Pensionsbonus für Eltern

Nachteile für Mütter ausgleichen: SPÖ will 600 Euro mehr Pension pro Kind im Jahr

Alex Harvey/Unsplash

Schlechtere Bezahlung, Teilzeitarbeit und zu wenig Kinderbetreuung wirken sich negativ auf das Einkommen von Frauen aus. Noch dramatischer wird es bei den Pensionen. Der Pensionsunterschied zwischen Frauen und Männern ist doppelt so groß wie der bei den Einkommen. Die SPÖ fordert jetzt eine Extrapension für Eltern: Wer Kinder erzieht, soll um 50 Euro monatlich mehr Extrapension bekommen. Im Jahr sind das 600 Euro. 

Am Ende des Arbeitslebens erhalten die meisten Frauen nur die Hälfte der Pension, die Männer erhalten. Frauenpensionen liegen im Median bei 957 Euro pro Monat, Männerpensionen bei 1.863 Euro. Grund für die Schieflage ist die Lohnschere, denn der Lohn ist die Grundlage für die Pensionshöhe. Dazu kommt: Wenn Mütter (oder auch Väter) nach der Geburt Teilzeit arbeite, wirkt sich das negativ auf die Pension aus.

Die Pensionsschere klafft doppelt so weit auseinander wie die Einkommensschere – trotz Mindestpension und Ausgleichszulage. Und während die Einkommensschere langsam kleiner wird, geht die Pensionsschere zwischen den Geschlechtern wieder auseinander.

Die Ursache: Unter anderem die Pensionskürzung von ÖVP und FPÖ aus 2003

Eine wesentliche Ursache für das Auseinandergehen der Pensionen ist die ÖVP-FPÖ-Pensionsreform aus dem Jahr 2003. Bis dahin galten die besten 15 Jahre als Berechnungsgrundlage für die Pensionshöhe. Seither wird das gesamte Berufsleben für die Pensionshöhe herangezogen – und da schlagen sich Jahre der Kinderbetreuung und die Teilzeit bei Frauen besonders schwer nieder.

Für die Pensionshöhe ist sowohl die Einkommenshöhe als auch die Zahl der Beitragsmonate relevant. Bei beiden Faktoren schneiden Frauen schlechter ab. Die Pensionsversicherung kalkuliert für eine klassische Alterspension pro Einzahler mit 540 Beitragsmonaten. Diese Zeitspanne erreichen nur 26 Prozent der Frauen, aber 55 Prozent der Männer. Und:

Im letzen Jahr waren 8 von 10 Teilzeitstellen mit Frauen besetzt. Umgerechnet heißt das: Jede 2. Frau arbeitet Teilzeit.

Das hat Folgen, wenn Frauen ins Pensionsalter kommen und äußert sich auch bei Mindestpension und Ausgleichszulage.

Frauen werden schlechter bezahlt – auch das hat Folgen

Doch nicht nur Teilzeitjobs sind der Grund für die niedrigen Pensionen. Es sind insgesamt die niedrigeren Löhne und Gehälter, die Frauen bezahlt bekommen.

Selbst, wenn Frauen Vollzeit arbeiten, bekommen sie über 22 Prozent weniger ausbezahlt als Männer.

Das durchschnittliche Jahresgehalt von Männern liegt bei 50.400 Euro brutto. Das von Frauen bei 38.800 Euro. Würde man Frauen in Teilzeit dazu rechnen, würde der Gehaltsunterschied übrigens sogar 40 Prozent betragen.

Keine Kinderbetreuung heißt: Frauen bleiben zu Hause

Das niedrigere Einkommen ist nicht nur unfair, es beeinflusst auch maßgeblich, wer bei den Kindern zu Hause bleibt. Noch in zu vielen Regionen Österreichs gibt es keine flächendeckende leistbare Kinderbetreuung, deren Öffnungszeiten sich mit den Arbeitszeiten berufstätiger Eltern vereinbaren lassen.

Nur für 3 von 10 Kindern unter 6 Jahren gibt es in Österreich einen Betreuungsplatz, der mit einem Vollzeitjob vereinbar ist. Hinzu kommt die ungleiche Verteilung unbezahlter Arbeit, also Hausarbeit, Pflegearbeit, Erziehungsarbeit. Sie tragen später zur Pensionsungleichheit bei.

50 Euro Extrapension für Kindererziehung

Es gibt schon einige Verbesserungen: Etwa, dass Karenzzeiten seit August 2019 auch im Job voll anerkannt werden. Das bringt Müttern schnellere Gehaltssprünge und letztlich höhere Pensionen.

