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Eine Millionärssteuer würde Österreich über 6 Milliarden bringen

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Eine Millionärssteuer würde Österreich über 6 Milliarden bringen

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Kathrin Glösel Kathrin Glösel
in Wirtschaft und Finanzen
Lesezeit:2 Minuten
1. März 2019
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Die EU-Kommission empfiehlt der österreichischen Regierung Vermögen zu besteuern. Dem aktuellen Länderbericht zufolge könnte eine Vermögenssteuer in Österreich zwischen 2,7 und 6,3 Milliarden Euro Einnahmen bringen. Die EU-Kommission regt zudem eine Erbschaftssteuer an – und kritisiert die geplante Senkung der Körperschaftssteuer für Unternehmen.

Für FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache sind sie „ungerecht und asozial“, laut ÖVP droht durch sie pure Enteignung, die alle Investoren außer Landes treibt. Die Rede ist von Vermögenssteuern. Steuerexperten und Interessenvertretungen widerlegen diese Behauptungen seit Jahren. Sie bekommen Schützenhilfe von der EU-Kommission. Denn die hat die Entwicklung der 28 EU-Mitgliedsländer analysiert. In den sogenannten Länderberichten hält sie Empfehlungen fest. In Österreich hat die Kommission unter anderem die ungleiche Verteilung von Steuern kritisiert – und regt daher mehr Umverteilung von oben nach unten an. Die EU-Kommission empfiehlt der Regierung in Österreich daher, über Vermögens- und Erbschaftssteuern nachzudenken. Denn das sind „wachstumsfreundlichere Einnahmequellen“.

Laut EU-Kommission liegt das Einnahme-Potenzial einer Vermögenssteuer je nach Gestaltung zwischen 2,7 und 6,3 Milliarden Euro.

Vermögenssteuer Österreich & internationaler Vergleich
Vermögenssteuern im internationalen Vergleich

Österreich liegt bei Vermögenssteuern im OECD-Vergleich fast am Schlusslicht. Dabei wächst der Reichtum des obersten Prozent immer weiter an. Das oberste 1% in Österreich besitzt rund 40% des Gesamtvermögens. Auf die ärmere Hälfte der ÖsterreicherInnen kommen demgegenüber nur 2,5% des Vermögens. In absoluten Zahlen heißt das, dass das reichste Prozent im Schnitt ein Nettovermögen von 14 Millionen Euro pro Haushalt zu Verfügung hat. In Summe sind das gemeinsam rund 534 Milliarden Euro.

Kritik an KöSt-Senkung: Unternehmen tragen weniger zum Gemeinwohl bei

Kritik äußerte die EU-Kommission am Vorhaben von ÖVP und FPÖ, die Körperschaftssteuer zu senken. Denn Unternehmen tragen so weniger zum Gemeinwohl bei. Das hat auch Unternehmensberater Martin Winkler im trend nachgezeichnet: „Während 1972 der höchste Steuersatz der Körperschaftssteuer noch bei 55 Prozent lag, ist er zwischenzeitlich auf einheitliche 25 Prozent gesenkt worden.“ (trend 07/2019, S. 15) Die Folge: Während die Lohnquote sinkt, steigen die Gewinne der Unternehmen – und werden obendrein immer weniger besteuert.

Die KöSt ist für Unternehmen das, was die Einkommenssteuer für ArbeiterInnen und Angestellte ist. Die geplante Entlastung der Regierung ist ungleich verteilt. Sie will die KöSt von 25 auf 20 Prozent drücken.

Dabei sind es vor allem die Beschäftigten, die das Steueraufkommen schultern: Beschäftigte bezahlen 80 Prozent aller Steuern in Österreich, Unternehmen nur 20 Prozent. Doch vom versprochenen „Entlastungspaket“ bekommen sie die Hälfte. Ihr Anteil am Steueraufkommen wird sich also nochmal verringern.

Arbeiter zahlen immer mehr Steuern, Unternehmen immer weniger

In Europa und Österreich gibt es generell einen Trend: Seit Jahren sinken die Unternehmenssteuern, während die Steuern auf Arbeit gleichbleiben. Insgesamt muss die arbeitende Bevölkerung dadurch immer mehr vom gemeinsamen Kuchen bezahlen.

Die Wahrheit über die Erbschaftssteuer – Oder: Du bist zu 98 Prozent nicht betroffen

Eine Handvoll Menschen bekommt in Österreich beinahe das gesamte vererbbare Vermögen, während alle anderen praktisch leer ausgehen. Von der Erbschaftssteuer ist nur eine ganz kleine reiche Minderheit betroffen.

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3 Comments
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Josef Gigler
Josef Gigler
1. Mai 2019 07:42

Ich würde mir ein Wünschen dass der Faktor Arbeit merklich entlastet wird. Es wird sonst eine Steuerreform gegen die Arbeitnehmer. Es kann sich eine junge Familie keine ETW leisten.Talentierte Kinder die man fördern möchte bleiben auf der Strecke,das ist privat nicht zu stemmen.Kurz um für die Familien denkbar schlechte Reform.

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Xxx
Xxx
17. April 2019 19:35

Egal wie die Rechnung gemacht wird. Diese Regierung will nur das Geld der kleinen, die sich nicht mehr helfen können. Und auf Rat aus der EU wird da sowieso gesch….n. am Ende dieser regierungsperiode gibt es in Österreich nur mehr elend und leben im Existenzminimum. Die Gier des Herrn Kurz und Co ist nurmehr widerlich. Sie haben die Millionen und pressen alles aus dem Volk, weil sie keinen Respekt mehr haben. Nehmt ihnen alles weg, dann bringen sie sich um – ein gelösten Problem.

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Prof.Kristian Scheed
Prof.Kristian Scheed
15. April 2019 08:00

FAIR BLEIBEN! So kann man unrichtige Dinge scheinbar seriös verbreiten – der Verfasser dieses Berichts ist schwer unseriös.KÖSt ist natürlich nur scheinbar mit der Einkommenssteuer der Arbeiter gleichzusetzen.Sie ist nur dann 25%,wenn der erarbeitete Gewinn in der Firma bleibt und daher für Prosperität und Arbeitsplätze sorgt.Wird Gewinn entnommen und tatsächlich ausgegeben,zahlen die Eigentümer natürlich die Differenz auf den Höchststeuersatz von etwa 50% dazu,also nochmals ca 25%.
Nur Großkonzerne wie Ikea,Starbucks,etc. haben von Junckers und EUs Gnaden Sonderkonditionen von oft 2-3 Prozent….und verschieben den Rest in eine Steueroase.
Wir Österreichischen Unternehmer tragen daher schlicht dieselbe Steuerlast wie jeder Andere.

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Marie Curie war eine der bedeutendsten Wissenschaftlerinnen des 20. Jahrhunderts und die erste Frau, die einen Nobelpreis erhalten hat. Sie wurde vor allem durch ihre Forschungen zur Radioaktivität bekannt, ein Begriff, den sie selbst prägte. Gemeinsam mit ihrem Mann Pierre Curie entdeckte sie die Elemente Polonium und Radium. Zitat: Ich habe gelernt, dass der Weg des Fortschritts weder kurz noch unbeschwerlich ist. Marie Curie

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