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Inserate & Werbung für 60 Stunden Woche kosten über 600.000 Euro

Inserat für den 12-Stunden-Tag in Zeitung

Kontrast Redaktion Kontrast Redaktion
in Schwarz-Blau
Lesezeit:2 Minuten
27. Juli 2018
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Die Sozialministerin, die Wirtschaftskammer und der Industriellenvereinigung haben viel Geld in Werbung und Inserate für den 60 Stunden Woche gesteckt: Die Ausgaben belaufen sich auf über 603.000 Euro. Etwa 502.000 Euro davon wurden mit Steuergeldern bezahlt.

Am 5. Juli 2018 haben ÖVP, FPÖ und Neos das Gesetz zur Arbeitszeit-Verlängerung im Nationalrat beschlossen. Sowohl davor als auch danach haben Ministerien, Wirtschaftskammer und Industriellenvereinigung tief in die Tasche gegriffen, um vermeintliche Vorteile der 60 Stunden Woche zu propagieren. Vor allem das Sozialministerium zeigte hat sich gegenüber Print-Medien großzügig gezeigt und Inserate geschaltet.

Inserate: Über 500.000 Euro aus zwei Ministerien

Wir haben gezählt und nachgerechnet: Binnen einem Monat – zwischen 17. Juni und 17. Juli 2018 – haben das Sozialministerium und das Wirtschaftsministerium 17 Inserate in Tageszeitungen geschaltet, überwiegend ganzseitige. Alle Inserate sind gut platziert, also sehr weit vorne in den Zeitungen zu finden. Das treibt auch den Preis in die Höhe. Rechnet man mit den Inserate-Tarifen der Zeitungen „Krone“, „Österreich“, „Heute“, „Presse“, „der Standard“, „Kleine Zeitung“ und „Neues Volksblatt“, kommt man auf Kosten von über 502.000 Euro. Alleine „Krone“ und „Österreich“ kassieren gemeinsam etwa 365.000 Euro.

WKÖ: 58.000 Euro für ein Video, das Spott erntet

Die Wirtschaftskammer hat – im Wissen, dass die 60 Stunden Woche auf die politische Agenda gesetzt wird – früh eine riesige Kampagne in Auftrag gegeben. Bestandteil davon war auch ein Video, über das sich UserInnen im Netz lustig gemacht haben. Die Kosten für das Musikvideo haben sich laut WKÖ-Angaben auf 54.000 Euro netto belaufen. Für die Online-Bewerbung hat die Kammer außerdem 4.000 Euro ausgegeben. Durch den Spott im Netz hat die WKÖ die Video-Werbung gestoppt. In Summe hat die WKÖ also 58.000 Euro für das 12-Stunden-Tag-Video ausgegeben.

Für die ganze Kampagne waren übrigens 500.000 Euro vorgesehen. Wie viel Geld abseits des Videos ausgegeben worden ist, ist unbekannt.

Industriellenvereinigung: Werbung für 60 Stunden Woche direkt neben ÖGB-Gebäude

Die Industriellenvereinigung (IV) war vergleichsweise günstig unterwegs. Im Juni 2018 hat sie etwa zwei Wochen lang direkt gegenüber des ÖGB-Gebäudes versucht, Stimmung für die 60 Stunden Woche zu machen. Anfang Juli hat die IV die Banner wieder abgenommen. Die Kosten für zwei Wochen Werben an diesem Standort: 43.000 Euro.

Inserate: IV-Werbung neben ÖGB-Gebäude für 60 Stunden Woche
Screenshot, „Heute“ vom 19. Juni 2018

 

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Irmtraut Karlsson
Irmtraut Karlsson
30. Juli 2018 05:06

Bitte nicht vergessen, die falschen Zeugen für den 12 Stundentag auf dem Inserat. die haben sicher auch etwas gekostet.

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-8
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Wolfgang Handl
Wolfgang Handl
27. Juli 2018 18:10

……wer im Glashaus sitzt sollte nicht mit Steinen werfen!! Oder? Ich denke dabei an die vielen Inserate die einst der „Werner“ geschaltet hat, in einem Jahr werden wir sehen, was dieses Gesetzt gebracht hat, ob es so gut ist, wie behauptet, oder ein Rohrkrepierer ist…..

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Robert Bosch war ein erfolgreicher Unternehmer des 20. Jahrhunderts und ein Gegner des Nationalsozialismus. 1886 gründete er in einem Stuttgarter Hinterhaus eine Werkstätte für Feinmechanik und Elektrotechnik, die heutige Robert Bosch GmbH. Während der Zeit des Nationalsozialismus diente sein Unternehmen als geheime Anlaufstelle für den Widerstand gegen Hitler. Außerdem gilt Posch als Pionier der sozialen Marktwirtschaft und prägte die Automobil- und Elektroindustrie mit. Zitat: Ich zahle nicht gute Löhne, weil ich viel Geld habe, sondern ich habe viel Geld, weil ich gute Löhne zahle. Robert Bosch
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