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Von diesen 10 Genies hast du noch nie gehört – aus einem einzigen Grund

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Von diesen 10 Genies hast du noch nie gehört – aus einem einzigen Grund

Natascha Strobl Natascha Strobl
in Frauen & Gleichberechtigung, Geschichte
Lesezeit:5 Minuten
16. Januar 2018
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Einstein, Newton, Edison – kluge Männer, die die Welt verändert haben, kennen wir viele. Viele Frauen in den Naturwissenschaften, der Informatik und der Mathematik, die unser Leben durch ihre Arbeit einfacher gemacht haben, sind dagegen in Vergessenheit geraten. Ihre Namen kennen wir meist nicht. Wir stellen euch 10 herausragende Wissenschaftlerinnen vor, die ihr kennen solltet.

1. Clara Immerwahr (Chemikerin, 1870-1915)

Clara Immerwahr (später Haber), promovierte als eine der ersten Frauen Europas und das magna cum laude. Ihre Forschungsergebnisse in der Chemie werden noch heute für die die Herstellung unsere Batterien und Elektroautos genutzt. Darüber hinaus setzte sie sich politisch für Frauenrechte und gegen den Krieg ein. Ihr Mann, Fritz Haber, war federführend an der Erforschung von Giftgas für die Rüstungsindustrie beteiligt – was sie missbilligte. Nach dem ersten Einsatz von chemischen Kampfstoffen durch die deutsche Armee im Ersten Weltkrieg beging Clara Haber als Zeichen des Protests Selbstmord – bei der dafür veranstalteten Siegesfeier in der Familien-Villa.

2014 wurde das Leben von Clara Immerwahr im gleichnamigen Fernsehfilm mit Katharina Schüttler in der Hauptrolle verfilmt.

2. Mileva Marić (Physikerin, 1875-1948)

Sie studierte zunächst an der Universität Zürich Medizin, wechselte aber nach einem Semester an das Eidgenössische Polytechnikum (später: Eidgenössische Technische Hochschule ETH), wo sie ab 1896 als einzige Frau ihres Jahrgangs Mathematik und Physik studierte. Während ihres Studiums lernte sie Albert Einstein kennen, mit dem sie schon bald eng befreundet war. Später heirateten sie auch.

Marić hat keine eigenen wissenschaftlichen Arbeiten publiziert, es gibt allerdings Belege, dass ein Teil von Einsteins Arbeiten eigentlich aus Mileva Marić‘ Feder stammt. Auch Albert Einstein schrieb in seiner Korrespondenz an seine Frau von „unserer Arbeit“. Zudem finden sich in Einsteins Arbeiten handschriftliche Ergänzungen von Marić.

3. Lise Meitner (Physikerin, 1878-1968)

Lise Meitner war (zusammen mit Otto Frisch) die erste Person, die eine physikalisch-theoretische Abhandlung über die Kernspaltung veröffentlichte, die zwei ihrer Kollegen entdeckt hatten. Meitners Arbeiten haben zu einem umfassenden Verständnis der Radioaktivität beigetragen. Nach dem Studium in Wien ging sie zur weiteren Forschung nach Berlin. Meitner musste ihre Forschungsarbeit lange Zeit unbezahlt leisten, weil Frauen in Preußen erst 1909 offiziell studieren durften. Sie durfte nicht einmal die Forschungsräume der Studenten benutzen und musste das Gebäude durch den Hintereingang betreten. Erst nachdem sie gemeinsam mit Otto Hahn einige bedeutende Veröffentlichungen geschrieben hatte, verbesserte sich ihre Situation. Während der NS-Zeit floh sie nach Schweden.

Als Pazifistin weigerte sich Meitner, Forschungsaufträge für den Bau einer Atombombe anzunehmen, obwohl sie von den USA immer wieder dazu aufgefordert wurde. Bis zu ihrem Tod wurden ihr zahlreiche Ehrungen zu Teil, der Nobelpreis blieb ihr allerdings verwehrt.

