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Alles zur EU-Wahl 2024 – Die Parteien, die Themen, die Kandidat:innen

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Alles zur EU-Wahl 2024 – Die Parteien, die Themen, die Kandidat:innen

EU-Wahl einfach erklärt

Anna Drujan Anna Drujan
in Europa
Lesezeit:7 Minuten
22. März 2024
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Am 9. Juni 2024 findet in Österreich die EU-Wahl statt. Aber wie funktioniert die eigentlich? Und wen kann man wählen? Von Briefwahl über Stimmzettel bis zu den Spitzenkandidat:innen und ihren Themen: Alle wichtigen Informationen haben wir hier für euch einfach erklärt.

Inhalt
1) Wann ist die EU-Wahl?
2) Was wird bei der EU-Wahl gewählt?
3) Wen kann man bei der EU-Wahl wählen?
4) Wie funktioniert die EU-Wahl?
5) Wer darf wählen?
6) Um welche Themen geht es bei der EU-Wahl?

Wann ist die EU-Wahl?

Die EU-Wahl findet von 6. bis 9. Juni 2024 in allen EU-Ländern statt. In Österreich wird am 9. Juni gewählt. Die letzte Wahl fand 2019 statt, gewählt wird also alle fünf Jahre.

Was wird bei der EU-Wahl gewählt?

Bei der EU-Wahl wählen alle Bürger:innen der EU-Länder die Mitglieder des europäischen Parlaments (MdEP). Das EU-Parlament ist weltweit die einzige internationale Versammlung, die direkt gewählt wird. Das bedeutet, dass im EU-Parlament nicht einfach von den Regierungen entsendete Vertreter:innen sitzen, sondern wir als Bürger:innen der EU direkt wählen können, wer uns im EU-Parlament vertritt. 

Das Parlament wird nach der Wahl im Juni 720 Mitglieder haben – das sind 15 Abgeordnete mehr als nach der Wahl 2019. Die Größe des Parlaments wird vorher festgelegt, wobei die EU eine Maximalgrenze von 750 Mitgliedern bestimmt hat. 

Die Anzahl der MdEP aus den EU-Staaten ist jeweils proportional zur Bevölkerungszahl im Land festgelegt. Österreich darf 2024 20 Abgeordnete entsenden. Das ist eine Person mehr als noch 2019. Die Maximalzahl an Abgeordneten, die ein Land entsenden darf, liegt bei 96 – so viele Politiker:innen darf Deutschland als bevölkerungsreichstes EU-Land ins Parlament berufen. Die kleinsten Länder der EU – Zypern, Luxemburg und Malta – werden nur von sechs Abgeordneten im EU-Parlament vertreten. 

Das EU-Parlament wählt die Mitglieder der Europäischen Kommission, die Gesetze ausarbeiten, die dann im Parlament diskutiert und abgestimmt werden. Auch wählt das Parlament den Präsidenten oder die Präsidentin der EU-Kommission – gerade ist das Ursula von der Leyen. 

Wen kann man bei der EU-Wahl wählen?

Bei der EU-Wahl wählen alle Staaten Listen von nationalen Parteien. In Österreich können wir also zwischen den Parteien SPÖ, ÖVP, Grüne, Neos, FPÖ, KPÖ und DNA wählen. Sie haben Listen mit Kandidat:innen zusammengestellt. Die Listen sind von den Parteien sortiert. Das heißt, dass die erste Person auf einer Parteiliste auch als Erstes ins EU-Parlament einzieht, wenn die jeweilige Partei genug Stimmen bekommt. Die erste Person auf einer Liste nennt man Spitzenkandidat. Die Mandatare des EU-Parlaments gehören gleichzeitig den jeweiligen österreichischen Parlamentsklubs an.

Eine Liste mit den österreichischen Kandidaten und Kandidatinnen für die EU-Wahl 2024.

