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Österreich gilt als eines der wasserreichsten Länder Europas – doch Hitze, Dürre und Klimawandel bringen die Versorgung zunehmend unter Druck. Sinkende Grundwasserstände, steigender Verbrauch und regionale Engpässe zeigen, dass Wasser auch hierzulande nicht überall und jederzeit selbstverständlich verfügbar ist. Wie groß ist das Problem tatsächlich? Wer braucht besonders viel Wasser? Und was kann Österreich tun, um seine Reserven zu schützen? Hier ein Überblick.
Österreich ist eines der wasserreichsten Länder Europas
In Gaishorn am See in der Steiermark kam im Juli 2026 nachts kein Wasser mehr aus der Leitung. Zwischen 22 und 6 Uhr drehte die Gemeinde die öffentliche Wasserversorgung ab. So sollten sich die Speicherbehälter über Nacht wieder füllen. Gleichzeitig verbrauchte Wien wegen der Hitze rund ein Viertel mehr Wasser als üblich und reduzierte den öffentlichen Wasserverbrauch. Die Stadt bewässerte Grünflächen seltener und reinigte zwischenzeitlich die Straßen ohne Wasser.
Geht Österreich das Wasser aus? Österreich ist schließlich eines der wasserreichsten Ländern Europas. Entscheidend für die Beantwortung dieser Frage ist nicht nur, wie viel Wasser es insgesamt gibt, sondern wo es liegt, wann es verfügbar ist und ob Leitungen, Brunnen, Quellen und Speicher genug davon liefern können. Hier zeigt sich, dass die verfügbaren Grundwasserressourcen regional sehr unterschiedlich verteilt sind. Deshalb kann es laut der Studie „Wasserschatz Österreichs“ künftig in einzelnen Regionen verstärkt zu Nutzungskonflikten kommen.

Hitze und Dürre durch Klimawandel immer häufiger
Dürre beginnt nicht erst, wenn kein Wasser mehr aus dem Hahn kommt. Zuerst fehlt über längere Zeit Regen. Dadurch verringert sich die Grundwasserneubildung, Böden und Wasserspeicher trocknen aus, Flüsse führen weniger Wasser und Grundwasserstände sinken.
2026 zeigt, wie schnell sich das zuspitzen kann. Im ersten Halbjahr fiel österreichweit 27 Prozent weniger Niederschlag als im langjährigen Durchschnitt. In Teilen Österreichs war es so trocken wie seit 1885 nicht mehr. Im Juli verschärfte sich die Lage noch einmal: Österreichweit fehlten 54 Prozent des üblichen Niederschlags, an einzelnen Messstationen sogar rund 90 Prozent.
Die Klimakrise verschärft das Problem. Österreich hat sich seit 1900 bereits um rund 3,1 Grad erwärmt – deutlich stärker als der globale Schnitt von 1,4 Grad. Höhere Temperaturen bedeuten mehr Verdunstung: Zwischen 1980 und 2010 nahm sie um 17 Prozent zu. Gleichzeitig verändert sich die Schneedecke, die in den Alpen als saisonaler Wasserspeicher eine wichtige Rolle spielt: Sie speichert einen Teil des Winterniederschlags und gibt das Wasser im Frühjahr beim Schmelzen wieder ab, wodurch Flüsse und Grundwasser gespeist werden. Laut dem Zweiten Österreichischen Sachstandsbericht zum Klimawandel gibt es bereits jetzt immer mehr und intensivere Extremereignisse wie Hitze und Dürre, was sich künftig nur noch weiter verstärken wird.
Wasser verschwindet dabei nicht einfach aus dem globalen Wasserkreislauf. Doch durch stärkere Verdunstung kann es einer Region verloren gehen: Die Feuchtigkeit gelangt in die Atmosphäre und fällt erst an anderer Stelle wieder als Niederschlag. Für die lokale Wasserverfügbarkeit macht das einen großen Unterschied.

Trinkwasser, Grundwasser, Oberflächenwasser: Was ist eigentlich was?