4. Irène Joliot-Curie (Chemikerin, 1897-1956)

Irène Joliot-Curies Mutter – Marie Curie – ist weltberühmt, doch auch die Tochter war eine Wissenschaftlerin von Weltrang. Ebenso wie ihre Mutter erhielt sie den Nobelpreis für Chemie. Damit sind Marie und Irène das erste Eltern-Kind-Duo, das jeweils mit der eigenen Forschung den Nobelpreis erhielt. Gemeinsam mit ihrem Mann gelang Joliot-Curie aufzuzeigen, dass sich Radioaktivität auch künstlich herstellen lässt. Die Bedeutung ihrer Entdeckung lässt sich kaum überbewerten: In der Biologie werden radioaktive Isotope verwendet, um Stoffwechselwege aufzuklären, in der Medizin dienen diese zur Diagnose und Therapie z.B. der Schilddrüsenüberfunktion.

Als Frau und Kommunistin im Kombination blieben ihr viele Wege verstellt, nichts desto trotz ist ihre Forschung bis heute bahnbrechend.

5. Chien-Shiung Wu (Physikerin, 1912-1997)

Nach ihrem Physik-Studium in Shanghai ging sie nach Berkeley, wo sie 1940 promovierte. Als eine der wenigen Frauen war sie Teil des Manhattan-Projekts, an dessen Ende die Atombome stand – sie erforschte Möglichkeiten der Isotopentrennung durch Gasdiffusion. Wu war als experimentelle Physikerin aktiv und erbrachte wichtige Nachweise im Bereich der Elementarteilchenphysik. 1973 war sie als erste Frau Präsidentin der American Physical Society.

6. Hedy Lamarr (1914-2000, Erfinderin)

Hedy Lamarr ist den meisten wohl als sehr erfolgreiche Schauspielerin unter diesem Künstlerinnennamen bekannt. Lamarr, eigentlich Hedwig Eva Maria Kiesler, war die erste Person, die in einer Nacktszene im Kino zu sehen war. 1937 verließ sie ihren mit den Nazis paktierenden Mann, der Waffenfabrikant war. Als Jüdin war das kein ungefährlicher Schritt. Sie unterstützte die Alliierten und erforschte 1942 eine Funkfernsteuerung für Torpedos. Ihre Leistungen sind heute die Grundlage für die Bluetooth-Funktion zahlreicher Geräte und die GSM-Technik.

7. Gertrude Belle Elion (Chemikerin, 1918-1999)

Schon im Alter von 15 Jahren war für Gertrude Belle Elion klar, dass sie ein Mittel gegen Krebs finden wollte, nachdem ihr Großvater gestorben war. Als eine der ersten Frauen studierte sie in New York Chemie. Als Frau gab es für sie aber keinen Job als Chemikerin, sodass sie als unbezahlte Laborassistentin arbeiten musste. Ein Master-Studium konnte sie dementsprechend nicht absolvieren. Erst 1944 wurde ihr eine Forschungsstelle bei einem großen Pharmakonzern angeboten, wo sie bis zur ihrer Pension arbeitete. In dieser Zeit erforschte sie Wirkstoffe zur Behandlung von Fieberblasen, Malaria, Leukämie, AIDS und der Gicht. Darüberhinaus verfasste sie auch wissenschaftliche Arbeiten in der Biochemie. 1988 bekam sie dafür – gemeinsam mit ihrem Partner George H. Hitchings – den Nobelpreis für Medizin.

8. Katherine Goble Johnson (Mathematikerin, geboren 1918)

Zusammen mit Dorothy Vaughan und Mary Jackson wurde sie als Pionierin im Buch und im Film „Hidden Figures“ aus der Vergessenheit geholt. Alle drei haben in verschiedenen Funktionen dazu beigetragen, dass die NASA den ersten Menschen auf den Mond schicken konnte. Katherine Goble Johnson berechnete als Mathematikerin den genauen Eintrittwinkel des Shuttles, so dass dieses nicht samt Besatzung verglühte. Nicht nur das: Sie arbeitete außerdem an der Apollo 11-Mission und sogar an der Mars-Mission mit. Ende 2015 wurde sie mit der Presidential Medal of Freedom ausgezeichnet.