Für die SPÖ tritt Andreas Schieder als Spitzenkandidat an. Er ist bereits seit 2019 Mitglied des EU-Parlaments. Zwischen 2013 und 2017 war er Klubobmann bei der SPÖ. Von 2007 bis 2008 war er internationaler Sekretär der SPÖ. Er beschäftigt sich damit schon seit vielen Jahren mit internationaler Politik. Als SPÖ-Politiker setzt er sich auch auf EU-Ebene für soziale Themen ein. Dazu gehört die Forderung, dass das Leben für alle Menschen leistbar sein soll und die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich verhindern werden soll. Deshalb sollen auch die Kosten der Klimakrise gerecht verteilt werden. 

Der Spitzenkandidat der ÖVP ist Reinhold Lopatka. Er ist derzeit Nationalratsabgeordneter. Wie auch Andreas Schieder war er Klubobmann zwischen 2013 und 2017, also war er in dieser Zeit der Chef des ÖVP-Parlamentsklubs. Davor war er Staatssekretär der ÖVP im Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten. Zu seinen Zielen gehört eine strenge Migrations- und Sparpolitik. 

Die FPÖ schickt Harald Vilimsky als Spitzendkandidaten ins Rennen. Er ist bereits seit 2014 Abgeordneter im EU-Parlament. Er vernetzt sich dort mit anderen rechtspopulistischen bis rechtsextremen Parteien. 

Überrascht haben die Grünen mit ihrer Spitzenkandidatin: Für sie stellt sich die Klimaaktivistin Lena Schilling zur Wahl. Sie ist insbesondere durch die Proteste gegen den Lobautunnel bekannt geworden. Zu ihren Forderungen gehört die hohe Besteuerung von Privatjets und ein strenger Klimaschutz.

Für die Neos kandidiert Helmut Brandstätter als Spitzenkandidat. Er ist seit 2019 Nationalratsabgeordneter, davor war er als Journalist tätig. Er fordert die Einführung einer EU-Armee und Österreich eine Neuinterpretation seiner Neutralität. Außerdem setzt er sich für mehr Investitionen in Bildung ein.

Auch die KPÖ hat mit Günther Hopfgartner ihren Spitzenkandidat:innen bereits vorgestellt. Für die DNA (Demokratisch, Neutral, Authentisch) kandidiert Maria Hubmer-Mogg. Die Medizinerin aus Graz ist durch die Proteste gegen die Corona-Maßnahmen bekannt geworden. 

Die von uns gewählten Abgeordneten bilden dann mit Mitgliedern aus nicht-österreichischen Parteien im EU-Parlament sogenannte Fraktionen. Sie haben einen eigenen Vorsitz, einen Vorstand und ein Sekretariat. Sie sitzen während den Parlamentssitzungen im Plenarsaal zusammen und können vor den Abstimmungen gemeinsam Berichte prüfen, Änderungsanträge einbringen und Abstimmungen debattieren. Die Mitglieder einer Fraktion sind aber nicht an die Absprachen gebunden, weil die Abstimmungen frei sind. 

Zur Bildung einer Fraktion braucht man mindestens 23 Abgeordnete aus mindestens einem Viertel der Mitgliedsstaaten. Jedes Mitglied darf nur einer Fraktion angehören. Es gibt auch fraktionslose Abgeordnete. Wegen dieser Regeln müssen die Fraktionen nach jeder Wahl neu gebildet werden. Momentan gibt es diese Fraktionen:

  • Fraktion der Progressiven Allianz der Sozialdemokraten im Europäischen Parlament (S&D)
    • Hier ist die SPÖ mit anderen europäischen sozialdemokratischen Parteien vernetzt.
  • Fraktion der Europäischen Volkspartei (Christdemokraten) (EVP)
    • Hier ist die ÖVP dabei.
  • Renew Europe Group
    • Eine liberale Fraktion, bei der die Neos mit dabei sind.
  • Fraktion der Grünen / Freie Europäische Allianz (EFA)
    • In dieser Fraktion sind auch die österreichischen Grünen vertreten.
  • Fraktion der Europäischen Konservativen und Reformer (EKR)
  • Fraktion Identität und Demokratie (ID)
    • Hier ist die FPÖ gemeinsam mit rechten Parteien wie z.B. der deutschen AfD, der französischen Partei „Rassemblement National“ und der italienischen „Lega“ Mitglied.
  • Fraktion Die Linke im Europäischen Parlament
    • In dieser Fraktion ist die KPÖ gut vernetzt, jedoch hat die KPÖ selbst keine Abgeordneten im EU-Parlament.

