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Lebensmittel um bis zu 80 Prozent teurer – Regierung schaut zu!

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Foto: Unsplash & BKA / Dragan Tatic

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Kontrast Redaktion Kontrast Redaktion
in Teuerung
Lesezeit:2 Minuten
26. Juni 2023
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Die Preise für Strom, Gas und Mieten steigen immer weiter, das Leben wird fast täglich teurer. Das schlägt sich leider auch vor allem beim Einkauf für den täglichen Bedarf nieder. Die Wiener Arbeiterkammer hat erneut die Lebensmittelpreise unter die Lupe genommen. Das Ergebnis zeigt, dass der Einkaufskorb im Vorjahresvergleich um durchschnittlich 17 Prozent mehr kostet. Teurer sind vor allem Pizza, Zucker oder Marmelade geworden – um bis zu 80 Prozent.

Die Arbeiterkammer Wien hat sich in ihrem aktuellen Preismonitoring für Juni 2023 angesehen, um wie viel Geld die Produkte des täglichen Bedarfs im Laufe der letzten 12 Monate teurer geworden sind. Tatsächlich ist der Einkaufskorb mit den 40 wichtigsten Produkten für den täglichen Gebrauch (Lebensmittel, Toilettenartikel, Reinigungsmittel u.a.) um durchschnittlich 17 Prozent teurer geworden als noch im Juni 2022. Kostete der gleiche Warenkorb im Juni 2022 noch knapp 63 Euro, sind es im Juni 2023 schon rund 74 Euro. Dabei haben sich die Preise der verschiedenen Produkte auch unterschiedlich entwickelt: Bei Pizza, Marillenmarmelade oder Zucker muss man beispielsweise deutlich über 70 Prozent mehr zahlen. Bei Kaffee hingegen „nur“ knapp 11 Prozent, bei Bananen 13 Prozent.

Basis der Untersuchung war eine Erhebung der Preise in sieben Wiener Supermärkten und Diskontern.

Produkt inkl. Aktionen Preis Juni 2022 – Juni 2023 in Euro Diff. in %
Pizza Margarita 2,52 – 4,66 + 85
Marillenmarmelade 1,56 – 2,8 + 80
Feinkristallzucker 0,82 – 1,42 +74
Pommes Frites 1,25 – 1,92 + 54
Kartoffeln 0,72 – 1,01 + 40
Fischstäbchen 4,36 – 6,04 + 39
Langkornreis 0,92 – 1,22 + 33
Sonnenblumenöl 2,05 – 2,68 + 31
Käse (Gauda) 5,96 – 7,77 + 30
Zahnpasta 0,65 – 0,93 + 42

Quelle: AK Preismonitor Juni 2023

Wettbewerbshüter untersuchen Lebensmittelpreise

Die Bundeswettbewerbsbehörde schaut sich aktuell die Lebensmittelpreise sehr genau an. Der entsprechende Branchenbericht soll noch dieses Jahr veröffentlicht werden. BWB-Chefin Natalie Harsdorf-Borsch rechnet mit einem „sehr, sehr interessanten“ Bericht. Aktuell befragt die Behörde für ihren Bericht online zusätzlich über 1.500 Lieferanten der vier größten österreichischen Lebensmitteleinzelhändler in Österreich und Deutschland. Der Bericht wird auch deshalb mit Spannung erwartet, weil eine Studie kürzlich gezeigt hat, dass Supermarktpreise in Österreich um 13 Prozent höher sind als in Deutschland. Und zwar direkt an der deutsch-österreichischen Grenze, wo es eigentlich kaum Grund dazu gäbe. Ein Grund dafür könnte vielmehr die Marktmacht heimischer Supermarktketten sein.

Andere Länder haben die MwSt auf Lebensmittel ausgesetzt, ÖVP-Grünen Regierung bleibt untätig

Die SPÖ fordert schon länger, dass die MwSt auf Lebensmittel zeitweise gestrichen werden soll, um die Bevölkerung beim Einkauf der Grundnahrungsmittel zu unterstützen. Vor allem Menschen mit niedrigen Einkommen geben ja einen besonders großen Teil ihres Einkommens im Supermarkt aus. Den Antrag im Parlament haben ÖVP, Grüne und Neos Anfang 2023 abgelehnt. Dabei zeigen Länder wie Portugal vor, dass das geht. Dort hat die Regierung die Mehrwertsteuer auf 44 Grundnahrungsmittel ausgesetzt.

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1 Kommentar
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Thomas
Thomas
28. Juni 2023 16:55

es mangelt der VP/Türkis an Willen zu Maßnahmen, die der Bevölkerung helfen – mit ihr in der Regierung die Grünen.. mit einem BP Van der Bellen – und es fehlt an Kompetenzen. Wenn ich mich richtig erinnere, gibt es ja Parallel-Gesellschaften in den Ministerien, dh die Leute, die fachlich geschult sind und dann das „Kabinett der Partei“. Was mir aber schon zu denken gibt, ist die fehlende Bereitschaft, sich auf mittelfristige, ökonom. Maßnahmen einzulassen, es gibt zahllose Argumente dagegen, die jeder mit Betriebswirt. Kenntnissen sofort kontern kann… Eine Regierung wie zB S. Kurz zeigte, wie stark die ökonom. Folgen sind, es mangelt an jeder Ecke, aber dafür hatten es einzelne schön „warm & liebevoll“ (bussi-Kultur u Emojis). Ich beschäftige mich viel mit Ökonomie vieler Länder, vergleiche Regelungen, nicht alles ist gleich anzuwenden, aber das in Ö ist schon exceptional.
Aber mittlerweile haben Leute Angst, irgendwas zu sagen

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