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Nach 5 Jahren Türkis: Österreich schneidet bei „Korruptionsbarometer“ schlecht ab

Der sozialdemokatische EU-Abgeordnete Pierre Larrouturou ist im Hungerstreik für Klima, Gesundheit und Arbeitsplätze

Alina Bachmayr-Heyda Alina Bachmayr-Heyda
in Politik
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15. Juni 2021
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Österreich ist korrupter als der EU-Schnitt. Das ergibt eine neue Umfrage von Transparency International. Dass Österreich in Sachen Korruption so schlecht abschneidet, liegt auch an den jüngsten Ereignissen in der österreichischen Innenpolitik, sagen die Transparenz-Expertinnen und -Experten.

Das „Globale Korruptionsbarometer“ (Global Corruption Barometer, kurz GCB) von Transparency International (TI) schlägt aus: In Österreich gibt es mehr Korruption als im EU-Schnitt. Eine Befragung von 40.600 Menschen in 27 EU-Staaten (903 in Österreich) ergab, dass im offiziellen Österreich sowohl mehr bestochen als auch mehr Freunderlwirtschaft betrieben wird.

„Die Umfrage verdeutlicht, dass Korruption im täglichen Leben für die Bevölkerung in der EU nach wie vor eine große Rolle spielt. Dies sollte den Regierungen zu denken geben. Das Vertrauen der Bevölkerung in Entscheidungsträger ist essenziell für eine funktionierende Demokratie!“, kommentiert Prof.in Eva Geiblinger, Vorstandsvorsitzende von TI-Austria, in einer Stellungnahme.

Korruption in Österreich: Wenig Hoffnung

Die Korruptions-Unkultur sitzt so tief, dass weniger als die Hälfte der Befragten glaubt, etwas gegen Korruption erreichen zu können. Im Rest Europas glauben das immerhin 67 Prozent.

„Österreich liegt in den entscheidenden Umfragekategorien über dem EU-Durchschnitt, leider in negativer Hinsicht. Dies zeigt deutlich, dass sich die jüngsten Ereignisse in der österreichischen Innenpolitik, bei der Bevölkerung eingeprägt haben,“ führt Geiblinger dazu aus. 2017 hatte Österreich nach zwei Jahren Verbesserung im globalen Vergleich wieder Rückschritte gemacht und rutschte auf Rang 17 von Rang 10 im Jahr 2005 weiter ab.

Doch auch der Rest der EU kann sich heuer nicht entspannt zurücklehnen: Fast die Hälfte der Befragten findet, dass ihre Regierungen keine gute Arbeit bei der Bekämpfung von Korruption leisten. Fast jede und jeder Dritte glaubt, dass das eigene Land korrupter wird.

Freunderlwirtschaft, Bestechung, sexuelle „Gegenleistungen“

Besonders beliebt ist in Österreich die „Freunderlwirtschaft“. So nutzt jemand zum Beispiel persönliche Kontakte, um schneller oder besser eine öffentliche Dienstleistung z.B. im Gesundheitssektor, Bildungssektor oder auch Sozialleistungen zu erhalten, erklärt TI. 40 Prozent der befragten Bevölkerung in Österreich hat das in den letzten 12 Monaten gemacht. Damit liegt Österreich deutlich über dem EU-Durchschnitt von 33 Prozent.

Ebenfalls über dem EU-Schnitt liegen die ÖsterreicherInnen, was tatsächliche Bestechung angeht. So sagen neun Prozent, dass sie selbst schon Schmiergeld für eine öffentliche Dienstleistung bezahlt haben. EU-weit sind es durchschnittlich sieben Prozent. Die gleiche Menge an Befragten gab jeweils an, schon einmal für eine Leistung zu einer „Gegenleistung sexueller Natur“ aufgefordert worden zu sein bzw. jemanden zu kennen, dem oder der das passiert ist. Diese Form der „geschlechtsspezifischen Korruption“, bei der Menschen z.B. zu sexuellen Handlungen im Austausch für Dienstleistungen, u.a. im Gesundheits- und Bildungsbereich, gezwungen werden, sollte die Alarmglocken schrillen lassen, sagt Luca Mak, Geschäftsstellenleiter von Transparency International Austria.

Volksbegehren gegen Korruption: Jetzt wendet sich sogar Ex-ÖVP Justizsprecher gegen Kurz