Dazu fordert die SPÖ jetzt eine Extrapension für Eltern, die Kinder großgezogen haben. Derzeit werden Müttern pro Kind vier Jahre Kindererziehungszeiten angerechnet, jede Frau mit Kind erhält dadurch um 110 Euro mehr Pension pro Monat. Natürlich können auch Männer diese Zeiten zugerechnet bekommen.

Pamela Rendi-Wagner (SPÖ) will diesen Satz um 50 Euro auf 16o Euro pro Monat erhöhen. Das heißt: Wer Kinder erzieht, bekommt um 50 Euro mehr Extrapension. Auch wer jetzt schon in Pension ist, bekommt pauschal 50 Euro dazu. Davon profitieren 750.000 Pensionistinnen.

[veröffentlicht am 26.7.2017, aktualisiert am 26.8.2019]

Weiterlesen:

Frauen und Pensionen https://www.bmgf.gv.at/home/Frauen_Gleichstellung/Gleichstellung_am_Arbeitsmarkt/Frauen_nbsp_und_Pensionen

Broschüre des Ministeriums für Frauen und Gesundheit zum Thema Frauen und Pensionen

„Frauen verdienen nur weniger, weil …“ 5 Erklärungen, die du nicht glauben solltest https://kontrast.at/frauen-verdienen-ja-nur-weniger-weil-5-erklaerungen-die-du-nicht-glauben-solltest/

vox.com: „Warum der gender pay gap explodiert, wenn Frauen in ihren 30ern sind“ http://www.vox.com/2016/9/9/12854718/gender-wage-gap-age

vox.com: „Die Wahrheit über die Einkommensschere“ http://www.vox.com/2016/8/1/12108126/gender-wage-gap-explained-real

Kinderbetreuung – 3 Baustellen, 3 wichtige Schritte http://blog.arbeit-wirtschaft.at/kinderbetreuung-3-baustellen-3-wichtige-schritte/

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Ich
Ich

bin sehr traurig: Diplomatisches Gequatsche hat nichts gebracht – nichts!
Und wenn, dann nur die ständig wachsende Niederlage.

Deshalb gilt für mich als faul, wer sich politisch und wirtschaftlich
nicht interessiert. Da kann er arbeiten soviel er will! – Diese Art von
Menschen ist für den Niedergang der Überlebensfähigkeit der Arbeiter-
klasse überhaupt erst verantwortlich zu machen.

Wir sind es, die uns schädigen!

Wie sang Reinhard Mey:
Wie sang Reinhard Mey:

Halt du sie dumm, ich halt sie arm?

Nur vor diesem Hintergrund kann Politik
und Wirtschaft machen, was sie will!

Das hat Mey sehr gut erkannt.

Damit ist nicht die Frau
Damit ist nicht die Frau

gemeint, sondern das gesamte Volk!

Weil: Wer VWL nicht versteht, kann nichts,
aber auch rein überhaupt nichts bewegen.
Deshalb hat man uns Dumpfbacken zur
Wahl forgesetzt, weil solche Dumpfbacken
machen, was ihnen von der Wirtschaft ein-
geredet wird, weil sie von nichts Ahnung
haben. Strache und Kurz sind die Hyper-
beispiele dafür! Sie gehören zu den dümmsten
Menschen, die mir in meinem Leben jemals
untergekommen sind. Sie sind dümmer als
ein Schreiner-, Schlosser-, Mechaniker-,
…meister. Sogar Arbeiter können mit diesen
Dummfreaks locker mithalten!

Snoopy
Snoopy

Dann gönnt ihnen endlich eine Pension, die alle Leben lässt. Schon deshalb, weil die laufenden Einzahlungen sowieso nichts mit der späteren Auszahlung zu tun haben! Ab mit euch faulen Säcken und auf zur einheitlichen Mindestpension, die die Teuerung alt aussehen lässt. Ach, was, Quatsch, zu feige, den Reichen angemessene Steuern abzuverlangen? Tja, wie wird man reich? Right: Durch niedrige Löhne, was sogar noch in der Pension doppelt schädigt: durch die erstens ohnehin gefakten, laufenden Einzahlungen, die, wie erwähnt, eine Frechheit sind und trotzdem als Grundlage zur Berechnung in der Pension dienen, was ich als Verbrechen am Bürger werte, ja ich… Weiterlesen »

