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Amazon muss endlich seine Steuern zahlen: 400 Politiker aus aller Welt schließen sich gegen den Online-Riesen zusammen

Keine AI: Hinter Amazon Supermarkt steckten in Wahrheit Inder

Keine AI: Hinter Amazon Supermarkt steckten in Wahrheit Inder

Thomas Hackl Thomas Hackl
in Internationales, Wirtschaft und Finanzen
Lesezeit:1 Minuten
3. Dezember 2020
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Der Internet-Riese Amazon ist dafür bekannt, seine Arbeiter schlecht zu bezahlen, wenig Wert auf Umweltgesetze zu legen und kaum bis keine Steuern zu zahlen. 400 Parlaments-Abgeordnete aus 34 verschiedenen Ländern fordern jetzt in einem Brief an Amazon-Chef Jeff Bezos dazu auf, dass Amazon endlich seine soziale und ökologische Verantwortung wahrnehmen muss und nicht länger auf den Rücken seiner Arbeiter und der Umwelt Profite machen kann. #makeamazonpay
amazon muss steuern zahlen makeamazonpay
Weltweit steht Amazon wegen Steuerflucht, niedrigen Löhnen und umweltschädlicher Geschäftspraktiken in Kritik. Die Kampagne #makeamazonpay setzt sich dafür ein, dass der Online-Riese seine gesellschaftliche und ökologische Verantwortung wahrnimmt.

An:

Jeff Bezos, CEO von Amazon.com, Inc.

                                                                                                               3. Dezember, 2020

Herr Bezos,

wir, gewählte Abgeordnete aus der ganzen Welt, lassen Sie hiermit wissen, dass die Tage von Amazons Straflosigkeit gezählt sind. Letzten Freitag, am 27. November, schlossen sich Arbeiter*innen, Aktivist*innen und Bürger*innen aus aller Welt zusammen, um Gerechtigkeit von Amazon zu fordern. Heute verpflichten wir uns zur Solidarität mit dieser Bewegung in jedem Kongress, Parlament und Regierungsgebäude, in dem wir arbeiten.

Kurz gesagt bekennen wir uns zu einem einzigen Ziel: Amazon bezahlen zu lassen.

Die ganze Welt weiß, dass Amazon genug Geld hat, um seine Arbeiter*innen, seine Umweltkosten und seine Steuern zu bezahlen. Und doch sind Sie – immer wieder – dem, was Sie den Arbeitnehmer*innen, der Gesellschaft und dem Planeten schuldig geblieben sind, ausgewichen.

Ihr großer Reichtum beruht auf den Fähigkeiten Ihrer Arbeiter*innen und der Fürsorge, die diese von ihren Freund*innen, Familien und Gemeinschaften erhalten. Das sind genau die Menschen, die ihre Gesundheit und die ihrer Angehörigen aufs Spiel gesetzt haben, um Verbraucher*innen mit Waren zu versorgen und Ihnen enorme Gewinne zu bescheren. Doch während Ihr persönliches Vermögen im Jahr 2020 um rund 13 Millionen US-Dollar pro Stunde gewachsen ist, finden sich diese Arbeitnehmer*innen in gefährlichen Arbeitsbedingungen wieder, erhalten nur eine geringe oder gar keine Lohnerhöhung und müssen für ihre Bemühungen, sich zur Wehr zu setzen und sich mit ihren Kolleg*innen zu organisieren, mit Vergeltungsmaßnahmen rechnen.

Wir verpflichten uns erneut, an der Seite Ihrer Arbeitnehmer*innen, Amazon bezahlen zu lassen.

Der Aufstieg Ihres Unternehmens in eine Position der Dominanz ist mit außerordentlichen Kosten für unsere Umwelt verbunden. Während Sie persönlich den Klimanotstand als eine der größten Herausforderungen unserer Zeit anerkannt haben, ist der ökologische Fußabdruck Amazons größer als der von zwei Dritteln der Länder dieser Erde. Mit Ihrem Plan zur Emissionsreduzierung würden immer noch die ökologischen Grenzen unseres Planeten überschritten. Zudem kann vor dem Hintergrund einer Rekordzahl an gebrochenen Nachhaltigkeitsversprechen sowie zahlreicher finanzieller Beiträge zur Leugnung des Klimawandels seitens Amazons von Vertrauen kaum die Rede sein.

Wir verpflichten uns daher erneut, im Namen unseres Planeten, Amazon bezahlen zu lassen.

Zu guter Letzt haben Sie unsere Demokratien und ihre Fähigkeit, auf gemeinsame Herausforderungen zu reagieren, untergraben. Ihre monopolistischen Praktiken haben kleine Unternehmen unter Druck gesetzt, Ihre Webdienste haben Datenrechte missachtet und Sie haben im Gegenzug kaum etwas zurückgegeben. So zahlte Amazon beispielsweise in den Jahren 2017 und 2018 in den USA überhaupt keine Körperschaftssteuer auf nationaler Ebene. Durch Ihre weltweite Steuerhinterziehung schaden Sie der öffentlichen Versorgung in den Bereichen Gesundheit, Bildung, Wohnen, soziale Sicherheit und Infrastruktur.

Wir verpflichten uns erneut, gegenüber unseren Wähler*innen, Amazon bezahlen zu lassen.

Wir fordern Sie dringend auf, entschlossen zu handeln, um Ihre Politik und Ihre Prioritäten zu ändern, um das Beste für Ihre Arbeiter*innen, unsere Gemeinden und unseren Planeten zu tun. Wir sind jedenfalls dazu bereit, in unserer jeweiligen Legislative zu handeln, um die wachsende Bewegung, die Amazon bezahlen lassen will, zu unterstützen.

