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Die Lebenserwartung steigt, extreme Armut und Kindersterblichkeit gehen zurück: 6 gute Nachrichten aus aller Welt

Krieg, Pandemie und Klimakatastrophe – oft haben wir das Gefühl, dass die Welt den Bach runtergeht. Es gibt aber auch viele wichtige Bereiche, in denen große Fortschritte gemacht werden. So leben wir beispielsweise länger, sind weltweit so vernetzt wie noch nie, drängen Krankheiten zurück und sind besser gebildet. Oft schaffen es diese positiven Nachrichten aber nicht in die Schlagzeilen. Deshalb haben wir für euch sechs Beispiele gesammelt, die zeigen, dass es auch viele positive Entwicklungen auf unserer Welt gibt.

1. Die Lebenserwartung steigt schnell und fast überall

Noch vor dem Ersten Weltkrieg lag die durchschnittliche weltweite Lebenserwartung bei 35 Jahren. Das ist ein Alter, bei dem man heute für viele noch ein junger Mensch ist. Mit dem Ende der Weltkriege begann die Lebenserwartung weltweit schnell und stark zu steigen. Schon mit dem Ende der 1970er-Jahre lag die weltweite Lebenserwartung bei 60 Jahren. 2010 überschritt sie 70 Jahre. Innerhalb von weniger als 100 Jahren hat sich die durchschnittliche Lebenserwartung also verdoppelt. So einen Anstieg hat es in der Geschichte der Menschheit noch nicht gegeben!

Auch in Österreich und seinen Nachbarstaaten ist die Lebenserwartung explodiert. Während der durchschnittliche Österreicher vor dem Ersten Weltkrieg nicht älter als 45 Jahre wurde, kann er heute damit rechnen über 80 Jahre alt zu werden.

Gründe für den weltweiten starken Anstieg der Lebenserwartung liegt in einer besseren und leichter zugänglicheren medizinischen Versorgung, strengere Hygienestandards, das Fehlen von großen Kriegen und die weltweite Abnahme an Hunger und Armut. Ein wesentlicher Faktor ist außerdem die stark gesunkene Säuglings- und Kindersterblichkeitsrate.

2. Kindersterblichkeit geht zurück

Für den größten Teil der Menschheitsgeschichte erreichten viele Kinder nie das Erwachsenenalter. Viele von ihnen starben kurz nach der Geburt oder in ihren ersten Lebensjahren. Diese traurige Tatsache war für die längste Zeit Teil des Lebens. In den letzten Jahrzehnten hat sich das aber weltweit rapide geändert. Kindersterblichkeit, also der Prozentsatz an Kindern, die vor ihrem fünften Geburtstag sterben, lag vor dem Ersten Weltkrieg noch bei fast einem Drittel. Heute liegt er bei 0,4 Prozent. Fast alle Eltern in Österreich und westeuropäischen Staaten können darauf vertrauen, dass ihr Kind die ehemals kritischen ersten Lebensjahre übersteht.

Diese positive Entwicklung trifft jedoch nicht nur auf die reichen Staaten Europas zu. Selbst Länder, die mit enormen sozialen und wirtschaftlichen Problemen konfrontiert sind, wie etwa Somalia oder Haiti, konnten die Kindersterblichkeit bedeutend reduzieren.

3. Immer weniger Menschen leben in extremer Armut

Auch wenn die globale Vermögensungleichheit zunimmt – und immer weniger Menschen immer mehr Wohlstand anhäufen, zeigt sich: Sowohl die Anzahl an Menschen, die in extremer Armut leben, als auch ihr Prozentsatz an der weltweiten Bevölkerung sind über die letzten Jahrzehnte stark zurückgegangen. Noch 1990 lebten 38 Prozent der weltweiten Bevölkerung in extremer Armut. Heute sind es rund 8 Prozent. In absoluten Zahlen ist der Wert von 2 Milliarden auf 648 Millionen Menschen zurückgegangen.

Menschen gelten dann als in extremer Armut lebend, wenn deren Haushalt pro Tag weniger als 2,15 Dollar pro Tag zur Verfügung hat. Es handelt sich also um Menschen, die sich nur das absolut Notwendigste zum Leben kaufen können und in schlechten Zeit nicht einmal das. Es gibt jedoch noch viele andere Formen von Armut. In relativer Armut leben etwa Personen, die zwar mehr als die genannten 2,15 Dollar pro Tag zur Verfügung haben, jedoch viel weniger besitzen, als der Durchschnitt der Bevölkerung in ihrem Land. Oft müssen auch Menschen, die in relativer Armut leben, bei den notwendigsten Dingen des Lebens wie Essen oder Heizen sparen. Wenn du mehr über Armut in Österreich erfahren möchtest, kannst du dich auf der Seite der Armutskonferenz informieren.

4. AIDS-Zahlen rückläufig

AIDS („Akquiriertes Immun-Defizienz-Syndrom“) ist eine Immunkrankheit, die sich in den 1980ern weltweit rasant ausbreitete und Millionen Todesopfer forderte. Lange Zeit galt eine AIDS-Diagnose als Todesurteil und Erkrankte wurden häufig von der Gesellschaft ausgegrenzt. Die Welt reagierte jedoch auf die Pandemie. Durch Prävention und medizinische Durchbrüche konnte nicht nur die Ausbreitung der Krankheit eingedämmt werden, sondern auch die Sterberate stark reduziert werden.

Der Rückgang an AIDS-Erkrankungen betrifft aber nicht nur reiche Länder wie Österreich. Auch Staaten in Afrika, die besonders stark von der Pandemie betroffen sind und nur über verhältnismäßig geringe finanzielle Ressourcen verfügen, konnten die Neuerkrankungen stark reduzieren.

Während bis zur Jahrtausendwende noch fast alle Menschen, die an AIDS erkrankt sind, als Folge auch verstorben sind, ist das heute nur mehr für weniger als ein Drittel aller Erkrankten der Fall.

5. Fast jede und jeder kann heut lesen – das war nicht immer so

Lesen und Schreiben sind so wichtige Bestandteile unserer Welt, dass es schwer vorstellbar ist, dass es eine Zeit gab, in der ein Großteil der Bevölkerung weder lesen noch schreiben konnte. Noch vor dem Ersten Weltkrieg konnte das nicht einmal ein Drittel der Weltbevölkerung. Erst in den 1960er-Jahren stiegt der Anteil auf mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung. Heute liegt die Quote der Analphabeten weltweit bei weniger als 13 Prozent.

6. Die Welt ist vernetzt – Immer mehr Menschen haben Zugriff auf das Internet

Das Internet verbindet die Welt und bietet einen Zugang zu einem nie enden wollenden Schatz an Wissen. Etwas Vergleichbares hat es in der Geschichte der Menschheit noch nie gegeben. Lange hatten jedoch nur wenige Menschen in reichen Längern Zugriff auf das Internet. Erst 2004 benutzen mehr als 50 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher regelmäßig das Internet. Heute können fast alle Menschen in Österreich das World Wide Web verwenden. Aber auch Menschen in ärmeren Ländern nutzen das Internet immer häufiger.

Auch wenn das Internet seine negativen Seiten hat, bietet es dennoch eine noch nie dagewesene Möglichkeit, Menschen auf dem ganzen Globus miteinander zu vernetzen, voneinander zu lernen und Information für den Großteil der Weltbevölkerung niederschwellig zugänglich zu machen.

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