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Inserate der Regierung: FPÖ steckt 72.000 Euro Steuergeld in „Wochenblick“, „alles roger?“ und „Zur Zeit“

Inserate Regierung Wochenblick

Kontrast Redaktion Kontrast Redaktion
in Dossier
Lesezeit:3 Minuten
16. September 2018
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Seit November 2017 können sich die FPÖ-nahen Magazine „Wochenblick“, „alles roger?“ und „Zur Zeit“ über eine neue Einnahmen freuen: Inserate der Regierung. Denn FPÖ-geführte Ministerien kaufen eifrig Werbung in den Print- und Online-Ausgaben rechter Medien. Fast 72.000 Euro haben Strache, Kickl, Kunasek und Hofer bisher an Steuergeldern in rechte Medien fließen lassen.

Wie viel haben Strache, Kickl und Hofer für Inserate ausgegeben? Hier eine Übersicht, die wir laufend ergänzen!

Ausgaben: 71.620 Euro

(Stand: 8. Mai 2019)

Ministerium Magazin Art des Inserats Ausgaben inkl. Umsatzsteuer (EUR) Quelle
Innenministerium alles roger? (Mai-Ausgabe 2018) Inserat, um angehende PolizeischülerInnen zu rekuriteren 3.020 Parlamentarische Anfrage von Sabine Schatz
Innenministerium Wochenblick Print (14.6., 21.6., 28.6. 2018) Inserat, um angehende PolizeischülerInnen zu rekrutieren 11.680 Parlamentarische Anfrage von Sabine Schatz
Innenministerium Wochenblick Online (7.6. bis 12.6. 2018) Inserat, um angehende PolizeischülerInnen zu rekuriteren 7.170 Parlamentarische Anfrage von Sabine Schatz
Innenministerium Wochenblick Online (1. bis 12. Juli 2018) Inserat, um angehende PolizeischülerInnen zu rekuriteren 2.390 Parlamentarische Anfrage von Sabine Schatz
Sportministerium alles roger? (Mai-Ausgabe 2018) Schaltung zum Thema „Österreichisches Turn- und Sportabzeichen“ 7.560 Parlamentarische Anfrage von Sabine Schatz
Verkehrsministerium Wochenblick Online (ab 27.8.2018 drei Wochen lang) Infrastrukturmaßnahmen 5.300 Parlamentarische Anfrage von Sabine Schatz
Verteidigungsministerium Wochenblick (Inserat am 13. September 2018) Werbung für das Bundesheer 3.100 Parlamentarische Anfrage von Sabine Schatz
Verteidigungsministerium Wochenblick Print Infrastrukturmaßnahmen (mehrere Inserate hierzu im Jahr 2018) 14.770 Parlamentarische Anfrage von Sabine Schatz
Verkehrsministerium alles roger? Anti-Drogen-Inserat 4.800 Parlamentarische Anfrage von Sabine Schatz
Verkehrsministerium alles roger? Registrierung Pre-Paid-Cards (2019) 7.200 Parlamentarische Anfrage von Sabine Schatz
Verteidigungsministerium Zur Zeit (16.11., 23.11., 30.11. 2018) Wir schützen Österreich 4.630 Parlamentarische Anfrage von Sabine Schatz

Das Interessante an den Ausgaben für den „Wochenblick“: Ein viertelseitiges Inserat kostet laut Anfrage 1.000 Euro. Warum die FPÖ-Minister – oder auch der FPÖ-Landesrat Elmar Podgorschek – ein Vielfaches davon mit Steuergeld bezahlt haben, ist vorerst unklar.

„Wochenblick“: vom Presserat kritisiert, von der FPÖ finanziert

Der „Wochenblick“ ist eine dünne Wochenzeitung mit Online-Auftritt. Das Magazin wird kritisiert, Falschnachrichten zu verbreiten, um Stimmung gegen Flüchtlinge und Migranten zu machen. Sogar der Presserat hat sich eingeschaltet und festgestellt, dass zahlreiche Artikel gegen den Ehrenkodex für die österreichische Presse verstoßen haben. In der Redaktion werkt aktuell auch eine Kaderfigur der rechtsextremen „Identitären“.

