übertragung bei Coronavirus: Maßnahmen schützen GEsundheitssystem und retten Leben

„Egoismus bringt niemanden etwas“

Die Umsicht gilt allerdings nicht nur für ältere Verwandte und Bekannte. Niki Popper von der TU Wien mahnt auch sonst zum solidarischen Umgang miteinander. „Was wir jetzt in erster Linie brauchen ist Solidarität, sowohl regional als auch zwischen verschiedenen Ländern“, betont

„Egoismus bringt niemandem etwas. Wir hören von Krankenhäusern, in denen Mundschutzmasken gestohlen werden. Genau das ist das Verhalten, das Menschenleben gefährdet.“

Weitere Informationen zum Coronavirus

finden Sie unter Coronavirus: Symptome, Übertragung und Behandlung – alle Informationen

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Karl Stojka wurde 1931 in Wampersdorf in Niederösterreich geboren – als Sohn einer Lovara-Roma-Familie. Er wuchs reisend auf, lebte mit seiner Familie in Zelten und Wagen, bis das NS-Regime diese Lebensweise brutal beendete. 1943 wurde Stojka mit seiner Familie deportiert. Er überlebte mehrere Konzentrationslager, darunter Auschwitz, Buchenwald und Flossenbürg. Viele seiner Angehörigen wurden ermordet. Nach dem Krieg kehrte er nach Wien zurück und versuchte, sich ein neues Leben aufzubauen – in einem Land, das die Verfolgung der Roma lange verdrängte. Erst Jahrzehnte später begann Stojka, über seine Erfahrungen zu sprechen. Er wurde zu einer wichtigen Stimme der Erinnerung: als Zeitzeuge, als Aktivist und als Künstler. In seinen Bildern verarbeitete er das Erlebte – eindringlich und farbgewaltig, oft schmerzhaft direkt. Gleichzeitig engagierte er sich für die Anerkennung der Roma und Sinti als Opfer des Nationalsozialismus in Österreich. Karl Stojka wurde so zu einer zentralen Figur der österreichischen Erinnerungskultur. Zitat: Nicht Hitler, Göring, Goebbels, Himmler und wie sie alle heißen, haben mich verschleppt und geschlagen. Nein, es war der Schuster, der Nachbar, der Milchmann. Sie haben eine Uniform bekommen, eine Binde und eine Haube - und dann waren sie die Herrenrasse. Karl Stojka
Karl Stojka wurde 1931 in Wampersdorf in Niederösterreich geboren – als Sohn einer Lovara-Roma-Familie. Er wuchs reisend auf, lebte mit seiner Familie in Zelten und Wagen, bis das NS-Regime diese Lebensweise brutal beendete. 1943 wurde Stojka mit seiner Familie deportiert. Er überlebte mehrere Konzentrationslager, darunter Auschwitz, Buchenwald und Flossenbürg. Viele seiner Angehörigen wurden ermordet. Nach dem Krieg kehrte er nach Wien zurück und versuchte, sich ein neues Leben aufzubauen – in einem Land, das die Verfolgung der Roma lange verdrängte. Erst Jahrzehnte später begann Stojka, über seine Erfahrungen zu sprechen. Er wurde zu einer wichtigen Stimme der Erinnerung: als Zeitzeuge, als Aktivist und als Künstler. In seinen Bildern verarbeitete er das Erlebte – eindringlich und farbgewaltig, oft schmerzhaft direkt. Gleichzeitig engagierte er sich für die Anerkennung der Roma und Sinti als Opfer des Nationalsozialismus in Österreich. Karl Stojka wurde so zu einer zentralen Figur der österreichischen Erinnerungskultur. Zitat: Nicht Hitler, Göring, Goebbels, Himmler und wie sie alle heißen, haben mich verschleppt und geschlagen. Nein, es war der Schuster, der Nachbar, der Milchmann. Sie haben eine Uniform bekommen, eine Binde und eine Haube - und dann waren sie die Herrenrasse. Karl Stojka

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Karl Stojka wurde 1931 in Wampersdorf in Niederösterreich geboren – als Sohn einer Lovara-Roma-Familie. Er wuchs reisend auf, lebte mit seiner Familie in Zelten und Wagen, bis das NS-Regime diese Lebensweise brutal beendete. 1943 wurde Stojka mit seiner Familie deportiert. Er überlebte mehrere Konzentrationslager, darunter Auschwitz, Buchenwald und Flossenbürg. Viele seiner Angehörigen wurden ermordet. Nach dem Krieg kehrte er nach Wien zurück und versuchte, sich ein neues Leben aufzubauen – in einem Land, das die Verfolgung der Roma lange verdrängte. Erst Jahrzehnte später begann Stojka, über seine Erfahrungen zu sprechen. Er wurde zu einer wichtigen Stimme der Erinnerung: als Zeitzeuge, als Aktivist und als Künstler. In seinen Bildern verarbeitete er das Erlebte – eindringlich und farbgewaltig, oft schmerzhaft direkt. Gleichzeitig engagierte er sich für die Anerkennung der Roma und Sinti als Opfer des Nationalsozialismus in Österreich. Karl Stojka wurde so zu einer zentralen Figur der österreichischen Erinnerungskultur. Zitat: Nicht Hitler, Göring, Goebbels, Himmler und wie sie alle heißen, haben mich verschleppt und geschlagen. Nein, es war der Schuster, der Nachbar, der Milchmann. Sie haben eine Uniform bekommen, eine Binde und eine Haube - und dann waren sie die Herrenrasse. Karl Stojka
Karl Stojka wurde 1931 in Wampersdorf in Niederösterreich geboren – als Sohn einer Lovara-Roma-Familie. Er wuchs reisend auf, lebte mit seiner Familie in Zelten und Wagen, bis das NS-Regime diese Lebensweise brutal beendete. 1943 wurde Stojka mit seiner Familie deportiert. Er überlebte mehrere Konzentrationslager, darunter Auschwitz, Buchenwald und Flossenbürg. Viele seiner Angehörigen wurden ermordet. Nach dem Krieg kehrte er nach Wien zurück und versuchte, sich ein neues Leben aufzubauen – in einem Land, das die Verfolgung der Roma lange verdrängte. Erst Jahrzehnte später begann Stojka, über seine Erfahrungen zu sprechen. Er wurde zu einer wichtigen Stimme der Erinnerung: als Zeitzeuge, als Aktivist und als Künstler. In seinen Bildern verarbeitete er das Erlebte – eindringlich und farbgewaltig, oft schmerzhaft direkt. Gleichzeitig engagierte er sich für die Anerkennung der Roma und Sinti als Opfer des Nationalsozialismus in Österreich. Karl Stojka wurde so zu einer zentralen Figur der österreichischen Erinnerungskultur. Zitat: Nicht Hitler, Göring, Goebbels, Himmler und wie sie alle heißen, haben mich verschleppt und geschlagen. Nein, es war der Schuster, der Nachbar, der Milchmann. Sie haben eine Uniform bekommen, eine Binde und eine Haube - und dann waren sie die Herrenrasse. Karl Stojka

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