Hier können Sie die AI-generierte Audioversion dieses Artikels anhören.
Windräder sind eines der größten Reizthemen der FPÖ. Glaubt man den Freiheitlichen, sind sie eine Gefahr für die Landschaft, für Vögel, unsere Gesundheit und würden ohnehin kaum Strom produzieren. FPÖ-Politiker torpedieren mit allen Kräften Vorhaben, neue Windräder zu errichten. Mit welchen Schauermärchen zieht die FPÖ ins Feld – und was ist dran an ihren gängigsten Behauptungen? Hier ein Faktencheck.
Energiewende ist relevant für Unabhängigkeit und am Ende auch für nationale Sicherheit
Im Energiesektor ist Österreich weiterhin von fossilen Energien abhängig. „Na und?!“, meinte dazu FPÖ-Abgeordneter Axel Kassegger im April 2026, als es im Parlament um die Energiewende ging. Was er nicht erwähnt: Es geht in dieser Frage auch darum, von welchen Ländern man dadurch abhängig ist. In einer krisengebeutelten Welt, deren Großmächte von Autokraten regiert werden, kann das für ein kleines Land wie Österreich zum großen Problem werden.
Je mehr sich ein Land selbst mit Energie versorgen kann, desto unabhängiger und krisenfester ist es. Der Weg dorthin führt über mehr erneuerbare Energien.
Laut Österreichischer Energieagentur stammen 59 Prozent des heimischen Energiebedarfs aus fossilen Energieträgern. Erdölprodukte sind dabei mit 35 Prozent der größte Einzelposten beim Endverbrauch. Erneuerbare Energien decken insgesamt demnach rund 41 Prozent. Es ist also viel Luft nach oben.
Aktuell stehen in Österreich (Stand Jänner 2026) 1.447 Windräder. Sie versorgen über 2 Millionen Haushalte mit Strom. Oder anders berechnet: Sie decken etwa 13 Prozent des österreichischen Strombedarfs.
Da ginge doch noch mehr, oder? Erneuerbare-Energie-Kraftwerke sind günstiger im Bau, sie brauchen keine Brennstoffe und verursachen weniger Personalkosten. Das heißt: Sie liefern den billigsten Strom. Die Energiewende, rechnet der Ökonom Nikolaus Kowall vor, ist günstiger als wir alle glauben. Es verwundert daher nicht, dass sich 58 Prozent der Menschen in Österreich einen rascheren Ausbau von erneuerbaren Energien wünschen.
Doch die FPÖ zieht gegen Windräder in den Kampf, wie man es aus dem Roman Don Quijote kennt. Die FPÖ hält sich für einen stolzen Ritter, der gegen die Windräder anreitet, weil er sie für gefährliche Riesen hält.
Für Herbert Kickl sind diese Kraftwerke bloß eine „sinnlose Verschandelung der Landschaft“. Doch nicht nur der blaue Parteichef, auch seine Freunde in der zweiten und dritten Reihe der Partei stimmen mit ein.
„Windrad-Mafia“, „Verschandelung“, „Fliegenschiss“ – wie FPÖler gegen Windräder wettern
FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker fantasiert von der „Windrad-Mafia“. In Tirol warnt Gerald Hauser vor einem „Anschlag auf unsere Almen, unsere Kultur und unsere Identität.“ Außerdem behauptet er, von Windrädern erzeugter Infraschall könne Schlafstörungen, Herzrasen oder Angstzustände auslösen.
In Oberösterreich bezeichnet Manfred Haimbuchner 100 Windräder als „Fliegenschiss“, die nichts bewirken würden. Faktisch können 100 Windräder übrigens 300.000 Haushalte ein Jahr mit Strom versorgen – also fast die Hälfte aller Privathaushalte in Oberösterreich.

Die FPÖ-Jugend verbindet Anti-Windkraft-Propaganda mit rassistischen Bildern und Erzählungen. 2024 tauchten an Schulen „Bilderbücher“ auf, in denen vor Windrädern gewarnt wird, weil sie heimische Vögel gefährden – und daraufhin „Wüstengeier“ ins Land kämen, die sich „nehmen, was sie können“.