Mehrere RedakteurInnen sind bzw. waren Funktionäre in der FPÖ und ihren Vorfeldorganisationen. Ein Beispiel war Nicole di Bernardo. Sie hat für die FPÖ bei der Nationalratswahl 2017 kandidiert. Die Stadt Wels, die von einem FPÖ-Bürgermeister regiert wird, schaltet gern Inserate im Magazin. So trägt man zur Finanzierung  bei. Auch Norbert Hofers Verkehrsministerium inseriert:

Regierung Inserate wochenblick

„alles roger?“: Verschwörungstheorien, Antisemitismus und viel FPÖ-Werbung

Seit 2015 ist „alles roger?“ in Vertrieb und wird gelegentlich gratis verteilt. Laut Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands (DÖW) verbreitet das Heft „verschwörungstheoretische Positionen“. Das Mauthausen Komitee Österreich klassifiziert „alles roger?“ als tendenziell antisemitisch. Im Magazin finden sich Homestories über „Identitäre“ und Interviews mit FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache oder dem damaligen FPÖ-Präsidentschaftskandidat Norbert Hofer. Beide Politiker haben Werbung für das Magazin gemacht. „Alles roger?“ hat im Frühjahr 2018 massiv Stimmung gegen George Soros gemacht – und damit antisemitische Verschwörungstheorien bedient. Genau in dieser Ausgabe fanden sich gleich mehrere Inserate FPÖ-geführter Ministerien.

Zum Weiterlesen:

Medien am rechten Rand: Hinter diesen Magazinen steckt die FPÖ (Kontrast)

FPÖ-Ministerien sponsern Zeitschrift für rechte Verschwörungen und Antisemitismus (Kontrast)

Warum uns Gudenus & die FPÖ über George Soros belügen (Kontrast)

Parlament Das Thema "Inserate" im Parlament

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PallasAthene
PallasAthene
20. September 2018 15:17

Hab noch nichts von den MILLIONEN bei Euch gelesen, die allein NUR Faymann UND Kern in den Linken (Hetz-)Blättern wie Falter,Standard, Kurier und Co VERSENKT haben. Waren auch Steuergelder! Oder habt Ihr darauf „vergessen“ ???

Und was meine Daten anbelangt, NICHT auf das neue Datschutz-Gesetz vergessen, liebe Kontrastler, gell!

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Wolf57
Wolf57
Reply to  PallasAthene
1. Dezember 2019 14:07

Die DSGVO „Am 4. Mai 2016 wurde die „Verordnung (EU) 2016/679 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 27. April 2016“ ist fast so alt wie Eure Ansichten

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Nönönö
Nönönö
17. September 2018 01:01

Werbe-Ausgaben auf einen Blick

Bruttowerbevolumen/Grüne inkl. Werbeaktivitäten Van der Bellen

2015 2016
SPÖ 12,3 Mio. 3,9 Mio.
ÖVP 11,9 Mio. 2,8 Mio.
FPÖ 7,2 Mio. 4,2 Mio.
Grüne 3,5 Mio. 3,7 Mio.
NEOS 0,9 Mio. 0,2 Mio.
Team Stronach 0,7 Mio. 0,1 Mio.

Quelle: Focus

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Helmut Hospodar
Helmut Hospodar
Reply to  Nönönö
18. September 2018 10:04

Es ist was anderes wenn Wahlwerbende Gruppen ihre Ideen bewerben, als wenn Parteien, die in der Regierung sitzen, Werbung auf Kosten der Steuerzahler betreiben.