Wer in Österreich den Wasserhahn aufdreht, bekommt fast ausschließlich Grund- oder Quellwasser. Rund 55 Prozent der Wasserversorgung stammen laut „Wasserschatz Österreichs“ aus Brunnen, etwa 45 Prozent aus Quellen. Anders als in vielen anderen Ländern muss Österreich also kaum Fluss- oder Seewasser zu Trinkwasser aufbereiten.
Grundwasser ist Wasser, das sich unter der Erdoberfläche in Grundwasserleitern – also Gesteinskörpern mit wasserführenden Hohlräumen – befindet. Regen und Schmelzwasser sickern dorthin. Im österreichischen Durchschnitt erreichen laut „Wasserschatz Österreichs“ knapp 27 Prozent des Niederschlags das Grundwasser. Der Rest verdunstet oder fließt oberirdisch und oberflächennah in Bäche und Flüsse.
Gerade diese Speicherung macht Grundwasser so wertvoll. Allerdings füllt Regen das Grundwasser nicht sofort wieder auf. Denn das Wasser muss zuerst in den Boden einsickern und mehrere Boden- und Gesteinsschichten durchdringen. Ein Teil des Wassers wird dabei von Pflanzen aufgenommen, verdunstet oder fließt oberflächlich ab. Starkregen hilft dabei oft weniger als länger anhaltender, mäßiger Regen. Hinzu kommt, dass verdichtete oder versiegelte Böden Niederschlag schlechter aufnehmen. So fließt mehr Wasser oberflächlich ab und weniger Grundwasser bildet sich. Aus diesen Gründen kann es stark regnen und der Grundwasserstand trotzdem niedrig bleiben. Im Juni und Juli 2026 trugen kurze Gewitter und Starkregen nur begrenzt zur nachhaltigen Grundwasserneubildung bei. Zu diesem Zeitpunkt waren 90 Prozent der Grundwasserpegel niedrig oder sehr niedrig.

Durch den Klimawandel könnten laut der Studie „Wasserschatz Österreichs“ die nachhaltig verfügbaren Grundwasserressourcen bis 2050 um bis zu 23 Prozent sinken: von 5,1 auf 3,9 Milliarden Kubikmeter pro Jahr. Gleichzeitig erhöhen steigende Temperaturen und eine Zunahme der Bevölkerung den Wasserbedarf. Dadurch könnte in einzelnen Regionen in Spitzenzeiten der Bedarf die Grundwasserressource übersteigen und so Nutzungskonflikte auslösen.
Oberflächenwasser ist dagegen das sichtbare Wasser in Flüssen, Bächen und Seen. Für unser Trinkwasser spielt es direkt kaum eine Rolle – für Industrie, Wirtschaft, Landwirtschaft, Energie und Natur aber eine enorme.
Wer verbraucht wie viel Wasser?
70 Prozent des Wasserbedarfs entnimmt die Industrie
Industrie und Gewerbe entnehmen in Österreich rund 2,21 Milliarden Kubikmeter Wasser im Jahr. Das entspricht etwa 70 Prozent des gesamten Wasserbedarfs. Allerdings stammen 84 Prozent davon aus Oberflächengewässern und dienen überwiegend der Kühlung. Dieses Wasser wird in der Regel in der Nähe wieder ins Gewässer zurückgeführt. Doch auch beim Grundwasser-Verbrauch machen Industrie und Gewerbe 29 Prozent aus. Laut Greenpeace verbrauchen zehn Konzerne so viel Grundwasser wie knapp 4 Millionen Österreicher:innen.
Wasserversorgung könnte in den nächsten Jahren deutlich zunehmen
Die Wasserversorgung von Haushalten, öffentlichen Einrichtungen und Betrieben, die über die öffentliche Wasserversorgung mitversorgt werden, benötigt rund 753 Millionen Kubikmeter Grundwasser pro Jahr. Darin ist auch die Eigenversorgung von Haushalten enthalten. Das entspricht rund 61 Prozent des gesamten österreichischen Grundwasserbedarfs. Bis 2050 könnte der Bedarf auf 830 bis 850 Millionen Kubikmeter steigen. In einzelnen Gemeinden kann es sogar einen Anstieg um bis zu 50 Prozent geben. Das liegt neben dem klimatischen und geografischen Bedingungen auch an der Bevölkerungsentwicklung und steigende touristische Nächtigungen.
