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Johnsons Brexit Deal: Corbyn fordert zweites Referendum

Johnsons Brexit Deal: Corbyn fordert zweites Referendum

Thomas Hackl Thomas Hackl
in Europa, Internationales
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17. Oktober 2019
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Heute kam es überraschend zu einer Einigung zwischen der EU und dem neuen britischen Premierminister Boris Johnson. Der neue Brexit Deal ist fast identisch mit Mays Deal, bis auf die Regelung zu Nordirland. Johnson muss seinen Deal jetzt durch das britische Parlament bekommen. Alle Parteien signalisierten bereits Ablehnung. Die Labour Party unter Corbyn fordern ein zweites Referendum.

Die Überraschung war groß, als Premierminister Boris Johnson und EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker heute einen neuen Brexit-Deal präsentierten. Als Johnson vor einigen Monaten an die Macht kam und verkündete, dass das Vereinte Königreich die EU Ende Oktober mit oder ohne Deal verlassen wird, standen alle Zeichen auf einen No-Deal Brexit.

Eine Zollgrenze zwischen Nordirland und dem Rest des Vereinigten Königreichs

Der neue Deal ist in fast allen Bereichen ident zu jenem, den Theresa May, die Vorgängerin von Johnson, letztes Jahr ausgehandelt hat. Die einzigen Änderungen betreffen Nordirland und den verhassten „backstop“. Mit dem backstop wäre das britische Nordirland so lange im Zollbereich der EU geblieben, bis sich Brüssel und London in einem Handelsabkommen auf eine neue Regelung geeinigt hätten.

Brexit Deal Corbyn Labour EU
Unter Johnsons Brexit Deal soll die Zollgrenze zwischen der EU und dem Vereinten Königreich ins irische Meer verschoben werden.

Im neuen Brexit Deal wurde eine Mischlösung für Nordirland gefunden. Nordirland verlässt zwar gemeinsam mit dem Rest des Vereinten Königreichs die EU, jedoch bleiben einige Zollregelungen der EU für Nordirland bestehen. Die Zollgrenze ist deshalb nicht mehr zwischen Nordirland und der Republik Irland sondern im irischen Meer zwischen Nordirland und Großbritannien.

Corbyn: Labour wird gegen den neuen Brexit Deal stimmen

Alle Parteien des britischen Unterhauses haben bereits ihre Ablehnung gegen Johnsons neuen Brexit Deal geäußert. Jeremy Corbyn von der Labour Party erklärte, dass Johnsons Deal noch schlechter sei als der seiner Vorgängerin. Er würde die hohen sozialen und ökologischen Standards gefährden, die während der EU-Mitgliedschaft erreicht wurden. Stattdessen fordert Corbyn ein zweites Referendum über den EU-Austritt. Das letzte Wort sollen die Wähler haben.


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Umberto Eco war Schriftsteller, Philosoph und einer der bekanntesten Intellektuellen Europas. Weltberühmt wurde er 1980 mit seinem Roman „Der Name der Rose“. Der historische Krimi spielt in einem mittelalterlichen Kloster und verbindet Spannung mit klugen Fragen über Wissen, Macht und Wahrheit. Das Buch wurde ein internationaler Bestseller und erfolgreich verfilmt. Geboren 1932 in Italien, war Eco vor allem Professor für Semiotik – die Lehre von den Zeichen. Er untersuchte, wie Sprache, Medien und Popkultur Bedeutung erzeugen und wie leicht Öffentlichkeit manipuliert werden kann. Schon früh warnte er vor Propaganda und vereinfachenden Weltbildern. Eco schrieb nicht nur Romane, sondern auch Essays, in denen er verständlich und oft mit Humor komplexe Themen erklärte. Er mischte sich politisch ein und kritisierte Rechtspopulismus sowie Geschichtsvergessenheit. Zitat: Um tolerant zu sein, muss man die Grenzen dessen, was nicht tolerierbar ist, festlegen. Umberto Eco

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Umberto Eco war Schriftsteller, Philosoph und einer der bekanntesten Intellektuellen Europas. Weltberühmt wurde er 1980 mit seinem Roman „Der Name der Rose“. Der historische Krimi spielt in einem mittelalterlichen Kloster und verbindet Spannung mit klugen Fragen über Wissen, Macht und Wahrheit. Das Buch wurde ein internationaler Bestseller und erfolgreich verfilmt. Geboren 1932 in Italien, war Eco vor allem Professor für Semiotik – die Lehre von den Zeichen. Er untersuchte, wie Sprache, Medien und Popkultur Bedeutung erzeugen und wie leicht Öffentlichkeit manipuliert werden kann. Schon früh warnte er vor Propaganda und vereinfachenden Weltbildern. Eco schrieb nicht nur Romane, sondern auch Essays, in denen er verständlich und oft mit Humor komplexe Themen erklärte. Er mischte sich politisch ein und kritisierte Rechtspopulismus sowie Geschichtsvergessenheit. Zitat: Um tolerant zu sein, muss man die Grenzen dessen, was nicht tolerierbar ist, festlegen. Umberto Eco

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