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18.000 Familien werden in Krisen nicht mehr beraten

18.000 Familien werden in Krisen nicht mehr beraten

Kontrast Redaktion Kontrast Redaktion
in Gesundheit, Schwarz-Blau, Verteilungsgerechtigkeit
Lesezeit:2 Minuten
19. April 2018
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„Familie gibt Halt, Sicherheit und Geborgenheit in jeder Lebenslage“, ist im ÖVP-FPÖ-Regierungsprogramm zu lesen. Und trotzdem kürzen sie eine Million Euro bei den 400 Familienberatungsstellen in ganz Österreich. 18.000 Familien sind betroffen.

Eine Million Euro wird bei der Familienberatung gekürzt. Mit 8 Prozent weniger müssen die knapp 400 Familienberatungsstellen wirtschaften. Sie sollen die körperliche, soziale und psychische Gesundheit von Familien, Paaren und Kindern in Österreich absichern, so steht es im Gesetz.

Konkret heißt das zum Beispiel, Familien in Krisensituationen zu unterstützen und Konflikte gemeinsam zu lösen, bevor sie eskalieren. Es geht um schnelle, unkomplizierte und kostenfreie Hilfe bei Erziehungsproblemen, bei Streit in der Familie, bei Trennung, aber auch bei Misshandlung und Gewalt in der Familie. Auch bei schulischen Problemen, Arbeitslosigkeit oder Diskriminierung wird geholfen. Die Liste ist lang. Die Berater leisten wichtige Präventionsarbeit.

„Eine Kürzung des Budgets um eine Million Euro ist notleidenden Familien und Menschen gegenüber unverantwortlich.“, sagt Wahala vom Dachverband Familienberatung.

26.000 Beratungsstunden weniger

Der Dachverband Familienberatung erklärt, was die 8% Kürzung tatsächlich bedeuten: 18.000 Familien sind davon betroffen – 26.000 Beratungsstunden müssen eingespart werden. Und das obwohl Studien sagen, dass der Bedarf an Familienberatung kontinuierlich steigt. Dass diese Einsparungen nicht nur auf einer menschlichen Ebene bedenklich sind, weiß Johannes Wahala, vom Dachverband Familienberatung. Auch wirtschaftlich zahlt es sich aus, Geld für schnelle und gute Familienberatung zur Verfügung zu stellen:

„Die volkswirtschaftlichen Kosten mangelnder Unterstützung von Personen in Drucksituationen sind enorm: Psychische Folgeerkrankungen wie Depression, Angst- und Panikstörungen, Erschöpfungssyndrom, Suchtgefährdung, sowie der Zunahme von Aggression und Gewalt sind die Folge.“

Um die psychosoziale Gesundheit in Österreich zu gewährleisten, werden pro Jahr 20 Millionen Euro an Förderungen benötigt, rechnet Wahala vor – jetzt hat die Regierung auf 12,1 Millionen Euro gekürzt.

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Hätte ich nicht selbst so eine kleine Laus,
Hätte ich nicht selbst so eine kleine Laus,
20. April 2018 14:22

würde ich behaupten: Die süßesten Füßchen der Welt.
So aber darf ich das wohl nicht.

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Antworten
Ein liebes Foto:
Ein liebes Foto:
19. April 2018 22:05

Sicher unter einem Kilo, das kenn ich.
https://twitter.com/la_binota?lang=de

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Frauen werden für bewiesene Leistung befördert, Männer für das, von dem wir glauben, dass sie es vielleicht einmal leisten werden. In ihrem neuen Buch Funkenschwestern beschreibt Barbara Blaha, warum Männer im Gegensatz zu Frauen von Geburt an unter einem „Kompetenzverdacht“ stehen – und welche Folgen das in Schule, Beruf und Gesellschaft hat. Im Podcast-Interview mit Kontrast spricht Blaha über die vielen „Lücken“, die das Leben von Frauen mühsamer machen: Die Einkommenslücke, die ungleiche Verteilung von Hausarbeit und Freizeit, schlechter wirkende Medikamente und die Gewalt, die wir als Gesellschaft schlicht in Kauf nehmen, solange sie „nur“ gegen Frauen gerichtet ist. Gleichzeitig richtet Blaha den Blick nach vorne. Feminismus, sagt sie, kann nicht heißen, Männer auszuschließen. Wir müssen sie zu Verbündeten machen. Denn nur so machen wir unsere Gesellschaft gerechter und für alle besser. Zitat: Wir müssen in der Erziehung von Buben darauf achten, dass sie ihre Herzenswärme und den Zugang zu ihren Gefühlen behalten. Buben sollen nicht ihre Empathie verdrängen, weil die angeblich "unmännlich" ist. Barbara Blaha

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