Fehlende Daten in der Landwirtschaft
Die Landwirtschaft liegt mit rund 124 Millionen Kubikmetern deutlich darunter, etwa für Bewässerung und Viehtränke. Der Großteil davon (etwa 118 Millionen Kubikmeter) stammen aus Grundwasser. Die Bewässerung konzentriert sich stark auf wenige Regionen in Ostösterreich und auf die Vegetationsperiode. In trockenen Jahren kann dafür bis zu achtmal so viel Wasser benötigt werden wie in Jahren mit durchschnittlicher Niederschlagssumme. Bis 2050 könnte sich der Bewässerungsbedarf beinahe verdoppeln.
Doch es gibt hier eine hohe Dunkelziffer. Denn anders als bei Haushalten mit Wasserzähler werden viele landwirtschaftliche Wasserentnahmen weder laufend gemessen noch zentral erfasst. Die Regierung will deshalb ein digitales Wasserentnahmeregister einführen. Landwirtschaftliche Betriebe, Konzerne und jene, die viel Wasser entnehmen, sollen ihren Verbrauch ab einer bestimmten Menge messen und melden müssen.
„Ein Entnahmeregister wäre eine Grundvoraussetzung für ein ordentliches Wassermanagement“, sagt auch Herwig Schuster, Umweltchemiker bei Greenpeace gegenüber dem Falter.
2 Prozent des Wasserbedarfs für Beschneiung & Golfplätze
In der Wasserschatz-Studie sind Beschneiung und Bewässerung von Golfplätzen extra ausgewiesen. Diese Dienstleistungen verbrauchen 2 Prozent des gesamten Wasserbedarfs.
| Wasserbedarf | Grundwasser* |
Oberflächen- gewässer* |
Summe* | Anteil |
|---|---|---|---|---|
| Wasserversorgung |
753
Brunnen407 Mio. m³
Quellen335 Mio. m³
Tiefengrundwasser11 Mio. m³
|
753 | 24 % | |
| Industrie und Gewerbe |
353
Brunnen330 Mio. m³
Quellen23 Mio. m³
|
1.857 | 2.210 | 70 % |
| Landwirtschaft |
118
Brunnen85 Mio. m³
Quellen33 Mio. m³
|
6 | 124 | 4 % |
| Ausgewählte Dienstleistungen Wasserbedarf für Beschneiung und die Bewässerung von Golfplätzen |
7
Brunnen4 Mio. m³
Quellen3 Mio. m³
|
45 | 52 | 2 % |
| Gesamt |
1.232
Brunnen826 Mio. m³
Quellen395 Mio. m³
Tiefengrundwasser11 Mio. m³
|
1.908 | 3.140 | 100 % |
Dürre brachte Milliardenschaden für die Landwirtschaft
Die Landwirtschaft spürt die Trockenheit 2026 besonders stark. In zahlreichen Regionen drohen Ernteausfälle von bis zu 50 Prozent. Viele Betriebe greifen bereits auf Winterfutterreserven zurück oder verkaufen vereinzelt Tiere, weil die weitere Haltung durch die gestiegenen Futterkosten zu teuer ist. Laut Agrarmarkt Austria sinkt die heurige Getreideernte um 19 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Schaden in dieser „historischen Dürrekatastrophe“ beträgt eine Milliarde Euro.
Zusätzlich zum landwirtschaftlichen Anbau leiden auch die österreichischen Wälder unter Trockenstress und die Waldbrandgefahr steigt: Ende Juli waren 2026 bereits mehr als 270 Waldbrände auf rund 230 Hektar Waldfläche dokumentiert.
„Als Landwirtschaft sind wir Opfer der Klimakrise“, sagt Biobauer Ewald Grünzweil gegenüber dem Falter. „Aber wir können auch Teil der Lösung sein.“ Feuchtflächen, schattenspendende Bäume und Hecken sowie Humus haben die Bauern und Bäuerinnen in den vergangenen Jahren laut ihm immer mehr abgebaut. Wenn das wieder rückgängig gemacht wird, könne es auch die Wassersituation verbessern.
