Das erste Mal habe ich von SARS-CoV-2 („Coronavirus“) Anfang Jänner im Nachtdienst gehört. Ich bin in der Ambulanz gesessen und eine erfahrene Ambulanzkrankenschwester hielt mir einen Zeitungsartikel unter die Nase. „14 Menschen in China mit unbekanntem Virus infiziert“, oder so ähnlich lautete die Schlagzeile. Die Kollegin sagte mir, dass ein Patient am Schalter der Notaufnahme steht, der vor kurzem in China war. Wir haben den Patienten gemeinsam versorgt und nach Hause geschickt. Fälle außerhalb von Wuhan gab es damals noch nicht und einen Test (RT-PCR) genauso wenig. Seitdem hat sich viel geändert.
Seit Wochen testen wir bereits entsprechend der offiziellen Kriterien. Obwohl diese in den letzten Wochen etwas erweitert wurden, müssen wir heute leider sagen, dass wir in Österreich nur die Spitze des Eisberges kennen. Wir wissen nicht, wo das Virus überall ist. Wir können in China, Südkorea und leider auch Italien sehen, dass wir genau wissen müssen, wer infiziert ist. Erst dann können wir alle Kontaktpersonen isolieren, testen und so Infektionsketten erkennen und unterbrechen. Dazu müssen Testkapazitäten so schnell wie möglich massiv gesteigert werden und entsprechende Einrichtungen für die Isolierung von Infizierten und Kontaktpersonen geschaffen werden. Erst wenn wir wissen, wo das Virus ist, kann der Lockdown gelockert werden, ohne dass unser Gesundheitssystem kollabiert.
Matthias Krainz ist Arzt in einem Wiener Krankenhaus. Er hat Volkswirtschaftslehre und Medizin studiert und ist Vorsitzender des Vereins Solidarität.
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Stimmen insgesamt: 2021
Voters: 713
9. Dezember 2025
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Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, António Guterres, kritisiert in einer Videobotschaft die massiv gestiegenen globalen Militärausgaben. Diese belaufen sich mittlerweile auf 2,7 Billionen US-Dollar – das ist 13-mal so viel wie die weltweiten Ausgaben für Entwicklungszusammenarbeit.
Die Vereinten Nationen verweisen dabei auf einen aktuellen Bericht: Weniger als vier Prozent der weltweiten Militärausgaben – rund 93 Milliarden Dollar pro Jahr – wären ausreichend, um den Welthunger bis 2030 zu beenden.
Der Bericht zeigt auch die wirtschaftlichen Effekte unterschiedlicher Investitionen: Während eine Milliarde Dollar für Militär 11.200 Arbeitsplätze schafft, entstehen mit derselben Summe 26.700 Jobs im Bildungsbereich, 17.200 im Gesundheitswesen oder 16.800 im Bereich erneuerbare Energien.
„Es ist offensichtlich, dass die Welt über die Ressourcen verfügt, um Leben zu verbessern, den Planeten zu schützen und eine Zukunft in Frieden und Gerechtigkeit zu sichern“, argumentiert Guterres. Sein Appell an politische Entscheidungsträger:innen für das Jahr 2026: „Entscheidet euch für Menschen und den Planeten – nicht für Schmerz.“ Zitat: Eine sicherere Welt beginnt damit, mehr Geld in den Kampf gegen Armut zu investieren anstatt in Kriege. Antonio Guterres
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