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Wie man mit einem Ausbeuter-Chef in der Corona-Krise umgeht

Christian Hofmann Christian Hofmann
in Arbeit&Corona
Lesezeit:2 Minuten
22. April 2020
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Ein 17-jähriger Lehrling wird jahrelang von ihrem Chef ausgebeutet. In der Corona-Krise will der Chef sie dann kündigen. Sie wendet sich an die Gewerkschaft und die klärt sie über ihre Rechte als Arbeitnehmer auf. Statt Kündigung gibt es eine Gehalts-Nachzahlung und einen ausbeuterischen Chef der in seine Schranken gewiesen wurde.

Emira (Name geändert) hat mich angerufen. Sie ist ein Lehrling im 2. Lehrjahr in einer Boutique für „Gestopfte“. Schon vor Corona habe man im Betrieb eher von Ausbeutung reden können: 12 Stunden Schichte, private Botengänge für den Chef auch an Sonntagen, usw. und das für ein 17-jähriges Mädchen. Doch sie braucht das Geld, um die Familie über Wasser zu halten.

Nun hat die Boutique geschlossen und der Chef wollte alle Angestellte und auch Emira kündigen. Durch Freunde von Freunden kam sie an meine Telefonnummer: In einigen Telefonaten bis spät in die Nacht habe ich mir ihre Sorgen und Nöte angehört und bin mit ihr die rechtliche Lage durchgegangen. Danach hat das 17-jährige Mädchen all ihren Mut zusammengenommen und dem Chef gesagt, dass er sie nicht für blöd verkaufen solle, denn sie wisse genau was ihre Rechte und seine Pflichten sein. Sie weiß jetzt, dass ihr Chef sie ausgenutzt und belogen hat.

Corona Rechte Arbeitnehmer
Die Rechte der Arbeitnehmer werden in der Krise oft mit den Füßen getreten. Gerade bei Corona braucht es deshalb starke Gewerkschaften.

Kündigung bei Corona: Emira wehrt sich gegen ihren Chef

Dem Chef ist nach Emiras Schilderung die Kinnlade heruntergeklappt. Er wusste nicht mehr, was er sagen soll. Am nächsten Tag bekamen sie und ihre 2 Kolleginnen eine Mail dass sie zur Kurzarbeit angemeldet sein, alle 3 bekommen mehrere Hundert Euro als Nachzahlungen auf ihr Konto. Dazu steht im Mail noch die Bitte, doch keine rechtlichen Schritte einzuleiten. Die 17 meinte cool und lässig: Der soll ruhig noch schmoren und wenn ich nett bin, antworte ich ihm.

Wenn sogar eine 17-Jährige es schafft ihrem cholerischen Chef entgegen zu treten, der “ Gott und die Welt in Politik und High Society“ kennt, dann ist alles möglich.

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martin
martin
28. Oktober 2020 15:27

Die Polizei für die Haus und Wohnungskontrolle einzusetzen ist wie es im Jahre 1933 war.Auch hier war die „Nazi-POLIZEI“ angehalten, in den Wohnungen nachschau zu halten, ob jemand vorhanden ist, der nicht den Anforderungen folgte.
So schaut die Forderung des Salzburger LH Schausberger aus!
Gehts noch?
Jetzt gibt es wieder, bei dem Covid 19, viele „Vernaderer“! = Der hat keine MNS angelegt.
Leider erzeugt die Krankheit bei den Arbeitern, Arbeitslosen und KMUs, wegen der Geschäftssperren, viel ARMUT bei den Menschen.
Frage:
Welchen unterschied gibt es bei dem Covid 19 und der GRIPPE?
Bei Beiden kann man sterben, aber heut zu Tage wird alles dem Corona zugeschrieben! Weil alle Tote sind ja an Covid 19 verstorben.
So schauts aus,oder?
Wer kann uns den Unterschie zwischen dem Pandemie und Epidemie-Gestz, erklären?
Wer die Sicherheit vor der Freiheit stellt, wird/kann beides verlieren!!
Wer in der Demokratie schläft,wacht in der DIKTATUR auf!!

Kommentare

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xx1xx
xx1xx
24. April 2020 17:47

„Der soll ruhig noch schmoren und wenn ich nett bin, antworte ich ihm.“
Könnte als Arbeitsunwilligkeit ausgelegt werden.

2
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Eberhardinger, Erwim
Eberhardinger, Erwim
Reply to  xx1xx
17. September 2020 10:43

Kann man nur hoffen … soll man sie doch aussi schmeissen.

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Bertolt Brecht war einer der einflussreichsten Dramatiker des 20. Jahrhunderts. Mit Stücken wie „Mutter Courage“ oder „Der gute Mensch von Sezuan“ erfand er das Theater neu – politisch, unbequem, klug. Statt Illusion setzte er auf Verfremdung, damit das Publikum nicht mitfühlt, sondern mitdenkt. Brecht wollte nicht unterhalten, sondern verändern – und machte das Theater zur Bühne für Gesellschaftskritik. Zitat: Wer die Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf. Aber wer sie weiß und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher! Bertolt Brecht

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