Schifffahrt, Fische, Energie: Wenn die Donau wenig Wasser hat
Das Oberflächenwasser, also etwa die Donau, spielt nicht nur für die Wasserentnahme der Industrie eine große Rolle. Dürre führt hier zu weiteren Problemen. Im August 2026 lagen die Pegelstände der Donau etwa auf dem Niveau der extremen Niedrigwasserjahre 2003 und 2018. In den nicht aufgestauten Flussabschnitten lag der Wasserstand rund 60 Zentimeter unter dem langjährigen Wert, der für Niedrigwasser typisch ist. Die Güterschifffahrt ging deutlich zurück, weil die Beladung der Schiffe wegen der geringen Fahrwassertiefe stark reduziert werden musste.
Auch die Stromerzeugung leidet. Kleinwasserkraftwerke mussten im Sommer teilweise den Betrieb einstellen. In Tirol erzeugte die TIWAG im ersten Halbjahr im Kraftwerk Kirchbichl 15 Prozent weniger Strom, in Langkampfen waren es 12 Prozent weniger.
Und Niedrigwasser ist ein ökologisches Problem: Kleine Gewässer, die nur wenig Wasser führen, reagieren besonders empfindlich auf klimatische Veränderungen und zusätzliche Wasserentnahmen. Wasserentnahmen und fehlende Beschattung erhöhen häufig die Wassertemperatur, verändern den Sauerstoffgehalt und haben Auswirkungen auf die Lebensgemeinschaften in den Gewässern. So ist beispielsweise der ehemalige Donaufisch, der Huchen, im Nationalpark Donau-Auen bereits in kühlere, stromauf gelegene Zuflüsse ausgewichen. Umgekehrt werden immer häufiger Süßwasserquallen in der Donau gesichtet. Sie verbreiten sich vor allem ab 25 °C.
Ist es also ein Problem, den eigenen Garten mit Trinkwasser zu gießen?
Ja – aber aus einem anderen Grund, als man vielleicht denkt. Wer in Innsbruck den Rasen gießt, nimmt einer Gemeinde im Nordburgenland nicht das Grundwasser weg. Denn die Wasserversorgung funktioniert überwiegend regional. Grundwasserreserven sind unterschiedlich verteilt, und jede Region nutzt eigene Brunnen, Quellen, Leitungsnetze und Speicher. Das Wasser lässt sich nicht beliebig quer durch Österreich verteilen.
Problematisch wird Gartenbewässerung dort, wo viele Menschen gleichzeitig viel Wasser brauchen. Wenn an heißen Sommertagen viele Menschen gleichzeitig ihre Gärten gießen, Pools füllen und mehr Wasser verbrauchen als sonst, kann es lokal zu Engpässen kommen: Dann können örtliche Quellen, Pumpen, Leitungen oder Hochbehälter an ihre Grenzen kommen, obwohl in Österreich insgesamt noch große Wassermengen vorhanden sind.
Genau deshalb verbieten Gemeinden in angespannten Situationen zuerst das Rasensprengen, Autowaschen oder Befüllen von Pools. In Köttmannsdorf in Kärnten galt seit Ende Juni 2026 eine Wassersparverordnung: Rasenbewässerung und Autowaschen waren verboten, Poolfüllungen mussten angemeldet werden. Im steirischen Ardning im Bezirk Liezen gibt es seit heuer für den zusätzlichen Wasserverbrauch eine Poolgebühr von rund 60 bis 80 Euro. Traunkirchen in Oberösterreich musste zeitweise sogar rund die Hälfte seines Trinkwassers aus der Nachbargemeinde Altmünster beziehen, weil die eigenen Quellen immer weniger Wasser lieferten.
Das Umweltministerium empfiehlt deshalb unter anderem, bei Fragen zu Poolbefüllungen, Gartenbewässerung etc. sich bei der jeweiligen Gemeinde zu melden, um die regionale Wasserverfügbarkeit abzuklären.
Was können wir dagegen tun?