Wie funktioniert die EU-Wahl?

Bei der EU-Wahl am 9. Juni werden in ganz Österreich dieselben Listen gewählt. Also bildet ganz Österreich einen Wahlkreis. Damit eine Partei Abgeordnete ins EU-Parlament schicken darf, muss sie mindestens 4% der Stimmen bekommen. Das ergibt sich dadurch, dass Österreich insgesamt nur 20 Abgeordnete ins EU-Parlament entsendet. 

Auf dem Stimmzettel kann man sein Kreuz bei einer Partei setzen. Damit gibt man der Liste dieser Partei seine Stimme. Außerdem kann man eine Vorzugsstimme vergeben. Das bedeutet, dass man in der Zeile von der Partei, die man mit einem Kreuz gewählt hat, in einem weiteren Feld die Nummer oder den Namen eines Kandidaten eintragen kann, den man am allermeisten im EU-Parlament sehen möchte. Vorzugsstimmen darf man also nur für die Partei vergeben, die man auch wählt. So könnte auch eine Person auf der Liste einer Partei, die nicht Spitzenkandidat:in ist, als erste ins Parlament einziehen. 

 

Stimmzettel zur Europawahl, Muster
Quelle: www.oesterreich.gv.at 

Man kann wie üblich am Wahltag in einem Wahllokal am Ort des Hauptwohnsitzes wählen. Dafür benötigt man nur seinen Ausweis. Man kann auch in einem anderen Wahllokal oder per Briefwahl wählen. Dazu muss man eine Wahlkarte bei seiner Gemeinde beantragen. Dies ist ab Mitte April möglich. Spätestens kann man die Karte noch bis zum 5. Juni schriftlich beantragen. Sobald man die Karte hat, kann man sofort per Briefwahl wählen. 

Wer darf wählen?

Bei der EU-Wahl dürfen alle Bürger:innen eines EU-Landes wählen, die mindestens 16 Jahre alt sind. Wenn man am 9.6.2008 oder davor geboren wurde, ist man also wahlberechtigt. 

Alle Österreicher:innen mit Hauptwohnsitz in Österreich sind automatisch für die Wahl registriert. Sie bekommen eine Wahlbenachrichtigung. Aber auch Österreicher:innen mit Hauptwohnsitz im Ausland dürfen für Österreich wählen. Sie müssen sich dafür bis zum 25. April in die europäische Wählerevidenz eintragen. Hat man das einmal gemacht, kann man die nächsten 10 Jahre auch aus dem Ausland per Briefwahl wählen. Dazu muss man wie bei der normalen Briefwahl auch eine Wahlkarte beantragen. 

Besonders ist, dass bei der EU-Wahl auch nicht-österreichische EU-Bürger:innen mit Hauptwohnsitz in Österreich für Österreich wählen dürfen. Dafür müssen sie sich auch in der europäischen Wählerevidenz eintragen. Dazu schickt man bis zum 26. März die ausgefüllten Formulare sowie einen Identitätsnachweis (z.B. Passkopie) an die zuständige Stelle bei der Gemeinde.  

Um welche Themen geht es bei der EU-Wahl?

Die SPÖ setzt auf Themen wie die Inflationsbekämpfung, leistbares Leben für alle und eine soziale Klimapolitik. Das bedeutet, dass Superreiche und Großkonzerne, die ganz besonders zum Klimawandel betragen, auch mehr für den Klimaschutz aufkommen müssen.

ÖVP und FPÖ werden sich im Wahlkampf wahrscheinlich ein Rennen um die restriktivste Migrationspolitik liefern. Für die ÖVP ist ein Sparkurs wichtig – die EU soll weniger Geld für die öffentliche Infrastruktur und soziale Politik ausgeben.