Die Behauptungen und Angst-Geschichten der FPÖ sind wiederkehrend. Wir haben sie gesammelt und einem Faktencheck unterzogen!
Der große Faktencheck: Was ist dran an der Anti-Windrad-Propaganda der FPÖ?
Kärnten: Anti-Windrad-Kampagnen gefährden Energiewende-Projekte, die in Planung sind
Die Häme und das Schüren von Ängsten vor Windrädern haben Folgen. Sie münden in regelrechten Kampagnen, die Parteien und sonstige Windkraft-Gegner in Gemeinden durchführen – mit dem Ziel, Windkraft-Projekte zu verhindern oder zu Fall zu bringen.
Das zeigt ein Beispiel in Kärnten. Im Jänner 2025 brachte die FPÖ eine Volksbefragung auf den Weg. Die Fragestellung war: „Soll zum Schutz der Kärntner Natur die Errichtung weiterer Windkraftanlagen auf Bergen und Almen in Kärnten landesgesetzlich verboten werden?“ Das monatelange Wettern gegen Windräder führte dazu, dass sich 52,55 Prozent der Befragten gegen weitere Anlagen ausgesprochen haben.
Das hätte ein Totalverbot neuer Windräder und Windparks bedeutet. Doch im Dezember desselben Jahres hob der Verfassungsgerichtshof das Ergebnis auf. Die Frage, so das Urteil, war suggestiv und wertend formuliert. Folgen hatte diese Volksbefragung dennoch – auf die Stimmung im Bundesland und auf die Politik. Die Landesregierung hat Windkraft-Zonen beschlossen. Das Bestimmen solcher Zonen wird als restriktiv eingeschätzt: 50 Windräder in insgesamt vier Zonen.
In Oberösterreich hat man den Windrad-Ausbau gebremst
Ist die FPÖ selbst in Regierungsverantwortung, geht sie den Umweg über Volksbefragungen erst gar nicht. Wie in Oberösterreich.
Auf Basis einer EU-Richtlinie müssen Mitgliedsstaaten für den Ausbau erneuerbarer Energien sogenannte „Beschleunigungsgebiete“ ausmachen, in denen zum Beispiel Windräder aufgestellt werden können. Energieträger und Investoren wüssten dann schnell, was wo möglich ist. Doch in Oberösterreich ging die FPÖ einen anderen Weg. Unter Manfred Haimbuchner, Landesrat für Raumordnung und Naturschutz, hat die Landesregierung nämlich auch „neutrale Zonen“ und „Ausschlusszonen“ festgemacht – also: Verbotszonen. Dort dürfen keine Anlagen errichtet werden.
Das Ganze kam 2024 per Verordnung. Das Problem ist, dass sich nun Gemeinden in „Ausschlusszonen“ befinden, in denen Windkraft-Projekte geplant waren. Noch wird über die Auslegung der Verordnung diskutiert. Zum Beispiel Rainbach im Mühlkreis oder Grünbach bei Freistadt. Der Verbund möchte in dieser Gegend bis zu sieben Windräder errichten. Diese würden Strom für 10.000 Haushalte liefern.
Auch 22 geplante Windräder der Windenergie Sandl GmbH stehen auf dem Papier in der Ausschlusszone „Mühlviertel Nord-Ost“. Die Bevölkerung wünscht sich die Windräder. Da die „Zonen“ aber erst 2026 gelten, hat es das „Sandl“-Projekt noch in den Prozess der Umweltverträglichkeitsprüfung geschafft.
@moment_magazinWindräder gehören mittlerweile zum Landschaftsbild Ostösterreichs. Gleichzeitig sorgen sie immer wieder für hitzige Diskussionen. Windradgegner:innen „warnen“ unter anderem vor dem Lärm, den Windräder machen. Wir haben getestet, wie laut ein Windrad wirklich ist. Aber was war da nochmal mit dem Infraschall? Das gesamte Video von Kimija Valadbeigi und Jessica Zekar findet ihr auf unserem Youtube- und auf unserem Peertube-Kanal.