Bessere Netze, größere Speicher
Mehr Wasser lässt sich nicht herbeiregnen. Österreich kann aber dafür sorgen, dass Wasser länger in der Landschaft bleibt. Zusätzliche Speicher, Quellen, Brunnen und verbundene Netze können die Trinkwasserversorgung widerstandsfähiger machen. 2026 gibt Österreich dafür 126 Millionen Euro aus.
Dazu gehören größere Speicher und besser miteinander verbundene Versorgungsnetze. Wie wichtig solche Verbindungen sind, zeigt Traunkirchen: Ohne Wasser aus Altmünster könnte die Gemeinde ihre Haushalte derzeit nicht ausreichend versorgen. Gleichzeitig baut Altmünster einen neuen Hochbehälter mit 2.000 Kubikmetern Fassungsvermögen, der einen Tagesvorrat speichern und Bedarfsspitzen abdecken soll. Wien wiederum baut bis 2030 ein neues Wasserwerk auf der Donauinsel. Es soll künftig bis zu 1.000 Liter Trinkwasser pro Sekunde liefern und damit bis zu 22 Prozent eines durchschnittlichen Wiener Tagesbedarfs abdecken.
Entsiegelung, Renaturierung, Schutz von Wäldern
Genauso wichtig ist, Wasser nicht möglichst schnell abzuleiten, sondern zurückzuhalten. Entsiegelung, Renaturierungen, Auen und Feuchtgebiete sowie das Schwammstadt-Prinzip können natürliche Rückhalte- und Speicherfunktionen stärken und die Grundwasseranbindung verbessern. Moore halten ebenfalls Wasser in der Landschaft zurück. Wälder und gesunde Waldböden speichern Niederschlag und verzögern den Abfluss. Der Grundgedanke ist: Je schneller Regenwasser über Straßen, Dächer oder begradigte Gewässer abfließt, desto weniger Zeit hat es, in Boden und Untergrund zu versickern und das Grundwasser wieder aufzufüllen.
Am Wiener Liesingbach werden etwa verbaute Abschnitte wieder naturnäher gestaltet. Das hart verbaute Flussbett wird zurückgebaut, der Bachboden wieder natürlicher gestaltet und Grünräume entlang der Ufer erweitert. Um die Lobau vor dem Austrocknen zu schützen, prüft die Stadt Wien außerdem, ob Donauwasser dorthin geleitet werden kann.
Österreichweites Wasserentnahmeregister
Ein weiterer Schritt ist, dass Österreich genauer wissen muss, wer wo wie viel Wasser entnimmt. Das geplante österreichweite Register soll relevante Wasserentnahmen digital erfassen. So können regionale Entwicklungen früher erkannt und Wasserreserven nachhaltiger bewirtschaftet werden. Größere Wasserberechtigte (jene, die viel Wasser entnehmen) sollen ihre tatsächlichen Entnahmen messen und digital melden müssen.
Vorrang für Trinkwasser, Privatisierungsschutz & Klimaschutz
Vor dem Hintergrund des Hitzesommers 2026 gibt es in Österreich eine breite Diskussion, wie künftig entschieden soll, wer wann wofür Wasser verwenden darf und wie es geregelt werden soll. Dazu gab es Ende Juli auch einen Trinkwasser-Gipfel mit Vertreter:innen des Umweltministeriums, der Bundesländer, der Wasserversorger und der Wasserwirtschaft. Konkrete Ergebnisse stehen noch aus, die Regierungsparteien verhandeln aktuell über die Details zum zentralen Wasserregister. Dass Großentnahmen von Konzernen und landwirtschaftlichen Betrieben transparent erfasst werden müssen, ist eine zentrale Forderung der SPÖ.
Darüber hinaus fordern die Sozialdemokraten, Gemeinden bei der Sicherung ihrer Wasserversorgung zu stärken und Wasser in öffentlicher Hand zu halten. Bei Wasserknappheit soll die Trinkwasserversorgung gesetzlichen und entschädigungsfreien Vorrang erhalten. Außerdem fordert die Partei eine gemeinsame österreichische Wasserstrategie, mehr Klimaschutz und ein ambitioniertes Klimaschutzgesetz.
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