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Die Gefahren des Bier-Monopols: 54 Prozent der Biere stammen von nur 4 Konzernen

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Die "Brau-Union" vertreibt in Österreich über hundert Biermarken.

Einige Biermarken der "Brau-Union" (Foto: brauunion.at)

Fabian Zickler Fabian Zickler
in Dossier, Wirtschaft und Finanzen
Lesezeit:4 Minuten
22. Februar 2022
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Anheuser, Heineken, China Resources Breweries und Carlsberg sind die vier weltweit größten Brau-Konzerne. Sie produzieren allein 54 % des global konsumierten Biers. In die Schlagzeilen kommen die vier Konzerne regelmäßig mit Berichten über kartellrechtliche Probleme, Verstöße gegen das Wettbewerbsrecht sowie der Ausnutzung ihrer dominanten Marktbeherrschung gegenüber den kleineren Konkurrenten.

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In Österreich gibt es viele kleine Brauereien, die für Vielfalt in den Supermarktregalen sorgen. Für Kleinunternehmen wird es aber immer schwieriger, neben den Großkonzernen zu bestehen. In Österreich ist es der niederländische Heineken-Konzern mit seiner Tochter, der „Brau-Union“, der den Biermarkt dominiert. Einige Kleinbrauereien haben sich jetzt zusammengeschlossen, um den Einfluss von Konzernen am Biermarkt zurückzudrängen. Auch, weil die Brau-Konzerne Heineken und Carlsberg Patente auf beliebte Gerstensorten angemeldet haben. Für andere Brauereien drohen Lizenzgebühren. Das verschärft die Monopolisierungs-Tendenzen des Biermarktes und das bedroht die Vielfalt der österreichischen Bierlandschaft. Das Problem besteht allerdings auch auf internationaler Ebene. Weltweit kommen 54 % des produzierten Bieres von nur vier Konzernen.

Inhalt
1) Die größten Brauereien der Welt
2) Die TOP-4-Braukonzerne: Anheuser, Heineken, China Resources Breweries, Carlsberg
2.1) Anheuser
2.2) Heineken
2.3) China Resources Breweries Ltd.
2.4) Carlsberg

Die größten Brauereien der Welt

Anheuser-Busch InBev NV/SA Belgien 29,8%
Heineken Niederlande 12,3%
China Resources Breweries Ltd. Volksrepublik China 6,4%
Carlsberg A/S Dänemark 5,9%
Molson Coors Brewing Company Kanada / Vereinigte Staaten 5,1%
Tsingtao Brewery Co., Ltd. Volksrepublik China 4,2%
Asahi Beer Japan 3,0%
Société des Brasseries et Glacières Internationales Frankreich 2,1%
Beijing Yanjing Beer Company Ltd. Volksrepublik China 2,0%
Anadolu Efes Türkei 1,7%

Quelle: Barth Report Stand: 31. 12. 2018

Die TOP-4-Braukonzerne: Anheuser, Heineken, China Resources Breweries, Carlsberg

Anheuser

Dass der Hersteller des „Corona“-Biers zum mit Abstand weltweit größten Bierproduzenten gehört, könnte man als schlechtes Omen deuten, weitaus schlimmer sind allerdings andere Aspekte ihrer Unternehmenspolitik. Entstanden ist der Megakonzern 2008, als die belgische “InBev”-Gruppe, der damals größte Bierkonzern der Welt, den US-amerikanischen Konkurrenten Anheuser-Busch übernahm. Nicht die einzige Fusion im Umfeld von Anheuser, die die Kartellämter beschäftigen sollte. 2015 wurde eine Fusion auch ein Fall für die US-Justiz, nachdem Anheuser Lieferanten aufkaufte und ihnen den Verkauf von Bier von Konkurrenten verbot. Ähnlich aggressiv soll sich der Konzern bei der Übernahme des Bierriesen “SABMiller” verhalten haben: Mit dem Unternehmen erwarb Anheuser auch einen gewaltigen Hopfenvorrat und blockierte den Verkauf für alle US-Craft-Beer-Brauer.

Heineken

Mit Biermarken von A wie Adelshoffen bis Z wie Zipfer ist der niederländische Heineken-Konzern weltweit der zweitgrößte Bierbrauer. In Österreich hat der Heineken-Konzern für Aufruhr gesorgt, als er sich die “Brau-Union” einverleibte und weitere Kleinbrauereien aufkaufte und in die Brau-Union integrierte. Nachdem ein Kartellverfahren für das Unternehmen positiv ausgefallen ist, begannen sich Kleinbrauereien selbst zusammenzuschließen, um sich gegen die aggressive Expansion des Biergiganten zu wehren. Aber nicht nur in Österreich fällt der Konzern mit fragwürdigen Geschäftspraktiken auf. „Ohne Heineken könnte die Diktatur in Burundi kaum überleben“, schreibt beispielsweise das Katapult-Magazin. Um auf den afrikanischen Markt zu erweitern, arbeitet Heineken auch mit Diktatoren sehr eng zusammen. In Burundi ist der Konzern für etwa ein Drittel der Steuereinnahmen verantwortlich. Das bringt politischen Einfluss: Beispielsweise ist der Präsident des höchsten Gerichtes gleichzeitig Aufsichtsratschef von Heineken. Doch auch in den Niederlanden ist der Konzern nicht gerade ein Vorzeige-Arbeitgeber: Trotz einer Inflation von über 5% und 23 Milliarden Euro Gewinn im letzten Geschäftsjahr, wurden der Belegschaft nur 3,5% Lohnsteigerung angeboten – deutlich unter der Teuerung. Deshalb streikte die Belegschaft des Mutterkonzerns diesen Jänner in den Niederlanden.

