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Autor der FPÖ-Zeitschrift „Zur Zeit“: „Die meisten Menschen sind Abfall“

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Autor der FPÖ-Zeitschrift „Zur Zeit“: „Die meisten Menschen sind Abfall“

Kathrin Glösel Kathrin Glösel
in Nachrichten
Lesezeit:3 Minuten
13. Dezember 2018
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Georg Nagel schreibt für das FPÖ-Magazin „Zur Zeit“. Die Aufarbeitung der Verbrechen des Nationalsozialismus und Erinnerungspolitik beschreibt er als „Geiselhaft“. Er schimpft über Medien und Migranten. Auf Facebook ist er noch rabiater – dort träumt er von einem „offenen Krieg“, weil der Friede unsere Kultur „zersetze“.

„Die meisten Menschen sind Abfall ohne jede Kultur. ‚Menschenrechte‘ sind also Rechte für Müll.“ (Georg Nagel, Facebook)

„Unser größtes Problem ist, dass wir schon zu lange keinen offenen Krieg mehr erlebt haben. Jede Hochkultur geht am zersetzenden Frieden kaputt.“ (Georg Nagel, Facebook)

Männer und Frauen, die muslimisch sind und Kinder bekommen, betreiben laut Nagel „Geburten-Dschihad„. In einem Artikel über Brasilien wundert er sich, dass Menschen als „weiß“ gelten, obwohl sie gar nicht echte „Weiße“ sind, weil ihre Abstammung doch eine andere und sie „vermischt“ seien. Und über Frauen der Grünen meint er, die müssen sich freuen, wenn ein Mann sie sexuell belästigt.

Screenshot Facebook

Nagel bezeichnet sich als „freisinnigen Journalist„. Was er darunter versteht, zeigen seine Facebook-Postings. Das ehemalige Aushängeschild der gescheiterten Pegida in Wien hat nicht nur ein verachtendes Menschenbild, sondern ist offenbar traurig, keinen Krieg erlebt zu haben, wie Screenshots belegen:

Georg Nagel ist kein Unbekannter – vor allem nicht für die FPÖ. Denn für das Wochenmagazin „Zur Zeit“ darf Nagel regelmäßig schreiben. Die Seiten dort füllt er mit Attacken auf Journalisten und Andersdenkende. Für Jair Bolsonaro, der sich als Präsident Brasiliens für Folter und für Gewalt gegen Homosexuelle ausspricht und eine „Säuberung“ des Landes von Linken angekündigt hat, findet Nagel hingegen nette Worte.

„Zur Zeit“, 48/2018, S. 22

Wo Nagel noch schreiben darf

Dass Nagel am rechten Rand angesiedelt ist, zeigen weitere Publikationen. Nagel schreibt nämlich auch für den „Eckart“, die Zeitschrift der rechtsextremen Österreichischen Landsmannschaft. Der „Eckart“ veröffentlicht auch schon mal „Anschlusspropaganda“ und beklagt, dass Österreichs als von Deutschland unabhängiges Land existiert.

Screenshot von Facebook

„Zur Zeit“ als Bindeglied hin zum Rechtsextremismus

Und was ist das für eine FPÖ-Zeitschrift, für die Nagel schreibt? „Zur Zeit“ wurde 1997 von Andreas Mölzer, der damals für die FPÖ im Nationalrat war, gegründet. Das Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (DÖW) beschreibt es als „publizistisches Bindeglied zwischen Konservativismus und Rechtsextremismus“. Herausgeber ist bis heute Andreas Mölzer.

„Zur Zeit“ hat im Oktober 2018 einen Text publiziert, der eine „faschistische Vision“ für Österreich beschrieben hat: Mehr bewaffnete Bürger, Angriffe auf Journalisten und Lehrer. Nach Kritik am Text distanziert sich die Redaktion vom Autor. Andreas Mölzer hat erklärt, es sei alles nur „ein Versehen“ gewesen, der Text sei „reingerutscht“. Das ist unglaubwürdig, denn das FPÖ-Organ hatte den Text auch prominent am Titelblatt angekündigt. Die FPÖ in der Person Martin Graf hat „Zur Zeit“ mit einem eigenen „Medienpreis“ ausgezeichnet.

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2 Comments
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… Abfall?
… Abfall?
21. Januar 2019 06:23

Rostige Nägel sind Schrott!

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Ganz besonders
1. Januar 2019 16:37

dieser Nagel.
https://youtu.be/mb8bju1Ju4w?t=22

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Menschenrechte

Menschenrechte sind Rechte, die jedem Mensch zustehen – aus dem alleinigen Grund, dass er oder sie ein Mensch ist. Menschenrechte gelten für jeden Menschen (Gleichheitsaspekt) und gelten überall auf der Welt. Es dürfen keine Unterschiede nach Hautfarbe, Geschlecht, Religion, Herkunft, politischer Überzeugung oder aus anderen Gründen gemacht werden. Alle Menschen haben die gleichen Rechte – die Menschenrechte sind daher Gleichheitsrechte und erlauben keine Diskriminierung. Sie werden auch als angeboren, unverletzlich, unveräußerlich und unabhängig von der Staatsangehörigkeit bezeichnet. Der Tag der Menschenrechte wird am 10. Dezember gefeiert. Es ist der Gedenktag zur Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, die am 10. Dezember 1948 durch die Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet wurde.

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