Industrie=Verbrecher
Industrie=Verbrecher
Industrie=Verbrecher
Industrie=Verbrecher
Was hast du heute noch zu tun?
Was hast du heute noch zu tun?
Gucky
Gucky

Traurig ist es für Behinderte mit den 30 Arbeitsjahren. Bringt fast keiner zusammen. Vom Arbeitsmarkt nahezu ausgeschlossen Tümpeln sie mit den 840 Euro dahin. Dann sagen noch die Ober-gescheiten die bekommen eh noch Pflegegeld. Ist recht Lustig wenn man 670.- Euro Pflegegeld bekommt und für die billigste 24 Std. Pflege 1570.- Euro hinlegen muss. Ohne Familie bist da aufgeschmissen und ein Heimplatz ist dir sicher.

Edith Gschiel
Edith Gschiel

Für die Berechnung der Frauenpensionen müssten die 15 besten Verdienstjahre herangezogen werden.Da es kaum Voll-Zeitstellen für Frauen gibt. Ich arbeite schon elf Jahre in Teilzeit und hatte nie die Chance trotz vieler Überstunden und gebettel, einen besseren Vertrag zu bekommen.Übrigens, ich arbeite im öffentlichen Dienst.

Basta
Basta

Was nützen dir die 15 besten Verdienstjahre, wenn ich dann sage, du hast 15 Jahre lang, ølich 1000 € erhalten, aber dir fehlen fünf od. 10 Jahre und ziehe dir deshalb pro Jahr zusätzlich zur Steuer auch noch 5 % od. wieviel auch immer ab? Es ist schon das unbedingte Grundeinkommen diskutiert worden, was heißt – auch wenn sich schon die reichen Gegner durchsetzten, indem sie unfaire Tarife ansetzten, sodass die Bürger es nicht angenommen haben –, dass dieses schon während des gesamten Lebenslaufes funktioniert, was viele Wissenschafter auch bestätigen (andere sind zwar dagegen, was aber nicht bedeutet, dass es… Weiterlesen »

Endthaler Manfred
Endthaler Manfred

Die kleinen Pensionen der Frauen müßten echt angehoben werden, nicht nur eine Anpassung der Ausgleichszulage. Da die Ausgleichszulage z.B. bei der Anrechnung bei Unterhaltszahlungen kein Einkommen darstellen, bleiben diese Erhöhungen wirkungslos. Dasselbe gilt bei Steuerreformen : Was hilft die schönste Steuerreform, wenn davon wieder 40 Prozent an Unterhaltszahlung z.B. an die Exfrau draufgeht, da ja bei den untersten Pensionen kaum Anpassungen stattfinden.

Ihr habt alle dassel
Ihr habt alle dassel

be Problem: GELD! Tssss, tssss!

Dagmar Rehak
Dagmar Rehak

Das einzige, was man aus diesen Zahlen herauslesen kann, ist, dass Frauen von Männern leben.

Ironie
Ironie

Und Männer leben auch nicht von der Nahrung, die sie einnehmen.

Gabriele Stark
Gabriele Stark

Was halten Sie von folgender Idee: pro Kind muss der zeugende Mann einen %-Satz seiner Pension an die betreuende Frau abgeben, wenn diese entweder nicht oder nur vermindert selbst arbeitet. So einen Denkanstoß würde ich fair finden.
Freundschaft
Gabriele Stark

Gucky
Gucky

Gute Idee würde ich Unterstützen.

Dagmar Rehak
Dagmar Rehak

Und wenn er das gezeugte Kind selbst betreut? Zahlt ihm dann die Frau was?

Und umso mehr
Und umso mehr

Kinder er hat, desto mehr muss er hungern?
Hehe, gut ausgedacht. Der, der der Volkswirt-
schaft neues Leben zuführt, soll widrige Arbeits-
verhältnisse annehmen, der Unternehmer raubt
Lohn und saugt am Steuertopf, besonders der
Großunternehmer, und später dafür hungern.

Langsam danke ich, man sollte der Menschheit
das Geld weg nehmen, dass sie wieder klar wird
im Kopf. Fazit: Weniger Privat, mehr Staat.

Offenbar funktioniert das nicht mit der Privatwirt-
schaft. Besonders das Börsen- und Bankenwesen
haben uns massiv geschädigt und genau die werden
SCHON WIEDER hofiert. Wahnsinn! Wahnsinn! Wahnsinn!

Ohne Geld
Ohne Geld

kein Kampf, kein Streit: schafft es einfach und endlich ab!

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