China Resources Breweries Ltd.

Ursprünglich von einem chinesischen Mischkonzern und dem US-amerikanischen Bierhersteller “SABMiller” gegründet, produziert “China Resources Breweries” heute etwa ein Drittel des Bieres in China. Damit ist das Unternehmen für etwa sechs Prozent des weltweiten Bieraufkommens verantwortlich. Die bekannteste Marke – “Snow” – ist allerdings außerhalb Chinas kaum verbreitet. Nachdem der Gesellschafter “SABMiller” 2016 von Anheuser übernommen wurde, verkaufte dieser seinen Anteil von 49 %, um möglichen Problemen mit dem Kartellamt vorzubeugen. Zuletzt hat Heineken Interesse an dem Konzern bekundet: Sie würden gerne 40 % des chinesischen Unternehmens übernehmen.

Carlsberg

Die dänische Brau-Gruppe, zu der unter anderem Carlsberg selbst und die deutsche Marke “Astra” gehören, ist Nummer 4 der internationalen Bierkonzerne. Auch dieses Unternehmen ist in der Vergangenheit mehrfach mit seinen Geschäftspraktiken aufgefallen. 2014 etwa wurde Carlsberg vom Bundeskartellamt für Preisabsprachen zu über 200 Millionen Euro Strafe verurteilt. Und schließlich beteiligte sich Carlsberg erst unlängst an dem Versuch von Heineken, Gerstensorten patentieren zu lassen, Kontrast berichtete.

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Erich Maria Remarque war ein deutscher Schriftsteller, der mit seinem Antikriegsroman “Im Westen nichts Neues” bekannt wurde. Seine Bücher, die vor allem die Grausamkeiten des Krieges offenlegen, wurden im nationalsozialistischen Deutschland verboten. Seine pazifistischen Romane werden bis heute von Menschen weltweit begeistert gelesen und wurden schon mehrfach verfilmt. Zitat: Ich dachte immer, jeder Mensch sei gegen den Krieg. Bis ich herausfand, dass es welche gibt, die dafür sind. Besonders die, die nicht hingehen müssen. Erich Maria Remarque

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Erich Maria Remarque war ein deutscher Schriftsteller, der mit seinem Antikriegsroman “Im Westen nichts Neues” bekannt wurde. Seine Bücher, die vor allem die Grausamkeiten des Krieges offenlegen, wurden im nationalsozialistischen Deutschland verboten. Seine pazifistischen Romane werden bis heute von Menschen weltweit begeistert gelesen und wurden schon mehrfach verfilmt. Zitat: Ich dachte immer, jeder Mensch sei gegen den Krieg. Bis ich herausfand, dass es welche gibt, die dafür sind. Besonders die, die nicht hingehen müssen. Erich Maria Remarque
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Heineken

Mit Biermarken von A wie Adelshoffen bis Z wie Zipfer ist der niederländische Heineken-Konzern weltweit der zweitgrößte Bierbrauer. In Österreich hat der Heineken-Konzern für Aufruhr gesorgt, als er sich die “Brau-Union” einverleibte und weitere Kleinbrauereien aufkaufte und in die Brau-Union integrierte.

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Demokratie

Demokratie bedeutet „Volksherrschaft“. In modernen Demokratien entscheidet die Bevölkerung meist nicht über jede Frage selbst, sondern wählt Vertreterinnen und Vertreter. Diese treffen politische Entscheidungen im Parlament oder in der Regierung. Wichtig sind freie und faire Wahlen, Grundrechte, Rechtsstaatlichkeit, Gewaltenteilung und der Schutz von Minderheiten. Auch Mehrheiten müssen sich an die Verfassung halten. In Österreich dürfen österreichische Staatsbürgerinnen und Staatsbürger ab 16 Jahren bei Nationalratswahlen wählen. Bei Wahlen entscheiden sie, welche Parteien und Personen sie im Parlament vertreten sollen. Das nennt man repräsentative Demokratie. Zu einer Demokratie gehört auch Meinungsfreiheit. Menschen dürfen ihre Meinung äußern und die Regierung kritisieren. Die Meinungsfreiheit hat aber Grenzen, zum Beispiel wenn jemand andere bedroht, gegen Gruppen hetzt oder nationalsozialistische Verbrechen leugnet oder verharmlost. In einer

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Inflation

In einer Marktwirtschaft können sich die Preise von Waren und Dienstleistungen immer wieder ändern. Einige Produkte werden teurer, andere billiger. Steigen die Preise von vielen Produkten auf einmal, und damit das allgemeine Preisniveau, nennt man das Inflation. Von seinem Geld kann man sich dann weniger kaufen als vorher. Wie entsteht eine Inflation? Was ist die Inflationsrate? Was sind Deflation und Rezession?

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