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Karl Stojka wurde 1931 in Wampersdorf in Niederösterreich geboren – als Sohn einer Lovara-Roma-Familie. Er wuchs reisend auf, lebte mit seiner Familie in Zelten und Wagen, bis das NS-Regime diese Lebensweise brutal beendete. 1943 wurde Stojka mit seiner Familie deportiert. Er überlebte mehrere Konzentrationslager, darunter Auschwitz, Buchenwald und Flossenbürg. Viele seiner Angehörigen wurden ermordet. Nach dem Krieg kehrte er nach Wien zurück und versuchte, sich ein neues Leben aufzubauen – in einem Land, das die Verfolgung der Roma lange verdrängte. Erst Jahrzehnte später begann Stojka, über seine Erfahrungen zu sprechen. Er wurde zu einer wichtigen Stimme der Erinnerung: als Zeitzeuge, als Aktivist und als Künstler. In seinen Bildern verarbeitete er das Erlebte – eindringlich und farbgewaltig, oft schmerzhaft direkt. Gleichzeitig engagierte er sich für die Anerkennung der Roma und Sinti als Opfer des Nationalsozialismus in Österreich. Karl Stojka wurde so zu einer zentralen Figur der österreichischen Erinnerungskultur. Zitat: Nicht Hitler, Göring, Goebbels, Himmler und wie sie alle heißen, haben mich verschleppt und geschlagen. Nein, es war der Schuster, der Nachbar, der Milchmann. Sie haben eine Uniform bekommen, eine Binde und eine Haube - und dann waren sie die Herrenrasse. Karl Stojka
Karl Stojka wurde 1931 in Wampersdorf in Niederösterreich geboren – als Sohn einer Lovara-Roma-Familie. Er wuchs reisend auf, lebte mit seiner Familie in Zelten und Wagen, bis das NS-Regime diese Lebensweise brutal beendete. 1943 wurde Stojka mit seiner Familie deportiert. Er überlebte mehrere Konzentrationslager, darunter Auschwitz, Buchenwald und Flossenbürg. Viele seiner Angehörigen wurden ermordet. Nach dem Krieg kehrte er nach Wien zurück und versuchte, sich ein neues Leben aufzubauen – in einem Land, das die Verfolgung der Roma lange verdrängte. Erst Jahrzehnte später begann Stojka, über seine Erfahrungen zu sprechen. Er wurde zu einer wichtigen Stimme der Erinnerung: als Zeitzeuge, als Aktivist und als Künstler. In seinen Bildern verarbeitete er das Erlebte – eindringlich und farbgewaltig, oft schmerzhaft direkt. Gleichzeitig engagierte er sich für die Anerkennung der Roma und Sinti als Opfer des Nationalsozialismus in Österreich. Karl Stojka wurde so zu einer zentralen Figur der österreichischen Erinnerungskultur. Zitat: Nicht Hitler, Göring, Goebbels, Himmler und wie sie alle heißen, haben mich verschleppt und geschlagen. Nein, es war der Schuster, der Nachbar, der Milchmann. Sie haben eine Uniform bekommen, eine Binde und eine Haube - und dann waren sie die Herrenrasse. Karl Stojka

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Karl Stojka wurde 1931 in Wampersdorf in Niederösterreich geboren – als Sohn einer Lovara-Roma-Familie. Er wuchs reisend auf, lebte mit seiner Familie in Zelten und Wagen, bis das NS-Regime diese Lebensweise brutal beendete. 1943 wurde Stojka mit seiner Familie deportiert. Er überlebte mehrere Konzentrationslager, darunter Auschwitz, Buchenwald und Flossenbürg. Viele seiner Angehörigen wurden ermordet. Nach dem Krieg kehrte er nach Wien zurück und versuchte, sich ein neues Leben aufzubauen – in einem Land, das die Verfolgung der Roma lange verdrängte. Erst Jahrzehnte später begann Stojka, über seine Erfahrungen zu sprechen. Er wurde zu einer wichtigen Stimme der Erinnerung: als Zeitzeuge, als Aktivist und als Künstler. In seinen Bildern verarbeitete er das Erlebte – eindringlich und farbgewaltig, oft schmerzhaft direkt. Gleichzeitig engagierte er sich für die Anerkennung der Roma und Sinti als Opfer des Nationalsozialismus in Österreich. Karl Stojka wurde so zu einer zentralen Figur der österreichischen Erinnerungskultur. Zitat: Nicht Hitler, Göring, Goebbels, Himmler und wie sie alle heißen, haben mich verschleppt und geschlagen. Nein, es war der Schuster, der Nachbar, der Milchmann. Sie haben eine Uniform bekommen, eine Binde und eine Haube - und dann waren sie die Herrenrasse. Karl Stojka
Karl Stojka wurde 1931 in Wampersdorf in Niederösterreich geboren – als Sohn einer Lovara-Roma-Familie. Er wuchs reisend auf, lebte mit seiner Familie in Zelten und Wagen, bis das NS-Regime diese Lebensweise brutal beendete. 1943 wurde Stojka mit seiner Familie deportiert. Er überlebte mehrere Konzentrationslager, darunter Auschwitz, Buchenwald und Flossenbürg. Viele seiner Angehörigen wurden ermordet. Nach dem Krieg kehrte er nach Wien zurück und versuchte, sich ein neues Leben aufzubauen – in einem Land, das die Verfolgung der Roma lange verdrängte. Erst Jahrzehnte später begann Stojka, über seine Erfahrungen zu sprechen. Er wurde zu einer wichtigen Stimme der Erinnerung: als Zeitzeuge, als Aktivist und als Künstler. In seinen Bildern verarbeitete er das Erlebte – eindringlich und farbgewaltig, oft schmerzhaft direkt. Gleichzeitig engagierte er sich für die Anerkennung der Roma und Sinti als Opfer des Nationalsozialismus in Österreich. Karl Stojka wurde so zu einer zentralen Figur der österreichischen Erinnerungskultur. Zitat: Nicht Hitler, Göring, Goebbels, Himmler und wie sie alle heißen, haben mich verschleppt und geschlagen. Nein, es war der Schuster, der Nachbar, der Milchmann. Sie haben eine Uniform bekommen, eine Binde und eine Haube - und dann waren sie die Herrenrasse. Karl Stojka

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