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Mit Väterkarenz gegen Corona – Dadurch können wir Frauen im Gesundheitssystem entlasten

In Österreich haben im Vergleich zu Deutschland doppelt so viele Menschen ihre Arbeit verloren

Matthias Krainz Matthias Krainz
in Arzt-Notizen
Lesezeit:2 Minuten
1. April 2020
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Der Großteil der Beschäftigten im Gesundheitssystem sind Frauen. Viele von ihnen würden gerne ihre Stunden erhöhen um gegen Corona zu kämpfen. Durch eine Väterkarenz für ihre Partner, kann ihnen daheim der Rücken freigehalten werden.

Mir ist erst richtig bewusst geworden, dass mein soziales Umfeld mehrheitlich aus Männern besteht, als ich zu arbeiten begonnen habe. Meine KollegInnen, von denen viele FreundInnen geworden sind, sind geschätzt zu 80-90% weiblich und viele arbeiten in Teilzeit. Warum Teilzeit? Weil die Arbeit im Gesundheitswesen körperlich und psychisch belastend sein kann, aber vor allem weil in Österreich ihre Partner immer noch mehr verdienen, wenn sie Vollzeit arbeiten und sich Frauen immer noch mehrheitlich um Kinderbetreuung, Haushalt und Pflege von Angehörigen kümmern.

Neben den großen Veränderungen in unserer Arbeit durch SARS-CoV-2 kommen große Umstellungen in unserem Privatleben hinzu: Schulen und Kindergärten werden geschlossen, die Versorgung von Familienangehörigen wird schwieriger, im Supermarkt gibt es kein Klopapier mehr, wenn wir außer Dienst gehen etc.

Väterkarenz Corona
Durch eine Väterkarenz in Zeiten von Corona, können Mütter in Gesundheitsberufen entlastet werden. Dadurch könnten sie von Teilzeit auf Vollzeit wechseln. Das wäre eine enorme Unterstützung für unser Gesundheitssystem.

Väterkarenz gegen Corona

Wir erwarten in den nächsten Wochen eine große Arbeitsbelastung und Personalausfälle. Viele sind bereit, für PatientInnen und KollegInnen von Teilzeit auf Vollzeit umzusteigen. Doch nicht alle, die wollen, können wechseln. Hausarbeit und Kinderbetreuung ist Arbeit, die sich nur schwer für den Partner neben seinem Homeoffice ausgeht. Es braucht neben einer ordentlichen Bezahlung aller Gesundheitsberufe auch dringend eine finanzielle Unterstützung für Alleinerziehende und eine „Corona-Väterkarenz“ für Partner, die in nicht kritischen Sektoren arbeiten, damit diese sich um Kinder und Haushalt kümmern und ihre Partnerinnen unser Gesundheitssystem retten können. Bevor wir KrankenpflegerInnen und ÄrztInnen aus dem Ruhestand zurückholen, sollten alle KollegInnen, die wollen, auf Vollzeit umsteigen können. Aber dafür müssen die entsprechenden Rahmenbedingungen geschaffen werden. Eine Väterkarenz für Familien in denen die Frau im Gesundheitssystem arbeitet, wären ein erster wichtiger Schritt.

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Umberto Eco war Schriftsteller, Philosoph und einer der bekanntesten Intellektuellen Europas. Weltberühmt wurde er 1980 mit seinem Roman „Der Name der Rose“. Der historische Krimi spielt in einem mittelalterlichen Kloster und verbindet Spannung mit klugen Fragen über Wissen, Macht und Wahrheit. Das Buch wurde ein internationaler Bestseller und erfolgreich verfilmt. Geboren 1932 in Italien, war Eco vor allem Professor für Semiotik – die Lehre von den Zeichen. Er untersuchte, wie Sprache, Medien und Popkultur Bedeutung erzeugen und wie leicht Öffentlichkeit manipuliert werden kann. Schon früh warnte er vor Propaganda und vereinfachenden Weltbildern. Eco schrieb nicht nur Romane, sondern auch Essays, in denen er verständlich und oft mit Humor komplexe Themen erklärte. Er mischte sich politisch ein und kritisierte Rechtspopulismus sowie Geschichtsvergessenheit. Zitat: Um tolerant zu sein, muss man die Grenzen dessen, was nicht tolerierbar ist, festlegen. Umberto Eco

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