Ende 2023 beschließt die niederländische Regierung die Umsetzung von EU-Richtlinien zum Flugverkehr am Flughafen Amsterdam Schiphol. Der Flughafen wollte die Zahl der Flüge von 500.000 auf 450.000 senken, um Lärm und Umweltbelastungen zu senken. Man wollte Nachtflüge unterbinden und Privatjets vom viertgrößten Flughafen der EU verbannen. Ende 2025 ist aus den ambitionierten Zielen des Amsterdamer Flughafens nichts geworden – auf Kosten der Umwelt und Menschen. Die angepeilte Reduktion von Flügen hat man von 450.000 auf 478.000 korrigiert.
Der Plan der niederländischen Regierung war ehrgeizig. Lärmbelästigung reduzieren, CO₂-Belastung senken und die Lebensqualität der Nachbarschaft rund um den Flughafen so verbessern. Die Notwendigkeit war gegeben. 66,8 Millionen Menschen kamen 2024 in Schiphol an oder stiegen um. Eine Bürgerinitiative hatte Verbesserung und die Umsetzung der EU-Richtlinien gefordert. Das niederländische Höchstgericht gab ihnen recht. 50.000 Flüge weniger im Jahr wären ein Anfang gewesen. Druck aus der Luftfahrtbranche brachte die Royal Schiphol Group, die Betreibergesellschaft des Flughafens, schlussendlich zum Einlenken.
Weniger statt keine Jets – dafür höhere Abgaben
Der Amsterdamer Flughafen rudert nun zurück. Anstatt eines Flugverbots für Privatjets gibt es jetzt höhere Abgaben. Die gestiegenen Gebühren sind nach Größe der Flugzeuge gestaffelt. Dabei sind die Gebühren für Privatmaschinen höher als für große kommerzielle Flüge. Die Lärmreduktion will man durch „leisere Flugzeuge“ schaffen, diese sind aber derzeit noch nirgendwo zu finden.
Auch um das Nachtflugverbot steht es schlecht. Zwar sind die Gebühren auch für Nachtflüge erhöht worden, das generelle Flugverbot zwischen 0:00 und 6:00 Uhr aus dem ursprünglichen Plan ist aber Geschichte: Lediglich einzelne große Flugzeugtypen dürfen in Zukunft nachts nicht mehr den Flughafen Schiphol ansteuern.
Fluglärm hat gesundheitliche Folgen
Auch wenn die Ziele des Amsterdamer Flughafens nicht mehr so ambitioniert sind wie ursprünglich beschlossen, sind sie dennoch ein Schritt in Richtung besserer Lebensqualität.
Die Europäische Umweltbehörde berichtet von einer Reihe von Gesundheitsproblemen, die durch regelmäßige, starke Lärmbelästigung auftreten können. Neben Schlafproblemen und erhöhtem Stress können auch Herzerkrankungen sowie Störungen des kognitiven Systems in Kindern verstärkt auftreten.



































Was soll man dazu noch sagen. Alles viel zu spät. Es wird sich dann nur mehr mit Verboten eindämmen lassen.