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Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, António Guterres, kritisiert in einer Videobotschaft die massiv gestiegenen globalen Militärausgaben. Diese belaufen sich mittlerweile auf 2,7 Billionen US-Dollar – das ist 13-mal so viel wie die weltweiten Ausgaben für Entwicklungszusammenarbeit. Die Vereinten Nationen verweisen dabei auf einen aktuellen Bericht: Weniger als vier Prozent der weltweiten Militärausgaben – rund 93 Milliarden Dollar pro Jahr – wären ausreichend, um den Welthunger bis 2030 zu beenden. Der Bericht zeigt auch die wirtschaftlichen Effekte unterschiedlicher Investitionen: Während eine Milliarde Dollar für Militär 11.200 Arbeitsplätze schafft, entstehen mit derselben Summe 26.700 Jobs im Bildungsbereich, 17.200 im Gesundheitswesen oder 16.800 im Bereich erneuerbare Energien. „Es ist offensichtlich, dass die Welt über die Ressourcen verfügt, um Leben zu verbessern, den Planeten zu schützen und eine Zukunft in Frieden und Gerechtigkeit zu sichern“, argumentiert Guterres. Sein Appell an politische Entscheidungsträger:innen für das Jahr 2026: „Entscheidet euch für Menschen und den Planeten – nicht für Schmerz.“ Zitat: Eine sicherere Welt beginnt damit, mehr Geld in den Kampf gegen Armut zu investieren anstatt in Kriege. Antonio Guterres

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Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, António Guterres, kritisiert in einer Videobotschaft die massiv gestiegenen globalen Militärausgaben. Diese belaufen sich mittlerweile auf 2,7 Billionen US-Dollar – das ist 13-mal so viel wie die weltweiten Ausgaben für Entwicklungszusammenarbeit. Die Vereinten Nationen verweisen dabei auf einen aktuellen Bericht: Weniger als vier Prozent der weltweiten Militärausgaben – rund 93 Milliarden Dollar pro Jahr – wären ausreichend, um den Welthunger bis 2030 zu beenden. Der Bericht zeigt auch die wirtschaftlichen Effekte unterschiedlicher Investitionen: Während eine Milliarde Dollar für Militär 11.200 Arbeitsplätze schafft, entstehen mit derselben Summe 26.700 Jobs im Bildungsbereich, 17.200 im Gesundheitswesen oder 16.800 im Bereich erneuerbare Energien. „Es ist offensichtlich, dass die Welt über die Ressourcen verfügt, um Leben zu verbessern, den Planeten zu schützen und eine Zukunft in Frieden und Gerechtigkeit zu sichern“, argumentiert Guterres. Sein Appell an politische Entscheidungsträger:innen für das Jahr 2026: „Entscheidet euch für Menschen und den Planeten – nicht für Schmerz.“ Zitat: Eine sicherere Welt beginnt damit, mehr Geld in den Kampf gegen Armut zu investieren anstatt in Kriege. Antonio Guterres
Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, António Guterres, kritisiert in einer Videobotschaft die massiv gestiegenen globalen Militärausgaben. Diese belaufen sich mittlerweile auf 2,7 Billionen US-Dollar – das ist 13-mal so viel wie die weltweiten Ausgaben für Entwicklungszusammenarbeit. Die Vereinten Nationen verweisen dabei auf einen aktuellen Bericht: Weniger als vier Prozent der weltweiten Militärausgaben – rund 93 Milliarden Dollar pro Jahr – wären ausreichend, um den Welthunger bis 2030 zu beenden. Der Bericht zeigt auch die wirtschaftlichen Effekte unterschiedlicher Investitionen: Während eine Milliarde Dollar für Militär 11.200 Arbeitsplätze schafft, entstehen mit derselben Summe 26.700 Jobs im Bildungsbereich, 17.200 im Gesundheitswesen oder 16.800 im Bereich erneuerbare Energien. „Es ist offensichtlich, dass die Welt über die Ressourcen verfügt, um Leben zu verbessern, den Planeten zu schützen und eine Zukunft in Frieden und Gerechtigkeit zu sichern“, argumentiert Guterres. Sein Appell an politische Entscheidungsträger:innen für das Jahr 2026: „Entscheidet euch für Menschen und den Planeten – nicht für Schmerz.“ Zitat: Eine sicherere Welt beginnt damit, mehr Geld in den Kampf gegen Armut zu investieren anstatt in Kriege. Antonio Guterres

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