9. Rosalind Elsie Franklin (Biochemikerin, 1920-1958)

Rosalind Elsie Franklin war eine Biochemikerin, die maßgeblich zur Erforschung der Doppelhelix-Struktur der DNA beigetragen hat. Ihr langjähriger Assistent konnte später nachweisen, dass sie schon am 23. Februar 1953 den Nachweis über die Doppelhelix-Struktur erbrachte. Den Nobelpreis für diese Entdeckung erhielten allerdings James Dewey Watson und Francis Crick. Sie hatten sich unerlaubt Zugang zu Franklins Forschung verschafft und erbrachten den Beweis der Doppelhelix erst am 28. Februar 1953. Bis heute erwähnen Fachartikel meist nur Watson und Crick als „Knacker“ der DNA-Struktur.

10. Maryam Mirzakhani (Mathematikerin, 1977-2017)

Maryam Mirzakhanis mathematische Begabung zeichnete sich schon in ihrer Schulzeit in Teheran ab. Mit nur 31 Jahren wurde sie auf eine Professur nach Stanford berufen, nachdem sie mit 27 in Harvard promoviert hatte. Mirzakhani ist die einzige Frau und erste Person aus dem Iran, die mit der renommierten Fields-Medaille, der wichtigsten Auszeichnung für Mathematik, bedacht wurde. Sie befasste sich mit Zahlentheorie und Geometrie. Mit nur 40 Jahren starb sie an Brustkrebs. Sogar iranische Zeitungen berichteten mit ihrem Foto auf der Titelseite – obwohl diese normalerweise keine Frauen ohne Kopftuch abbilden.

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3 Comments
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anna
anna
18. Januar 2018 14:25

einaml hinreissend, wenn man bedenkt in welch kurzer Zeitspanne die Frauen es geschafft haben, in dauernden immer noch anwesenden Schwierigkeiten Anna

0
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Susi
Susi
18. Januar 2018 07:35

Und was ist der einzige Grund?

1
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Auch ein zweifelhaftes Talent:
Auch ein zweifelhaftes Talent:
17. Januar 2018 10:37

http://schwarzbuchoevp.at/work-category/infografik/

0
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Die Country- und Pop-Ikone Dolly Parton ist im Alter von 80 Jahren gestorben. Neben ihrer Karriere als Sängerin ist sie auch für ihr soziales Engagement bekannt: Mit der Imagination Library hat sie ein weltweites Leseprojekt gegründet, das Kindern kostenlos Bücher zur Verfügung stellt. Außerdem unterstützte sie Bildungs- und Hilfsprojekte über die Dollywood Foundation und spendete Millionenbeträge in die medizinische Forschung. Ihrem 1980 verfassten Song „9 to 5“ – einem sozialkritischen Kommentar auf Arbeitswelt und Ungleichheit - entstammt dieses Zitat: “It’s a rich man’s game no matter what they call it, and you spend your life putting money in his wallet.” Zitat: Es ist ein Spiel der Reichen und egal wie sie es nennen, du verbringst dein Leben damit, Geld in ihre Taschen zu stecken. Dolly Parton
Die Country- und Pop-Ikone Dolly Parton ist im Alter von 80 Jahren gestorben. Neben ihrer Karriere als Sängerin ist sie auch für ihr soziales Engagement bekannt: Mit der Imagination Library hat sie ein weltweites Leseprojekt gegründet, das Kindern kostenlos Bücher zur Verfügung stellt. Außerdem unterstützte sie Bildungs- und Hilfsprojekte über die Dollywood Foundation und spendete Millionenbeträge in die medizinische Forschung. Ihrem 1980 verfassten Song „9 to 5“ – einem sozialkritischen Kommentar auf Arbeitswelt und Ungleichheit - entstammt dieses Zitat: “It’s a rich man’s game no matter what they call it, and you spend your life putting money in his wallet.” Zitat: Es ist ein Spiel der Reichen und egal wie sie es nennen, du verbringst dein Leben damit, Geld in ihre Taschen zu stecken. Dolly Parton

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