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So haben sich ÖVP-Vereine bei Corona-Hilfen bedient

ÖVP Team

Die ÖVP

Kontrast Redaktion Kontrast Redaktion
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10. Juni 2022
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Während der Pandemie hat die Regierung mit Steuergeld auch gemeinnützige Organisationen unterstützt. Sie bekamen Zuschüsse aus dem NPO-Fonds. Dabei haben sich ÖVP-Vereine Geld ausbezahlen lassen. Allein der Seniorenbund in Oberösterreich bekam fast 2 Millionen Euro. Dabei ist die Förderung nicht zur Unterstützung von politischen Parteien gedacht.

Nach Berichten, wonach der ÖVP-Seniorenbund in Oberösterreich fast zwei Millionen Euro Corona-Hilfen bekommen hat, haben die Neos eine parlamentarische Anfrage gestellt und wollen wissen, welche sonstigen Partei-Organisationen aus dem NPO-Fonds – dem Fonds für nicht-profitorientierte Organisationen – Geld bekommen haben. Insgesamt wurden in über 51.500 Auszahlungen über 744 Millionen Euro an Vereine und Non-Profit-Organisationen überwiesen.

Vizekanzler Werner Kogler (Grüne), zuständig für Kunst und Kultur, übermittelte dem ORF schon jetzt Zahlen zu Partei-Vereinen. Die Beantwortung der parlamentarischen Anfrage dürfte bis Juli 2022 dauern.

Oberösterreich

Der „Seniorenbund“ der ÖVP Oberösterreich hat Förderungen in der Höhe von fast zwei Millionen Euro bekommen.

Tirol

Der Tiroler „Seniorenbund“ hat mit dazugehörigen Teilvereinen in den Jahren 2020 und 2021 über 184.700 Euro bekommen. Die „Schülerunion“ Tirol über 8.100 und die studentische „Aktionsgemeinschaft“ Innsbruck über 5.300 Euro.

Die Tiroler Jungbauernschaft / Landjugend ist die gemeinsame Jugendorganisation des ÖVP Bauernbundes und der Landwirtschaftskammer Tirol zahlt 816.000 Euro an Corona-Hilfen zurück.

Kärnten

Der Kärntner „Seniorenbund“ hat wiederum fast 51.000 Euro aus dem NPO-Fonds bekommen.

Wien

Die „Schülerunion“ in Wien und deren Teilvereine haben über 7.200 Euro und die Bundesorganisation der „Schülerunion“ über 18.400 Euro erhalten.

Das Ministerium prüft nun, ob die Vereine die Förderungen zurückzahlen müssen, falls sie nun als unzulässige Parteienförderung klassifiziert werden.

Hilfen landeten auch beim „Springer Schlössl“ der ÖVP

Auch die Politische Akademie der ÖVP hat über Umwege von Corona-Hilfen profitiert. Eine GesmbH betreibt ein Hotel in Wien Meidling, das „Springer Schlössl“, in dem Seminare abgehalten und neue ÖVP-Obleute gekürt werden. Die GesmbH wiederum gehört dem ÖVP-Akademie-Verein.

Die Seminarhotel „Springer Schlößl“ Betriebsgesellschaft mbH hat Hilfen aus dem Corona-Topf beantragt und erhalten. Laut Bericht im „Ö1-Morgenjournal“ waren es 185.000 Euro Umsatz-Ersatz im Jahr 2020 und weitere 220.000 Euro aus dem NPO-Fonds.

Die Bildungs-Einrichtungen der anderen Parteien haben übrigens keinerlei Corona-Hilfen beantragt.

Die Politische Akademie der ÖVP ist die Parteiakademie der ÖVP und ist im „Springer Schlössl“ untergebracht. (Foto: Ricardalovesmonuments/Wikipedia, CC BY-SA 3.0)
Parlament Das Thema "Corona-Hilfen" im Parlament

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xx1xx
xx1xx
24. Juni 2022 08:48

Hat das Virus direkt die Bildung beeinträchtigt?
Nur dann wären Corona Hilfen argumentierbar.

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accurate_pineapple
accurate_pineapple
12. Juni 2022 10:22

… einfach nur dreist und skrupellos !

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Jean-Paul Sartre war ein französischer Philosoph, Schriftsteller und einer der wichtigsten Vertreter des Existentialismus. Seine Idee: Der Mensch ist zur Freiheit verurteilt – und damit selbst verantwortlich für sein Leben. Bekannt wurde er durch Werke wie Das Sein und das Nichts und den Roman Der Ekel. 1964 erhielt er den Literaturnobelpreis, den er jedoch ablehnte. Sartre mischte sich auch aktiv in politische Debatten seiner Zeit ein. Er kritisierte Kolonialismus, Kapitalismus und politische Machtstrukturen – und stellte sich etwa im Algerienkrieg klar gegen die französische Regierung. Auch die 68er-Bewegung unterstützte er und prägte so eine Generation, die konservative Politik radikal hinterfragte. Zitat: Ich kann meine Freiheit nicht zum Ziel nehmen, wenn ich nicht zugleich die Freiheit der anderen zum Ziel nehme. Jean-Paul Sartre

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