Hört man die Begriffe „Herbstkampagne“ und „ÖVP“ knapp hintereinander, dann denken landwirtschaftsaffine Menschen zuerst einmal an die Zuckerrübenkampagne, die im Regelfall Ende September in den Zuckerfabriken der AGRANA beginnt.
Bei der Herbstkampagne, die Bundeskanzler Nehammer diesmal parallel dazu startete, ging es aber um etwas ganz anderes: Zuerst einmal traf er sich mit Menschen „aus der Mitte der Gesellschaft“. Die müssen einen sehr weiten Weg nach rechts zurückgelegt haben, um die Kanzlerpartei dort abzuholen, wo sie heute steht. Umgeben von diesem Kreis forderte der Regierungschef sein davongelaufenen Wahlvolk gerührt, aber trotzdem voll Zuversicht auf:
„Glaubt an dieses Österreich!“
Nehammers Aufforderung stammt – wie wir alle wissen – aus Leopold Figls berühmter Weihnachtsrede aus dem 45er Jahr.
Und dessen Bitte war damals so gemeint: Löst euch von der mörderischen NAZI-Ideologie, bekennt euch zu einem neuen, demokratischen Österreich!
In die heutige Zeit übertragen, könnte man das auch so interpretieren: Eine bürgerlich-demokratische Partei der Mitte koaliert nicht mit Hitler-Grüßern und Nazi-Liederbuchbesitzern.
Nicht bös sein, aber: Da die Volkspartei das aber ungeniert trotzdem tut, wirkt diese Kanzler-Aufforderung zum „Glauben“ ziemlich pharisäisch. Und erinnert damit fatal an das schlechte, alte „Händefalten – Goschen halten.“ Und das sollte eigentlich schon längst vorbei sein.
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In Österreich wird aktuell ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche diskutiert. Welche Plattformen sollten deiner Meinung nach umfasst sein?
TikTok 11%, 11%
11%11%
1635 Stimmen - 11% aller Stimmen
Instagram/Threads 9%, 9%
9%9%
1376 Stimmen - 9% aller Stimmen
X (vormals Twitter) 9%, 9%
9%9%
1335 Stimmen - 9% aller Stimmen
Snapchat 8%, 8%
8%8%
1266 Stimmen - 8% aller Stimmen
Facebook 8%, 8%
8%8%
1223 Stimmen - 8% aller Stimmen
Telegram 7%, 7%
7%7%
1117 Stimmen - 7% aller Stimmen
Reddit 6%, 6%
6%6%
919 Stimmen - 6% aller Stimmen
AI-Chatbots (ChatGPT/Grok/Claude etc.) 6%, 6%
6%6%
919 Stimmen - 6% aller Stimmen
Roblox 6%, 6%
6%6%
911 Stimmen - 6% aller Stimmen
Twitch 6%, 6%
6%6%
908 Stimmen - 6% aller Stimmen
Discord 6%, 6%
6%6%
853 Stimmen - 6% aller Stimmen
Bluesky 5%, 5%
5%5%
831 Stimme - 5% aller Stimmen
YouTube 5%, 5%
5%5%
730 Stimmen - 5% aller Stimmen
Pinterest 4%, 4%
4%4%
679 Stimmen - 4% aller Stimmen
Weitere Messenger-Dienste (WhatsApp/Signal/iMessage etc.) 3%, 3%
3%3%
408 Stimmen - 3% aller Stimmen
Es sollte kein Social Media Verbot geben 2%, 2%
2%2%
324 Stimmen - 2% aller Stimmen
Stimmen insgesamt: 15434
Voters: 2118
4. Februar 2026
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Tschinehane
18. Juli 2024 02:01
Komisch, dass weder Demokratie noch Kommunismus funktioniert. Und Diktatur? Ist China nicht eine Kombi aus letzteren beiden? Funktioniert offenbar am besten, wenn man sich die Entwicklung ansieht, die uns mittlerweile übertroffen hat. Nun, gut: die bekommen auch jährlich über 9 Millionen Dipl. Ingenieure von den Unis.