Die Neos setzen ihre Schwerpunkte auf die Stärkung des Zusammenhalts in der EU und die Einführung einer EU-Armee. Die Grünen betonen auch den Zusammenhalt, aber haben ihren Fokus auf Themen im Bereich Umwelt. Auch wenn die KPÖ wegen der 4% Hürde wenig Chancen auf einen Einzug ins EU-Parlament hat, hat sie bereits ihre Schwerpunkte für den Wahlkampf vorgestellt: die Neutralität und der Kampf gegen die Teuerungen stehen im Vordergrund. 

Insgesamt wird im Wahlkampf neben Umwelt- und Wirtschaftsfragen auch das Thema Sicherheit besonders wichtig sein. Zentral ist das Thema Jobs und Arbeit, weil die Arbeitslosigkeit und der Fachkräftemangel europaweit ein Problem sind. Auch ein internationales Problem ist das Thema Wohnen: Nicht nur in Österreich wird der Wohnraum immer teurer. Deswegen werden die Fraktionen auch europaweit ihre unterschiedlichen Positionen zu diesem Problem diskutieren. 

Mindestlohn, Umweltschutz & Investitionen: So blockiert ÖVP-Grün wichtige EU-Vorhaben


Parlament Das Thema "EU-Wahl" im Parlament

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Die Country- und Pop-Ikone Dolly Parton ist im Alter von 80 Jahren gestorben. Neben ihrer Karriere als Sängerin ist sie auch für ihr soziales Engagement bekannt: Mit der Imagination Library hat sie ein weltweites Leseprojekt gegründet, das Kindern kostenlos Bücher zur Verfügung stellt. Außerdem unterstützte sie Bildungs- und Hilfsprojekte über die Dollywood Foundation und spendete Millionenbeträge in die medizinische Forschung. Ihrem 1980 verfassten Song „9 to 5“ – einem sozialkritischen Kommentar auf Arbeitswelt und Ungleichheit - entstammt dieses Zitat: “It’s a rich man’s game no matter what they call it, and you spend your life putting money in his wallet.” Zitat: Es ist ein Spiel der Reichen und egal wie sie es nennen, du verbringst dein Leben damit, Geld in ihre Taschen zu stecken. Dolly Parton
Die Country- und Pop-Ikone Dolly Parton ist im Alter von 80 Jahren gestorben. Neben ihrer Karriere als Sängerin ist sie auch für ihr soziales Engagement bekannt: Mit der Imagination Library hat sie ein weltweites Leseprojekt gegründet, das Kindern kostenlos Bücher zur Verfügung stellt. Außerdem unterstützte sie Bildungs- und Hilfsprojekte über die Dollywood Foundation und spendete Millionenbeträge in die medizinische Forschung. Ihrem 1980 verfassten Song „9 to 5“ – einem sozialkritischen Kommentar auf Arbeitswelt und Ungleichheit - entstammt dieses Zitat: “It’s a rich man’s game no matter what they call it, and you spend your life putting money in his wallet.” Zitat: Es ist ein Spiel der Reichen und egal wie sie es nennen, du verbringst dein Leben damit, Geld in ihre Taschen zu stecken. Dolly Parton

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EU-Länder

Momentan gibt es in der EU 27 Mitgliedstaaten. EU-Länder sind: Belgien, Bulgarien, Rumänien, Tschechische Republik, Dänemark, Deutschland, Estland, Griechenland, Spanien, Frankreich, Irland, Italien, Zypern, Lettland, Litauen, Luxemburg, Ungarn, Malta, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Slowenien, Slowakei, Finnland, Kroatien und Schweden. Großbritannien trat mit 31. Januar 2020 offiziell aus der EU aus. Das Thema "EU-Mitgliedsstaaten" im Parlament

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EU-Abgeordneter

Die Mitglieder des Europäischen Parlaments sind die Abgeordneten aus allen EU-Ländern. Die deutsche Abkürzung lautet MdEP, die englische MEP. Sie wurden von den Bürgerinnen und Bürgern des jeweiligen Landes direkt ins EU-Parlament gewählt. Seit dem Austritt Großbritanniens aus der EU hat das EU-Parlament 705 MdEPs. Das Thema "Mitglieder des Europäischen Parlaments" im Parlament

