Tiertransporte

Kälber von Österreich bis in den Iran transportiert – Unnötige Tiertransporte müssen gestoppt werden!

Jedes Jahr werden tausende Tiere aus Österreich in den Rest der Welt verfrachtet – oft in weitentfernte Länder wie Iran oder Algerien. Die Bedingungen in diesen Tiertransporten sind meist miserabel, die Tiere oft erst wenige Wochen alt. Die gesetzlichen Schutz-Bestimmungen bleiben oft zahnlos. Die SPÖ fordert im Parlament nun strengere Kontrolle und striktere Gesetze um die Tierquälerei zu stoppen.

Unzählige Kälber sind auf kleinsten Raum zusammengepfercht. Seit Tagen sind sie schon unterwegs. Sie sind verdreckt, sie bekommen kaum Luft und ihre Augen sind entzündet. Die Panik spricht aus den Augen der jungen Kälber. Das sind die letzten Tage des kurzen Lebens dieser Jungtiere. Bereits wenige Stunden nach ihrer Ankunft werden sie geschlachtet.

Tiertransport: 200.000 Tiere aus Österreich

Jedes Jahr exportiert Österreich über 200.000 Tiere. Rinder, Schafe, Ziegen, Pferde, Puten und Hühner werden in überfüllten LKWs tagelang quer durch Europa, nach Afrika oder in den Nahen Osten transportiert. Die gesetzlichen Bestimmungen sind lasch, werden unzureichend kontrolliert und auch deswegen oft von den Transportfirmen ignoriert.

Tiertransport Tierquälerei Österreich

Kälber werden oft tagelang durch in Tiertransportern quer durch Europa, den Nahen Osten und Nordafrika gefahren. Für die Jungtiere ist der Transport eine absolute Qual.

Bereits 2009 stellte die EU-Kommission klar, dass der Fern-Transport von Kälbern unter zwei Monaten illegal ist. Der Grund: Zu diesem Zeitpunkt sind die Jungtiere nämlich noch nicht von der Milch entwöhnt und können deshalb auf der Reise nicht versorgt werden. Ein  Transport von Kälbern darf nicht länger als 8 Stunden dauern.

Unternehmen verstoßen gegen Gesetze

Diese Begrenzung wird aber oft ignoriert. Der Verein gegen Tierfabriken dokumentierte letztes Jahr einen Fall: Dort wurde ein Tiertransporter in Bergheim bei Salzburg bis nach  Vic in Spanien gefahren. Die Reise dauerte für die Kälber über 22 Stunden. Fast das Dreifache der gesetzlichen Beschränkungen. Während der ganzen Strecke wurden die Kälber nicht versorgt, geschweige denn für Pausen entladen.

Oft gehen die Tiertransporte sogar noch über noch längere Strecken. Einer der Haupt-Importeure von österreichischen Rindern ist die Türkei, aber auch in Länder wie den Iran oder Algerien werden österreichische Kühe transportiert. Aber wieso transportiert man die Tiere lebend und nicht erst nach der Schlachtung? Weil es für die beteiligten Unternehmen schlicht billiger ist, das lebenden Tiere ohne Kühlung zu transportieren. Für höhere Profite müssen die Tiere leiden.

Regierung untätig – SPÖ fordert strengere Regeln und Kontrollen

Die Missstände bei Tiertransporten sind der Regierung schon lang bekannt. Tätig wurde sie aber nicht. Einer der Gründe dafür: Unternehmen die von dieser Tierquälerei profitieren, haben oft enge Verbindungen zur ÖVP. Und diese stellt seit über 30 Jahren den Landwirtschafts-Minister.

Bei der Nationalratssitzung am 27. Februar fordert die SPÖ ein Ende dieser Tierquälerei. Konkret heißt das: Lebende Tiere sollen nur noch über eine Grenze und nicht mehrere transportiert werden dürfen. Die Lebendtiertransporte in Staaten außerhalb der EU sollen komplett verboten werden. Zusätzlich soll „Task Force Tiertransporte“ eingesetzt werden, die bei Verstößen gegen Transportvorschriften schnell aktiv werden kann, und diese Regelungen auch kontrollieren und durchsetzten kann.

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Richard
Richard

Warum wird immer nach Berichtet wo kann nichts mehr unternehmen und Stoppen die LKWs

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