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Karl Stojka wurde 1931 in Wampersdorf in Niederösterreich geboren – als Sohn einer Lovara-Roma-Familie. Er wuchs reisend auf, lebte mit seiner Familie in Zelten und Wagen, bis das NS-Regime diese Lebensweise brutal beendete. 1943 wurde Stojka mit seiner Familie deportiert. Er überlebte mehrere Konzentrationslager, darunter Auschwitz, Buchenwald und Flossenbürg. Viele seiner Angehörigen wurden ermordet.
Nach dem Krieg kehrte er nach Wien zurück und versuchte, sich ein neues Leben aufzubauen – in einem Land, das die Verfolgung der Roma lange verdrängte. Erst Jahrzehnte später begann Stojka, über seine Erfahrungen zu sprechen. Er wurde zu einer wichtigen Stimme der Erinnerung: als Zeitzeuge, als Aktivist und als Künstler.
In seinen Bildern verarbeitete er das Erlebte – eindringlich und farbgewaltig, oft schmerzhaft direkt. Gleichzeitig engagierte er sich für die Anerkennung der Roma und Sinti als Opfer des Nationalsozialismus in Österreich. Karl Stojka wurde so zu einer zentralen Figur der österreichischen Erinnerungskultur. Zitat: Nicht Hitler, Göring, Goebbels, Himmler und wie sie alle heißen, haben mich verschleppt und geschlagen. Nein, es war der Schuster, der Nachbar, der Milchmann. Sie haben eine Uniform bekommen, eine Binde und eine Haube - und dann waren sie die Herrenrasse. Karl Stojka
Umfrage
In Österreich wird aktuell ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche diskutiert. Welche Plattformen sollten deiner Meinung nach umfasst sein?
Karl Stojka wurde 1931 in Wampersdorf in Niederösterreich geboren – als Sohn einer Lovara-Roma-Familie. Er wuchs reisend auf, lebte mit seiner Familie in Zelten und Wagen, bis das NS-Regime diese Lebensweise brutal beendete. 1943 wurde Stojka mit seiner Familie deportiert. Er überlebte mehrere Konzentrationslager, darunter Auschwitz, Buchenwald und Flossenbürg. Viele seiner Angehörigen wurden ermordet.
Nach dem Krieg kehrte er nach Wien zurück und versuchte, sich ein neues Leben aufzubauen – in einem Land, das die Verfolgung der Roma lange verdrängte. Erst Jahrzehnte später begann Stojka, über seine Erfahrungen zu sprechen. Er wurde zu einer wichtigen Stimme der Erinnerung: als Zeitzeuge, als Aktivist und als Künstler.
In seinen Bildern verarbeitete er das Erlebte – eindringlich und farbgewaltig, oft schmerzhaft direkt. Gleichzeitig engagierte er sich für die Anerkennung der Roma und Sinti als Opfer des Nationalsozialismus in Österreich. Karl Stojka wurde so zu einer zentralen Figur der österreichischen Erinnerungskultur. Zitat: Nicht Hitler, Göring, Goebbels, Himmler und wie sie alle heißen, haben mich verschleppt und geschlagen. Nein, es war der Schuster, der Nachbar, der Milchmann. Sie haben eine Uniform bekommen, eine Binde und eine Haube - und dann waren sie die Herrenrasse. Karl Stojka
Komisch, dass weder Demokratie noch Kommunismus funktioniert. Und Diktatur? Ist China nicht eine Kombi aus letzteren beiden? Funktioniert offenbar am besten, wenn man sich die Entwicklung ansieht, die uns mittlerweile übertroffen hat. Nun, gut: die bekommen auch jährlich über 9 Millionen Dipl. Ingenieure von den Unis.