Die Zerstörung der ÖVP
Jugend rebelliert im Netz

Youtuber Working Class Hero + Konstantin Kladivko gegen ÖVP: Kurz ist unwählbar

Zwei Youtuber stellen im Finale des Wahlkampfes Videos mit den Titeln “ Die Zerstörung der ÖVP“ ins Netz. Hierbei analysieren „Working Class Hero“ und  Konstantin Kladivko die Politik von Kurz und seiner Partei. Dies erinnert an das Zerstörungs-Video von Rezo: Kurz vor der EU-Wahl im Mai 2019 brachte der deutsche Youtuber die CDU schwer unter Druck. Mit seinem Video „Die Zerstörung der CDU“ sorgte er für Furore im Netz und kostete der CDU sehr viele Stimmen bei der Wahl.

Hier gehts zum Interview mit den beiden YouTubern.

Nach dem Vorbild von Rezo haben jetzt auch in Österreich die beiden Youtuber Konstantin Kladivko und Working Class Hero je ein Video zur „Zerstörung der ÖVP“ ins Netz gestellt.
Sie zeigen: Die ÖVP nimmt es mit der Wahrheit gar nicht genau, sie macht Politik für die Reichen und Konzerne, ignoriert den Rat von Experten und tut alles, um an der Macht zu bleiben.

Konstantin Kladivko: Die ÖVP macht deine Zukunft kaputt

Konstantin Kladivko legt nach und veröffentlichte sein Youtube-Video „Die echte Zerstörung der ÖVP“. In seinem rund 35 Minuten langen Video analysiert auch er die Politik der Volkspartei. Dabei geht es nicht um seine persönliche politische Meinung, sondern um Fakten. Er verweist auf 157 Quellen, um darzustellen: Die Bildungs-, Sozial- und Klimapolitik der ÖVP steht im Widerspruch zu der Meinung von Experten. Außerdem zeigt er: Die ÖVP hat mehrmals öffentlich gelogen. In diesen fünf Punkten folgt seine Zerstörung der ÖVP:

1. Die ÖVP-Bildungspolitik ist von vorgestern

Kladivko beginnt mit der Bildungspolitik: Die ÖVP ist gegen alles, was Experten raten. Egal ob Gesamtschule, Ganztagsschule oder die Abschaffung von Noten in der Volksschule: Der ÖVP ist die Forschung zu Lernerfolgen und Chancengleichheit von Kindern egal. Kladivko nennt zahlreiche Studien, die das Gegenteil von dem empfehlen, was die ÖVP macht.

Dass Österreich so schlecht bei PISA abschneidet, führt Kladivko vor allem darauf zurück, dass die ÖVP seit 32 Jahren durchgehend in der Regierung ist.

2. Die Partei der Reichen will Reiche nicht besteuern

Danach erinnert der junge Youtuber an einen Slogan der Volkspartei aus dem vergangen Wahlkampf: „Leistung muss sich lohnen, wer arbeitet, darf nicht der Dumme sein“. Hier widerspricht sich die ÖVP selbst. Denn sie tritt gegen Erbschaftssteuern ab einer Million Euro ein – einem völlig leistungsfreien Einkommen. In kaum einem Land zahlt man so wenig Steuern auf Erbschaften und Vermögen wie in Österreich – bei der Arbeit sieht das anders aus. So viel also zu Leistung muss sich lohnen, sagt Kladivko.

3. Klimapolitik: Dank der ÖVP Strafe in Höhe von 2 Mondlandungen

Nachdem sich Kladivko über die Unterschiede zwischen Wahlkampfsprüchen und Realpolitik der ÖVP lustig gemacht hat, geht er zum Kern des Videos über:

Auch er legt gut begründet dar, dass man die ÖVP dringend abwählen muss, wenn man aktive Politik gegen den Klimawandel in Österreich haben möchte.

Die ÖVP ist seit über 30 Jahren für die Umweltschutzagenden in der Regierung verantwortlich. Sie schickte meistens einen Vertreter des Bauernbundes in das Amt – und das sah man dann auch an der Politik. Egal welcher ÖVP Politiker – es wurde immer vor allem Landwirtschafts-Politik gemacht. Das sieht man auch am letzten Regierungsprogramm: Das Wort „Klima“ kam fünf Mal vor – das Wort Wirtschaft 70 Mal. Die Regierung plante, das Klimabudget von 627 Millionen Euro im Jahr 2018 auf 537 Millionen Euro im Jahr 2022 zu kürzen.

ÖVP und FPÖ wollten also weniger Geld zur Bekämpfung des Klimawandels ausgeben – nicht mehr.

Das Ergebnis davon: Österreich wird von Experten bei der Klimapolitik schlechter als die Ukraine und Kasachstan bewertet. Was das bedeutet, rechnet Kladivko vor: Die ÖVP Umwelt- und Klimapolitik war so daneben, dass wir klimabedingt bis 2030 mit bis zu 40 Milliarden Euro Zusatzkosten rechnen müssen. Umgerechnet sind das zwei Mondlandungen.

4. Die ÖVP und ihr schlechtes Verhältnis zur Wahrheit

Die oben genannten Fakten störten die ÖVP aber nicht dabei, sich für vermeintliche Erfolge in der Klimapolitik zu feiern. So prahlte sie damit, dass unter Elisabeth Köstinger die Co2 Emissionen um 3,8 Prozent gesunken sind. Doch Kladivko braucht nicht lange, um diesen ÖVP Trick zu entlarven. Er macht klar: Die ÖVP Politik hat damit rein gar nichts zu tun. Die Emissionen sind allein deshalb gesunken, weil der Winter wärmer war, als im Jahr zuvor und daher weniger geheizt wurde. Außerdem hatte die VOEST einen Hochofen vorübergehend außer Betrieb genommen und dadurch weniger Co2 ausgestoßen. Mit der Regierungspolitik haben beide Dinge freilich nichts zu tun.