#makeamazonpay

An der Kampagne #makeamazonpay sind Organisationen und Politiker aus der ganzen Welt beteiligt. Das Ziel ist Amazon dazu zu bringen seine Steuern zu zahlen, seine Arbeiter fair zu entlohnen und Rücksicht auf die Umwelt zu nehmen. Mit dem gemeinsamen Hashtag #makeamazonpay kannst du die Kampagne unterstützen.

Unterzeichner

[wpdatatable id=46]
Parlament Das Thema "Amazon" im Parlament

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6 Comments
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Toms
Toms
25. Juli 2021 13:33

Fest gegen Amazon wettern, aber danach fleissig dort einkaufen und wenn’s nur 2€ weniger kostet als in einem Onlineshop, der regulär arbeitet. Finde den Fehler.
Da kann man Jeff keine Vorwürfe machen, sondern muß sich an die eigene Nase fassen
Einkaufen dort ist für mich nur Ultima Ratio

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rudolf
rudolf
9. März 2021 10:47

Etappensieg für Steuertransparenz in der EU?Tuesday, 9. March 2021 @ 08:47
http://wien.kpoe.at/images/articles/etappensieg-fur-steuertransparenz-in-der_1.png „Online-Giganten wie Amazon dürfen sich Jahr für Jahr über Rekordgewinne freuen, die jedoch gegen „null“ optimiert werden, damit keine Steuer

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rudolf
rudolf
Reply to  rudolf
9. März 2021 10:48

2019 hat etwa der größte Onlinehändler der Welt in Europa einen Umsatz von 32 Milliarden Euro erwirtschaftet – und dafür eine Steuergutschrift von unfassbaren 300 Millionen Euro erhalten“ – kritisierte kürzlich der „Handelsverband Österreich“.

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rudolf
rudolf
Reply to  rudolf
9. März 2021 10:49

Zwar gab es kürzlich im EU-Rat eine Mehrheit für die Idee der „öffentlichen Berichtspflichten (Public Country-by-Country Reporting)“ von Konzernen mit einem Umsatz von über 750 Millionen Euro.

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rudolf
rudolf
Reply to  rudolf
9. März 2021 10:50

Das Berichte und Transparenz nix an der „Steueroptiminierung“ durch Großkonzerne ändern, wodurch riesige Summen den staatlichen Budgets verloren gehen, ist jedoch durch viele Beispiele belegt.

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rudolf
rudolf
Reply to  rudolf
9. März 2021 10:52

Und: jetzt beginnen erst Verhandlungen zwischen Rat, EU-Parlament und Kommission – selbst mehr Transparenz ist also noch lange nicht fix.
So schaut es bei AMAZON aus!!
Gehts noch???

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Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, António Guterres, kritisiert in einer Videobotschaft die massiv gestiegenen globalen Militärausgaben. Diese belaufen sich mittlerweile auf 2,7 Billionen US-Dollar – das ist 13-mal so viel wie die weltweiten Ausgaben für Entwicklungszusammenarbeit. Die Vereinten Nationen verweisen dabei auf einen aktuellen Bericht: Weniger als vier Prozent der weltweiten Militärausgaben – rund 93 Milliarden Dollar pro Jahr – wären ausreichend, um den Welthunger bis 2030 zu beenden. Der Bericht zeigt auch die wirtschaftlichen Effekte unterschiedlicher Investitionen: Während eine Milliarde Dollar für Militär 11.200 Arbeitsplätze schafft, entstehen mit derselben Summe 26.700 Jobs im Bildungsbereich, 17.200 im Gesundheitswesen oder 16.800 im Bereich erneuerbare Energien. „Es ist offensichtlich, dass die Welt über die Ressourcen verfügt, um Leben zu verbessern, den Planeten zu schützen und eine Zukunft in Frieden und Gerechtigkeit zu sichern“, argumentiert Guterres. Sein Appell an politische Entscheidungsträger:innen für das Jahr 2026: „Entscheidet euch für Menschen und den Planeten – nicht für Schmerz.“ Zitat: Eine sicherere Welt beginnt damit, mehr Geld in den Kampf gegen Armut zu investieren anstatt in Kriege. Antonio Guterres
Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, António Guterres, kritisiert in einer Videobotschaft die massiv gestiegenen globalen Militärausgaben. Diese belaufen sich mittlerweile auf 2,7 Billionen US-Dollar – das ist 13-mal so viel wie die weltweiten Ausgaben für Entwicklungszusammenarbeit. Die Vereinten Nationen verweisen dabei auf einen aktuellen Bericht: Weniger als vier Prozent der weltweiten Militärausgaben – rund 93 Milliarden Dollar pro Jahr – wären ausreichend, um den Welthunger bis 2030 zu beenden. Der Bericht zeigt auch die wirtschaftlichen Effekte unterschiedlicher Investitionen: Während eine Milliarde Dollar für Militär 11.200 Arbeitsplätze schafft, entstehen mit derselben Summe 26.700 Jobs im Bildungsbereich, 17.200 im Gesundheitswesen oder 16.800 im Bereich erneuerbare Energien. „Es ist offensichtlich, dass die Welt über die Ressourcen verfügt, um Leben zu verbessern, den Planeten zu schützen und eine Zukunft in Frieden und Gerechtigkeit zu sichern“, argumentiert Guterres. Sein Appell an politische Entscheidungsträger:innen für das Jahr 2026: „Entscheidet euch für Menschen und den Planeten – nicht für Schmerz.“ Zitat: Eine sicherere Welt beginnt damit, mehr Geld in den Kampf gegen Armut zu investieren anstatt in Kriege. Antonio Guterres

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