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Sybille Pirklbauer über Kinderbetreuung in Österreich

Kontrast Redaktion Kontrast Redaktion
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25. Oktober 2017
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(TRANSKRIPT)

Was wir sehr deutlich sehen ist, dass es nach wie vor in der Kleinkindbetreuung einfach Probleme gibt. Für die unter Dreijährigen ist nur Wien herausragend, wo vier von zehn unter Dreijährigen einen Betreuungsplatz haben. In den restlichen Bundesländern schaut es sehr viel trister aus. Es gibt Bundesländer, wo fast die Hälfte der Kindergärten nach 15 Uhr geschlossen hat.

Wien als Vorbild

Wien ist hier wirklich einfach herausstechend, sowohl was die Zahl der Plätze anlangt, als auch was die Öffnungszeiten betrifft. Wien hat da wirklich eine Vorbildrolle.

Was wir brauchen

Was wir brauchen, sind einerseits einheitliche Standards für ganz Österreich, die wirklich ein Mindestniveau sicherstellen. Und andererseits brauchen wir kleinere Gruppen. Also 25 Kinder im Kindergartenkinder pro Pädagoge/Pädagogin ist sicher zu viel. Und zum Dritten brauchen wir eine noch bessere Ausbildung für die Pädagogen und Pädagoginnen auf tertiärem, also sprich Uni- oder Fachhochschulniveau.

Wer zahlt es?

Natürlich hängt, wie so oft, vieles auch am Geld. Da hat ja der Bund viel erreicht mit diesen Zuschüssen für den Ausbau – das hat viel bewegt. Worum wir uns jetzt kümmern müssen, ist, dass die Gemeinden, die die laufenden Kosten zu tragen haben, dabei auch unterstützt werden, das wirklich gut machen zu können. Weil die sich sonst überlegen: Bei den laufenden Budgets können wir uns das nicht mehr leisten. Und dann daher den Ausbau stoppen. Das darf nicht passieren.

Sollte es einen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz geben?

Also ein Rechtsanspruch ist grundsätzlich sicher eine gute Sache, weil er natürlich den Eltern viel an Sicherheit gibt für ihre Lebensplanung. Und einfach zu wissen, ich kann das einfordern und ich bin hier nicht in der Rolle der Bittstellerin.

Was haben die Kinder davon?

Es gibt massenhaft Studien, die nachweisen, dass über die Frage der Chancengerechtigkeit schon im Kindergarten, also deutlich vor der Schule entschieden wird. Das heißt Kinderbildung ist eigentlich total notwendig, wenn wir nicht wollen, dass die Herkunft und der soziale Hintergrund über den weiteren Lebensweg von Kindern entscheiden. In der Volksschule ist es eigentlich schon zu spät.

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Wolfgang Pucher war ein österreichischer Ordenspriester und Gründer der VinziWerke in Graz. Er setzte sich besonders für obdachlose und armutsbetroffene Menschen ein und schuf zahlreiche Einrichtungen, die ihnen Unterkunft, Essen und Unterstützung bieten. Mit großem persönlichem Einsatz machte er auf soziale Ungleichheit aufmerksam und forderte mehr Solidarität mit den Schwächsten. Seine Arbeit war geprägt von direkter Hilfe ohne große Bürokratie. Pucher wurde für sein Engagement vielfach ausgezeichnet und blieb bis zu seinem Tod eine wichtige Stimme für soziale Gerechtigkeit. Zitat: Als gut situierter Bürger hat man kein Recht, an der Not anderer vorüberzugehen. Wolfgang Pucher

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