Video Interview

Hilfe für die Flüchtlinge in Moria: Video-Interview mit Weltmeister Ronny Kokert

Die Lage der Menschen im Flüchtlingslager Moria auf Lesbos ist schlimm. Mehr als 21.000 Menschen leben dort auf engstem Raum in Zelten ohne Heizung, Strom, fließendes Wasser und ohne ausreichende medizinische Versorgung. Der Kampfsportler und Aktivist Ronny Kokert war vor Ort und gab uns nach seiner Rückkehr ein Interview.

Die Insel Lesbos ist die die drittgrößte Insel Griechenlands und liegt nahe der türkischen Westküste. Seit dem Frühjahr 2015 kommen Flüchtlinge auf ihrem Weg nach Europa auf der Insel an, die meisten aus dem vom Krieg heimgesuchten Syrien.

Das Flüchtlingslager Moria war ursprünglich für 3.000 Menschen ausgelegt. Mittlerweile leben in dem Lager über 21.000 Menschen unter katastrophalen Umständen. 8.000 von ihnen sind Kinder. Sie leben ohne Heizung, Strom, fließendes Wasser und mit nur wenigen sanitären Einrichtungen. Die Zustände gleichen einem Gefängnis.

Dazu ist das wenige medizinische Personal mit seiner Arbeit völlig überfordert. Es gibt bis jetzt praktisch keine Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus.

Ronny Kokert, Freedom Fighter

Wir haben mit dem Ronny Kokert gesprochen, der das Flüchtlingslager besucht hat.

Die Menschen haben mich eingeladen in ihrem Zelt gemeinsam eine Tasse Tee zu trinken und haben mir ihre Geschichten erzählt. Berührende Geschichten von Krieg, Terror, Bedrohung und Angst ….

Kokert engagiert sich seit 2015, als viele Geflüchtete in Österreich ankamen, für die Integration von Jugendlichen und gegründete das Projekt „Freedom Fighters“. Es ist ein Projekt für junge Asylwerber und Kriegsflüchtlinge, bei dem die Teilnehmer lernen, mit ihren Ängsten, mit Wut und Aggression konstruktiv umzugehen. Im Mittelpunkt des Trainings steht ein respektvoller Umgang miteinander.

Zwei seiner Schützlinge haben inzwischen für Österreicher Weltmeister- und Vizeweltmeister-Medaillen bei internationalen Wettbewerben errungen.

Flüchtlingslager in Griechenland: Europa darf nicht wegschauen

Europa muss seine Verantwortung wahrnehmen und seinen Wohlstand dazu nutzen, diesen Menschen zu helfen, fordert der Sportler. Dabei dürfe es nicht um Politik gehen, um links oder rechts.

„Stell dir vor, du und deine Kinder sind von Leiden und Terror bedroht; du begibst dich auf eine Flucht, die ebenfalls Leib und Leben gefährdet. Es geht um Menschen, die mitten in Europa leiden und frieren. Wenn  man hier nicht hilft, ist das der Tatbestand unterlassener Hilfeleistung – ein Verbrechen.“

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