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Dieser Elefant erklärt die Krise der westlichen Mittelschicht!

Dieser Elefant erklärt die Krise der westlichen Mittelschicht!

Alexandra Hopf Alexandra Hopf
in Wirtschaft und Finanzen
Lesezeit:2 Minuten
11. August 2016
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Wie erklärt man die wachsende politische Unzufriedenheit im Westen, den Zulauf zu rechten und populistischen Politkern wie Trump, Le Pen und Strache oder Volksentscheide wie den Brexit? Branko Milanovic, Ökonom und Ungleichheitsforscher, versucht es mit einem Elefanten – einem Diagramm, das die Krise der Mittel- und Unterschichten in den Industrieländern abbildet.

Interessant ist der Rüssel. Die Grafik zur Studie (PDF) des Ökonomen und Armutsforschers Branko Milanovic macht die weltweite Einkommensentwicklung in den letzten Jahrzehnten anschaulich: Die Einkommen von Angehörigen der Mittel- und Unterschichten in den USA und Europa haben kaum zugelegt bzw. sogar abgenommen. ArbeiterInnen und Angestellte in den westlichen Industrieländern haben also von der Globalisierung seit den 80er Jahren kaum profitiert, sie gehören sogar zu den Globalisierungsverlierern – im Gegensatz etwa zu den Mittelschichten in asiatischen Ländern wie China oder Indien und in Lateinamerika.

Wo der Rüssel beginnt …

Milanovic bildet in seiner Grafik auf der waagrechten Achse den menschlichen Wohlstand ab, in dem er die weltweite Bevölkerung nach Einkommensgruppen ordnet: Ganz links befinden sich die ärmsten Menschen der Welt, die Bevölkerung im subsaharischen Afrika. Rechts davon, von ca. 10 bis 25 Prozent, folgen die unteren Einkommensschichten Indiens und Indonesiens sowie teilweise auch Chinas. Die meisten Chinesen befinden sich im Segment von 25 bis 65 Prozent, ebenso wie Menschen in Indien, Brasilien und anderen nicht-westlichen Teilen der Welt. Ab 65 Prozent beginnen die Unter- und Mittelschichten der westlichen Industrieländer bis zu deren Oberschichten (bis 99 Prozent). Das letzte Prozent auf der Achse sind die Superreichen.

… finden sich die ArbeiterInnen aus Europa und den USA

Senkrecht auf der Grafik ist der Einkommenszuwachs der jeweiligen Gruppe in der Phase 1988 bis 2008 abgebildet. Sie zeigt: Vor allem die Mittelschichten Chinas, anderer asiatischer Länder und Lateinamerikas haben einkommensmäßig dazugewonnen. Massiv profitierten auch die Reichen der Welt. Die Einkommen der Mittelschichten des Westens stagnierten oder nahmen sogar ab.


 

Futter für rechte Populisten

Milanovic sieht diese Entwicklung als entscheidenden Faktor für den Aufstieg (rechts)populistischer Bewegungen in Europa oder den Erfolg Donald Trumps in den USA. Denn: Das Heilsversprechen der Nachkriegsjahre, dass es den nachfolgenden Generationen immer besser gehen würde, wird nicht mehr erfüllt. „Die Populisten versprechen, dass sie das Rad der Geschichte zurückdrehen.“

Chancengleichheit gegen die „Plutokratie“

Während also die Mittelschichten des Westens zunehmend unter Druck geraten, wächst die Schere zu den Spitzenverdienern dieser Länder. Milanovic spricht von einer Entwicklung in Richtung „Plutokratie“, speziell in den USA, wo sich etwa nur mehr Reiche eine ordentliche Ausbildung leisten können. Was man dagegen tun kann? „Ich würde vor allem bei der Chancengleichheit ansetzen. Wir brauchen ein Bildungssystem, in dem die individuelle Leistung zählt und nicht das Einkommen der Eltern.“

Die Weltbank-Studie als PDF: https://www.gc.cuny.edu/CUNY_GC/media/CUNY-Graduate-Center/PDF/Centers/LIS/Milanovic/papers/2013/WPS6719.pdf

Interview mit Branko Milanovic in der „Zeit“: http://www.zeit.de/2016/21/ungleichheit-einkommen-branko-milanovic-interview-armut-reichtum

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Leonard Nimoy war ein vielseitiger Künstler, der vor allem durch seine Rolle als Mr. Spock in der legendären Serie „Star Trek“ bekannt wurde. Als Vulkanier, der zwischen logischer Vernunft und menschlicher Emotion balancierte, prägte Nimoy eine Figur, die zu einem Markenzeichen der Sci-Fi-Kultur wurde. Doch sein Talent ging weit über das Schauspiel hinaus: Er war auch Regisseur, Musiker und Fotograf. Neben seiner Arbeit in der Unterhaltungsindustrie setzte er sich für soziale Themen ein und hinterließ einen bleibenden Eindruck sowohl auf als auch neben der Leinwand. Zitat: Das ist ja das Wunder. Je mehr wir teilen, desto mehr haben wir. Leonard Nimoy

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