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Historisch: Finnland gibt Müttern und Vätern gleiches Recht auf Elternzeit

Historisch: Finnland gibt Müttern und Vätern gleiches Recht auf Elternzeit

Mutter Vater Familie Kind (Foto: Unsplash/Foto Phanatic)

Foto: Unsplash/Foto Phanatic

Kathrin Glösel Kathrin Glösel
in Good News, Internationales
Lesezeit:2 Minuten
6. September 2022
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In Finnland gilt nun ein neues Familiengesetz, das die Länge der Karenz und die Höhe bzw. Dauer des Kinderbetreuungsgelds neu regelt. Für beide Elternteile. Zum ersten Mal haben sowohl Mütter als auch Väter Anspruch auf Karenz in gleicher Länge.  

Beide Elternteile erhalten je 160 Tage lang Kinderbetreuungsgeld, in Summe also fast ein Jahr. Zusätzlich gibt es noch – ähnlich wie bei uns – Wochengeld. Zusammengenommen können Eltern also etwa 14 Monate zu Hause beim Kind bleiben. Ein Elternteil kann bis zu 63 Bezugstage auf den anderen übertragen.

Sozialministerin Hanna Sarkkinen hofft, dass diese Reform die Stellung von Frauen auf dem Arbeitsmarkt verbessert und auch den Vätern mehr Zeit mit ihren Babys geben wird.

„Die Reform ist eine Investition in Familien mit Kindern, die den verschiedenen Familientypen Rechnung trägt. Sie wird uns auf dem Weg zu einer sozial nachhaltigeren Gesellschaft helfen“, erklärte Sarkkinen im Vorjahr das Vorhaben.

Zuvor bestand die Karenz aus einem Mutterschaftsgeld, das 105 Tage bezogen werden konnte – ab errechnetem Geburtstermin. Väter hatten 54 Tage lang Anspruch auf Vätergeld, während das Kinderbetreuungsgeld 158 Tage lang von einem Elternteil oder von beiden Elternteilen gemeinsam in Anspruch genommen werden konnte.

finnland elternzeit
Mit der finnischen Premierministern Sanna Marin wurde nun das Familienrecht samt Karenzzeiten modernisiert. (Foto: Laura Kotila/Valtioneuvoston kanslia/Wikimedia, CC BY 4.0)

In Schweden gehen 9 von 10 Männern in Karenz

Die insgesamt kurze Karenzdauer – und dafür egalitäre Aufteilung zwischen beiden Elternteilen – ist in skandinavischen Ländern verbreitet.

Väter, die Babys und kleine Kinder betreuen, werden in Schweden durch die Karenz-Regelungen stark gefördert: 480 Tage (also etwa 68 Wochen) können Eltern in Schweden bei ihren Kindern zuhause bleiben, die Zeit muss allerdings aufgeteilt werden: Zumindest 60 Tage müssen vom zweiten Elternteil in Anspruch genommen werden, wenn die volle Länge genutzt werden möchte. Andernfalls wird die Karenzdauer gekürzt. Bei Bewerbungsgesprächen und Förderungen von MitarbeiterInnen ist die Frage nach der Familienplanung irrelevant geworden, weil sie alle betrifft.

In Schweden gehen folglich rund 90 Prozent der Väter in Karenz – unabhängig von Berufssparte und Einkommensstufe. Zum Vergleich: In Österreich sind es knapp 20 Prozent, also noch immer eine Minderheit.

Parlament Das Thema "Karenz" im Parlament

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Umberto Eco war Schriftsteller, Philosoph und einer der bekanntesten Intellektuellen Europas. Weltberühmt wurde er 1980 mit seinem Roman „Der Name der Rose“. Der historische Krimi spielt in einem mittelalterlichen Kloster und verbindet Spannung mit klugen Fragen über Wissen, Macht und Wahrheit. Das Buch wurde ein internationaler Bestseller und erfolgreich verfilmt. Geboren 1932 in Italien, war Eco vor allem Professor für Semiotik – die Lehre von den Zeichen. Er untersuchte, wie Sprache, Medien und Popkultur Bedeutung erzeugen und wie leicht Öffentlichkeit manipuliert werden kann. Schon früh warnte er vor Propaganda und vereinfachenden Weltbildern. Eco schrieb nicht nur Romane, sondern auch Essays, in denen er verständlich und oft mit Humor komplexe Themen erklärte. Er mischte sich politisch ein und kritisierte Rechtspopulismus sowie Geschichtsvergessenheit. Zitat: Um tolerant zu sein, muss man die Grenzen dessen, was nicht tolerierbar ist, festlegen. Umberto Eco

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