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Auch verformtes Gemüse im Supermarkt: Dänemark rettet 370 Tonnen Obst und Gemüse vor dem Müll

Auch verformtes Gemüse im Supermarkt: Dänemark rettet 370 Tonnen Obst und Gemüse vor dem Müll

Alina Bachmayr-Heyda Alina Bachmayr-Heyda
in Umwelt & Klima
Lesezeit:2 Minuten
18. Januar 2020
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Ein Drittel aller Lebensmittel landen weltweit jedes Jahr im Müll. Allein in Europa werden täglich rund 150 Sattelschlepper voller genießbarem Essen weggeworfen. Ein Grund dafür ist der strenge Maßstab, der an Obst und Gemüse angelegt wird, bevor sie ins Supermarkt-Regal wandern dürfen. Dänemark unternimmt nun etwas dagegen.

In Dänemark landen jährlich 33.000 Tonnen Lebensmittel auf dem Müll. Das ist im internationalen Vergleich zwar verhältnismäßig wenig, aber für die Organisation Stop Spild Af Mad (Nahrungsmittelverschwendung stoppen) noch viel zu viel. Deswegen haben sich die Organisation mit der Supermarkt-Kette Rema 1000 und zwei seiner größten Lieferanten an den Verhandlungstisch gesetzt und dabei einen beachtlichen Erfolg erzielt.

370 Tonnen vor der Tonne gerettet

Seit 2018 bietet Rema 1000 nun auch Gemüse an, dass sonst nicht in den Regalen gelandet wäre. Geschmacklich und qualitativ ist die Ware völlig in Ordnung, nur optisch entspricht sie nicht der Norm. Der Discounter verkauft sie leicht verbilligt. Und bei der Kundschaft kommen die krummen Karotten und geraden Bananen gut an: 370 Tonnen Obst und Gemüse konnte so im letzten Jahr vor der Tonne gerettet werden. Selina Juul, die Gründerin von Stop Spild Af Mad, wundert das nicht:

„Nach einer zehnjährigen Debatte des Themas Nahrungsmittelverschwendung bin ich mir sicher, dass der dänische Verbraucher dazu bereit ist, unregelmäßig geformtes Gemüse in den Supermarktregalen willkommen zu heißen.“

Dänemark: Supermarkt verkauft verformtes Gemüse

Dänemark europäischer Vorreiter

Dänemark gilt als Vorreiter, wenn es darum geht, Lebensmittel nicht zu verschwenden. Das kommt nicht von ungefähr. Die sozialdemokratische Regierung, die seit 2019 im Amt ist, hat Klimaschutz zu ihrer obersten Priorität gemacht.

Landen in Dänemark „nur“ 33.000 Tonnen Lebensmittel auf der Müllhalde, sind es in Österreich – je nach Angaben – bis zu 760.000 Tonnen (laut einer 2016 vom WWF herausgegebenen Studie). Das Umweltministerium hat letztes Jahr eine Initiative gestartet, die Bewusstsein schaffen soll. Diese richtet sich aber an Konsumenten, nicht an die Supermärkte des Landes.

Private Haushalte sind aber nur für die Hälfte des weggeworfenen Essens verantwortlich. Zwölf Prozent fallen in der Gastronomie an, fünf Prozent im Supermarkt. Satte 30 Prozent landen bereits beim Produzenten in der Landwirtschaft auf dem Müll. Nicht normkonform aussehendes Gemüse kommt gar nicht erst auf den Großmarkt, sondern wird gleich vernichtet. Begründet wird das oft mit dem hohen Anspruch der Konsumenten.

Initiativen wie Unverschwendet oder die Wiener Tafel beweisen, dass viele Menschen mit Gemüse mit Ecken und Kanten kein Problem haben. Allein in Wien rettet die Tafel pro Tag bis zu vier Tonnen Lebensmittel und versorgt damit 19.000 Menschen.

Parlament Das Thema "Lebensmittel verschwenden" im Parlament

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Felicitas
Felicitas
4. Februar 2020 08:33

Vielleicht sollten die genannten Zahlen richtig dargestellt werden: 157.000 t an genießbaren Lebensmitteln werden in Österreich nur von Haushalten jedes Jahr weggeworfen, während die andere Zahl sich auf die Gesamtlebensmittelabfälle bezieht.

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Herbert Krüger
Herbert Krüger
18. Januar 2020 01:08

Großartige Arbeit! Wir können viel von Dänemark lernen.

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Wir vielleicht, aber
Wir vielleicht, aber
Reply to  Herbert Krüger
22. Januar 2020 09:07

dieser komische Kanzler nicht.

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Leonard Nimoy war ein vielseitiger Künstler, der vor allem durch seine Rolle als Mr. Spock in der legendären Serie „Star Trek“ bekannt wurde. Als Vulkanier, der zwischen logischer Vernunft und menschlicher Emotion balancierte, prägte Nimoy eine Figur, die zu einem Markenzeichen der Sci-Fi-Kultur wurde. Doch sein Talent ging weit über das Schauspiel hinaus: Er war auch Regisseur, Musiker und Fotograf. Neben seiner Arbeit in der Unterhaltungsindustrie setzte er sich für soziale Themen ein und hinterließ einen bleibenden Eindruck sowohl auf als auch neben der Leinwand. Zitat: Das ist ja das Wunder. Je mehr wir teilen, desto mehr haben wir. Leonard Nimoy

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