Austrian Airlines

AUA-Rettung: Kosten für die Steuerzahler, Gewinne für die Aktionäre

Die Rettung der AUA ist fixiert. Ein guter Deal ist es für Österreich aber nicht. Der österreichische Staat schießt dem deutschen Lufthansa Konzern 450 Millionen zu. Doch eine Staatsbeteiligung wird es nicht geben. Künftige Gewinne kommen also nur den Aktionären zugute und Österreich hat kaum Mitspracherecht bei Austrian Airlines. Außerdem kündigt die AUA nun 1.100 Jobs.
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Das Rettungspaket für die AUA ist beschlossen. Der Tochterunternehmen des deutschen Lufthansa-Konzern bekommt insgesamt 600 Millionen Euro. 150 kommen von der Lufthansa – den Bärenanteil von 450 Millionen muss aber der die Republik Österreich tragen.  Insgesamt bekommt die AUA Millionen zugeschossen. 300 Millionen Euro davon sind ein staatlich garantierter Bankkredit, die restlichen 150 Millionen sind ein Zuschuss und muss nicht mehr zurückgezahlt werden.

Geld kommt vom Staat – Gewinne kassieren weiter die Aktionäre

Der österreichische Staat schießt einem deutschen Luftfahrtkonzern 150 Millionen Euro zu und haftet für das Doppelte. Üblich ist in solchen Fällen, dass der Staat dann zumindest am Unternehmen beteiligt wird. So etwa als Deutschland einsprang um die Lufthansa zu retten: Deutschland besitzt jetzt 20 Prozent der Aktien der Fluggesellschaft. Damit hat der Staat Mitspracherecht und einen Anspruch auf mögliche Gewinne.

AUA Rettung Austrian Airlines Staat

Die Rettung der Austrian Airlines ist vor allem eine Rettung für ihre Aktionäre. Für den Steuerzahler schaut dabei wenig raus.

„Offenbar haben sich Kurz und Blümel bei den Verhandlungen von der Lufthansa über den Tisch ziehen lassen. Denn die Republik zahlt zwar zwei Drittel der Kosten für die Rettung, die Steuerzahler haben aber nichts davon.“, erklärt Rainer Wimmer, Industriesprecher SPÖ.

Außerdem kündigt die AUA an, trotz Staatshilfe 1.100 von insgesamt 7.000 Stellen abbauen zu wollen. Und die Löhne sollen um 13 % gekürzt werden.

Wenig für Arbeiter der AUA, Standort und Umwelt

Zwei zentrale Ziele waren die Arbeitsplätze und den Standort in Wien zu sichern. Beide diese Ziele wurden nur bedingt erreicht und sind zeitlich begrenzt. Auch die geforderten ökologischen Verbesserungen im Betrieb der AUA sind kaum Grund zur Freude. Die AUA muss ihre CO2-Emissionen um ein Drittel senken. Basisjahr für die Berechnung ist jedoch 2005. Außerdem hat sich die AUA verpflichtet Fluglärm zu reduzieren. Von Umwelt-Organisationen hagelt es Kritik für den Deal der Regierung. Fridays for Future nennen die AUA-Rettung einen klimapolitischen Absturz.

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Axel
Axel
10. Juni 2020 18:06

Ist doch der Klassiker: „Gewinnen privatisieren – Verluste sozialisieren“ – und wie immer dürfen wir arbeitenden Menschen, die Jugend und die PensionistInnen dafür brennen. Neu daran ist nur, dass wir mit unserem Geld jetzt auch noch ausländische Konzeren retten ‚dürfen‘.

Arthur
Arthur
9. Juni 2020 16:46

Besteht Hoffnung auf ein kollektives Erwachen?

Johann Hahn
Johann Hahn
9. Juni 2020 09:54

Was willst von einem „Nurmaturanten“ und seinen Günstlingen anderes erwarten? Auch das Geld der großen Masse der kleinen Leute geht einmal aus. Sind eh nur mehr Schulden da!
Aber wählt nur schön brav dieses herzige Buberl!
 

rudi
rudi
Reply to  Johann Hahn
9. Juni 2020 10:56

Die #AUA soll 450 Millionen Euro vom Staat erhalten – 300 Mio. Kreditgarantie und 150 Mio. Eigenkapital. Eine Staatsbeteiligung kommt nicht. 150 Millionen geschenkt für einen Luftfahrt-Konzern und seine Aktionäre. In Zeiten der Klimakrise. #TürkisGrünhttps://abs.twimg.com/emoji/v2/72×72/1f926-200d-2640-fe0f.pnghttps://orf.at/stories/3168780/ …

rudolf
rudolf
Reply to  rudi
19. Juni 2020 11:35

Die AUA-Rettung:
 
Bitte helfen Sie, dass die AUA wieder unter der österreichischen Fahne, fliegt!
 
Die Lufthansa hat schon einmal 500 Mil. € als Mitgift bekommen.
Diese 500 Mil. sollten zurückgezahlt werden und mit den 800 Mil. €, die zusammen dann 1.300 Mil. wären, könnten die Österreicher wieder Ihre EIGENE AUA haben!!
Das muss man unterstützen!!
Damit wären die Deutschen aus dem Rennen!
Und für die ÖSTERREICHER und für den österreichischen Wirtschaftstandort GUT!
Im Sinne für ÖSTERREICH!
Manner mag man eben und die AUA noch mehr
 

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