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Die Europäische Kommission

Auf einen Blick Aufgabe: Vorschläge für neue europäische Rechtsvorschriften und deren Durchsetzung. Setzt Strategien um und verwaltet das Budget. Mitglieder: Ein Team, „Kollegium“ genannt, bestehend aus je einem Kommissar je EU-Mitgliedsstaat Präsidentin: Ursula von der Leyen Gegründet: 1958 Standort: Brüssel (Belgien) Das Logo der Europäischen Kommission Die Europäische Kommission ist das unabhängige Leitungsorgan der EU. Ihre 27 Mitglieder, die Präsidentin und 26 Kommissarinnen und Kommissare, werden jeweils von den Regierungen der Mitgliedsstaaten ernannt. Das heißt also, dass jedes EU-Land einen Kommissar bzw. eine Kommissarin entsenden darf. Diese Kommissare schwören aber bei ihrer Angelobung, unabhängig und nur im Sinne der gesamten EU zu handeln. Die Europäische Kommission. Quelle: Bundeszentrale für Politische Bildung Derzeitige Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen Den Kommissaren steht

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FPÖ

Die FPÖ gibt sich gerne als „soziale Heimatpartei“. Egal ob unter Jörg Haider, Heinz-Christian Strache oder jetzt Herbert Kickl. Sie tut so, als ob sie die Partei der “kleinen Leute” wäre. Doch egal, ob in Opposition oder Regierung: Die FPÖ vertritt gemeinsam mit der ÖVP Konzerne und Österreichs Reichste. Hier der Beweis!

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Das Europäische Parlament

Auf einen Blick Rolle: Direkt gewähltes EU-Organ mit Zuständigkeit für Gesetzgebung, Aufsicht und Haushalt Mitglieder: 705 Mitglieder des Europäischen Parlaments Präsident: David Sassoli Gegründet: 1952 als Gemeinsamen Versammlung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl, 1962 als Europäisches Parlament, erste direkte Wahl 1979 Standort: Straßburg (Frankreich), Brüssel (Belgien), Luxemburg Das Europäische Parlament ist die einzige direkt von den europäischen Bürgerinnen gewählte Institution der EU. Die 705 EU-Parlamentarier, auch Mitglieder des Europäischen Parlaments (MEP) genannt, vertreten 450 Millionen Bürger aus allen 27 Mitgliedsstaaten. Sie sind in acht politische Fraktionen unterteilt. Alle zweieinhalb Jahre (also zwei Mal in jeder Legislaturperiode) wählen sie einen neuen Präsidenten bzw. eine neue Präsidentin aus ihrer Mitte. Logo des Europäischen Parlaments Das EU-Parlament ist das gesetzgebende Organ

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Demokratie

Demokratie bedeutet „Volksherrschaft“. In modernen Demokratien entscheidet die Bevölkerung meist nicht über jede Frage selbst, sondern wählt Vertreterinnen und Vertreter. Diese treffen politische Entscheidungen im Parlament oder in der Regierung. Wichtig sind freie und faire Wahlen, Grundrechte, Rechtsstaatlichkeit, Gewaltenteilung und der Schutz von Minderheiten. Auch Mehrheiten müssen sich an die Verfassung halten. In Österreich dürfen österreichische Staatsbürgerinnen und Staatsbürger ab 16 Jahren bei Nationalratswahlen wählen. Bei Wahlen entscheiden sie, welche Parteien und Personen sie im Parlament vertreten sollen. Das nennt man repräsentative Demokratie. Zu einer Demokratie gehört auch Meinungsfreiheit. Menschen dürfen ihre Meinung äußern und die Regierung kritisieren. Die Meinungsfreiheit hat aber Grenzen, zum Beispiel wenn jemand andere bedroht, gegen Gruppen hetzt oder nationalsozialistische Verbrechen leugnet oder verharmlost. In einer

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ÖVP

Die Österreichische Volkspartei (ÖVP) ist eine der traditionellen Großparteien Österreichs. Sie vertritt vor allem bürgerlich-konservative Werte. Traditionell gilt sie als Interessenvertreterin der Wirtschaft, der Bauern sowie der römisch-katholischen Kirche.

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