5. Die ÖVP und die Wahlkampfkosten

Dass die ÖVP ein seltsames Verhältnis zur Wahrheit hat, zeigt Kladivko auch am Beispiel der Wahlkampfkosten. Die ÖVP hatte im letzten Wahlkampf immer beteuert, sich an die gesetzlichen Regeln halten zu wollen – sogar noch zwei Wochen vor der Wahl. Tatsächlich hat sie aber fast doppelt so viel ausgegeben wie gesetzlich erlaubt. Der Youtuber bezweifelt stark, dass man innerhalb von 14 Tagen 6 Millionen „aus Versehen“ ausgibt und auch einen 15 Millionen Euro Kredit nimmt man nicht ohne Grund auf.

Konstantin Kladivko erstellte wie Working class hero ein ÖVP Zerstörungs Video, der ÖVP YouTube Channel hat nicht reagiert. Ihr Vorbild war der YouTuber Rezo

Konstantin Kladivko


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„Working Class Hero“: Die ÖVP regiert seit 32 Jahren, das muss sich ändern

„Die ÖVP regiert Österreich seit 32 Jahren. Warum sich das ändern muss, und warum ihr ÖVP & FPÖ am Sonntag nicht wählen solltet, seht ihr in diesem Video„, kündigt Youtuber Working Class Hero an. Er zeichnet verschiedene ÖVP Skandale rund um Sebastian Kurz nach, zeigt wie Spenden an die ÖVP vor der Öffentlichkeit versteckt wurden und macht deutlich, für wen die ÖVP Politik macht. In diesen drei Punkten folgt die Zerstörung der ÖVP:

1. Die ÖVP macht Politik für die Reichen und die Konzerne

„Auf der einen Seite bekommt Kurz Geld von der Industrie. Auf der anderen Seite senkt schwarzblau die Steuern –  für die Industrie.
Auf der einen Seite spendet der KTM-Chef eine halbe Million und auf der anderen Seite bekommt der KTM 1,8 Millionen an Steuergeldern.
Auf der einen Seite spenden die wohlhabenden Hoteliers –  auf der anderen Seite bekommen auch die eine Steuersenkungen.“

 

2. Klimapolitik: ÖVP ist seit 32 Jahren dafür verantwortlich und hat einfach nichts gemacht

„Working Class Hero“ analysiert nicht nur die aktuelle Politik der ÖVP, wie zuvor Rezo bei der CDU, sondern blickt auch in die Vergangenheit. Die ÖVP hat seit 32 Jahren alle für die Klimapolitik relevanten Ministerien und hat noch nie wirklich etwas gegen den Klimawandel getan. Folgendes steht für den YouTuber fest:

„Die ÖVP wird nichts zur Senkung des Co2-Ausstoßes beitragen!“

So hat die ÖVP in nur 12 Prozent aller Abstimmungen im EU Parlament, in denen es um Umweltpolitik gegangen ist, für das Klima abgestimmt – die FPÖ in 27 Prozent der Fälle. Zum Vergleich: Die Grünen haben in 91 %, die SPÖ in 86 % und die Neos in 37 % aller Abstimmungen für das Klima gestimmt.

Er macht auch auf den Ernst der Lage aufmerksam:

„Wenn man noch von ungefähr 10 Jahren ausgeht, die wir haben, um die schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels zu stoppen, dann muss man einfach sagen: Wir können uns einfach noch mal 5 Jahre schwarze Klimapolitik nicht leisten“

3. Machtbesessen: Wie Kurz sich an die Spitze der ÖVP putschte

„Working Class Hero“ zeigt aber auch, dass sich die ÖVP unter Sebastian Kurz sogar noch schlimmer geworden ist und zeichnet nach wie der junge Ex-Kanzler Reinhold Mitterlehner wegputschte. Dafür war ihm jedes Mittel recht. Einer der Unterstützer von Kurz bei diesem Putsch war Wolfgang Sobotka. Dieser hatte laut dem Youtuber die Aufgabe, die Regierungszusammenarbeit mit der SPÖ zu sabotieren. Außerdem macht er noch mal darauf aufmerksam, dass Sobotka allen ernsten strengere Überwachungsmaßnahmen damit begründet hatte, dass ihm niemand mehr vor die Türe scheißt, seitdem er dort eine Kamera installierte.

Working class hero erstellte wie Konstantin Kladivko ein ÖVP Zerstörungs Video, der ÖVP YouTube Channel hat nicht reagiert ihr Vorbild war der YouTuber Rezo

Working Class Hero


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Vorbild Rezo: Die Zerstörung der CDU

Beide Youtuber orientierten sich am Deutschen „Rezo“. Rezo zeigte vor der EU-Wahl der Youtube-Szene, dass man die CDU auf keinen Fall wählen sollte. Seit Mai haben bereits 16 Millionen Menschen das „Die Zerstörung der CDU“-Video von Rezo gesehen. Die CDU hat bis heute keine ordentliche Reaktion auf den YouTuber zusammengebracht – auch auf den ÖVP YouTube Channel gibt es keine Reaktion.

 

 

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