Anti-Windkraft-Kampagnen haben Produktion von hunderten Gigawattstunden Strom verhindert
Eine Auswertung der IG Windkraft für das Magazin „Profil“ hat ergeben: Seit 2024 haben Anti-Windkraft-Agitatoren 38 Windkraft-Anlagen in Österreich torpediert. Das bedeutet: Sie haben das Produzieren von 626 Gigawattstunden Strom verhindert. Mit dieser Menge hätte man den Jahresstrom für alle privaten Haushalte in Linz und Innsbruck produzieren können.
(maximal 5 Antwortmöglichkeiten)






































dann sollte wien schauen das sie die Notwindigen Windräder an der Bevölkerung gemessen aufstellt dann reden wir weiter Nö hat über 800 hundert also dann stellt einmal in Wien 1600 auf geht mit guten Bsp voran
Das ist so dämlich, ich würde mich schämen.
3) Die APG, die das Stromnetz, die Stromverteilung steuert, schrammt täglich mehrmals bei einem Blackout vorbei. Grund : die vielen vielen Einspeiser
2) Die verwendeten Materialien bei Windrädern sind hoch problema – tisch, haben eine schlechte Öko -bilanz und am Ende ihrer Verwen -dungsszeit nicht recyclingfähiger Sondermüll … das ist auch so, wenn es auch die Blauen sagen
1 ) Nicht nur die Abhängigkeit bei Erdöl und Erdgas Importen ist groß, auch die Abhängigkeit bei Orangen-
Importen ist kolossal
Und wenn kein Wind weht, bringen sie gar keinen Strom. xD
Ach, und die steirische FPÖ baut die Windkraft etwa nicht aus?! Und auch in NÖ sieht es nicht wirklich so aus, als ob die FPÖ die Windkraft bremsen würde. Was Geld hereinbringt, finden viele Politiker, unabhängig von der Partei, interessant. Und die Windindustrie hat auch kein Problem damit, wenn die FPÖ ihr Zonen für Windkraftwerke ausweist. Man sollte sich besser informieren, bevor man etwas schreibt!
Dass auch der forcierte Windkraftausbau Teil eines kapitalistischen Systems ist, haben viele Linke anscheinend noch nicht begriffen. Warum verharmlost man die negativen Auswirkungen? Ja, die neueren, höheren Windkraftwerke sind sehr laut! Ja, Windkraftwerke töten Vögel, und wenn sie in Zugvogelrouten stehen, auch fremdländische Tiere, wenn diese in den Süden fliegen. Auch Fledermäuse können durch sie getötet werden, denn sie können ein Barotrauma (Lungen zerplatzen) erleiden. . Das sagen Zoologen, denen glaub ich mehr, als Unternehmern, die damit Geld verdienen, wenn man diese Kraftwerke baut. Was als naturverträglich gepriesen wird, sollte kein einziges Tier töten. Und: Windkraftwerke brauchen Mineralöl, als Schmiermittel. Bei agrarheute gibt’s den Artikel: „Windräder brauchen Diesel und Mineralöl für den Betrieb – Fake News oder Wahrheit?“ Die Menschheit und besonders ihre stromhungrige Industrie muss weniger Energie verschwenden und die Energieeffizienz muss erhöht werden. Denn sonst brauchen wir immer mehr Kraftwerke und zerstören immer noch mehr Natur und rauben auch uns selbst weitere bisher ruhig gebliebene, nicht industrialisierte Flächen (im Gebirge z.B.). Eine Frechheit ist auch, dass man diese Kraftwerke in den Wald oder auf eine ruhige Almwiese bauen will – hat jemand schon ein Gaskraftwerk im Wald gesehen? Nein, wohl kaum! Das ist keine Alternative, das ist ein Irrweg!
Energiewände ? Die fPö glaubt ?
Fakten statt Glauben, Genossen !