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Weltweite Militärausgaben erreichen Rekordhöhe – USA exportieren 42 % aller Waffen

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Kontrast Redaktion Kontrast Redaktion
in Internationales
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20. März 2026
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Weltweit geben Staaten immer mehr für ihr Militär aus. Das ist das Ergebnis einer Studie des Stockholmer Friedensforschungsinstituts SIPRI im vergangenen Jahr. Am meisten Geld stellen die USA ihrer Armee zur Verfügung. Im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung sind die Ausgaben der Ukraine am höchsten – was unmittelbar mit dem Angriffskrieg Russlands zusammenhängt. Auch Österreich hat seine Militärausgaben erhöht. Der Folgebericht 2026 nimmt außerdem die Waffenexporte unter die Lupe: Demnach sind die USA mit großem Abstand der größte Waffenexporteur weltweit.

2024 haben alle Länder weltweit zusammen 2,72 Billionen US-Dollar für ihre Streitkräfte ausgegeben – der höchste jemals von SIPRI gemessene Wert. Das ist ein Anstieg um 9,4 % im Vergleich zum Vorjahr – der größte jährliche Zuwachs seit dem Ende des Kalten Krieges. Über die Hälfte aller Länder haben ihre Militärausgaben erhöht. Das zweite Jahr in Folge stiegen die Ausgaben somit in allen fünf Weltregionen, was laut Bericht mit den zunehmenden geopolitischen Spannungen zusammenhängt. Vor allem der Krieg in der Ukraine sowie der Krieg in Gaza sind Gründe für die erhöhten Militärausgaben. Dabei ist der starke Anstieg insbesondere auf einige wenige Länder zurückzuführen:

„Obwohl es im Jahr 2024 weltweit zu bewaffneten Konflikten oder wachsenden zwischenstaatlichen Spannungen kam, wurde der starke globale Anstieg der Militärausgaben von einer relativ kleinen Anzahl von Ländern vorangetrieben“, heißt es im Bericht.

USA, China, Russland, Deutschland: Diese Staaten geben am meisten aus

Die USA investieren mit 997 Milliarden US-Dollar am meisten in ihren militärischen Apparat, das alleine macht 37 % der weltweiten Ausgaben aus. Danach folgen China (314 Mrd.), Russland (149 Mrd.), Deutschland (88,5 Mrd.) und Indien (86,1 Mrd.).

Diese fünf Länder stehen gemeinsam für etwa 60 % der globalen Militärausgaben.

Besonders starke Steigerungen gab es in Israel (+65 % auf 46,5 Mrd. US-Dollar), Russland (+38 % auf 149 Mrd. US-Dollar) und Polen (+31 % auf 38 Mrd. US-Dollar). Auch Deutschland investierte um 28 % mehr in die Bundeswehr als noch im Vorjahr. Mit 88,5 Mrd. US-Dollar macht das 1,9 % ihres BIPs aus. Zum Vergleich: Österreich gab laut den Zahlen von SIPRI mit 5,3 Mrd. US-Dollar (+28,6 %) ein Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung aus. Mit 34 % des BIP gab die Ukraine in dieser Kategorie am meisten für ihre Armee aus (64,7 Mrd. US-Dollar).

Mehr Geld für Militär heißt weniger Geld für andere Bereiche

Die Forscher:innen des Stockholmer Friedensforschungsinstituts gehen davon aus, dass die Ausgaben in den nächsten Jahren noch weiter steigen könnten. Denn viele Länder haben sich verpflichtet, künftig mehr fürs Militär auszugeben. Sie befürchten, dass bei steigenden Militärausgaben das Geld für andere Bereiche wie Bildung oder Gesundheit fehlen könnte.

„Wenn Regierungen immer mehr Wert auf militärische Sicherheit legen und dafür an anderen Stellen sparen, kann das große wirtschaftliche und soziale Folgen für die Gesellschaft in den nächsten Jahren haben“, schreibt das Stockholmer Friedensforschungsinstitut (SIPRI) in einer Aussendung.

42 % aller Waffenexporte kommen aus den USA

2026 veröffentlicht SIPRI eine weitere Studie zum weltweiten Waffenhandel. Das Institut listet dort die größten Waffenexporteure weltweit auf. Mit großem Abstand nehmen die USA Platz eins ein. 42 % aller Exporte kommen von dort. Platz zwei belegt Frankreich mit 9,8 %, gefolgt von Russland (6,8 %) und Deutschland (5,7 %). Unter den Top Ten befinden sich weiters China, Italien, Israel, UK, Südkorea und Spanien.

Militärausgaben, Waffenexporte weltweit
Die USA haben nicht nur die höchsten Militärausgaben, sondern exportieren auch mit Abstand am meisten Waffen in die Welt.

Der Artikel erschien am 6. Mai 2025 und wurde am 20. März 2026 aufgrund der neuen Studie zu den Waffenexporten aktualisiert.

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Jean-Paul Sartre war ein französischer Philosoph, Schriftsteller und einer der wichtigsten Vertreter des Existentialismus. Seine Idee: Der Mensch ist zur Freiheit verurteilt – und damit selbst verantwortlich für sein Leben. Bekannt wurde er durch Werke wie Das Sein und das Nichts und den Roman Der Ekel. 1964 erhielt er den Literaturnobelpreis, den er jedoch ablehnte. Sartre mischte sich auch aktiv in politische Debatten seiner Zeit ein. Er kritisierte Kolonialismus, Kapitalismus und politische Machtstrukturen – und stellte sich etwa im Algerienkrieg klar gegen die französische Regierung. Auch die 68er-Bewegung unterstützte er und prägte so eine Generation, die konservative Politik radikal hinterfragte. Zitat: Ich kann meine Freiheit nicht zum Ziel nehmen, wenn ich nicht zugleich die Freiheit der anderen zum Ziel nehme. Jean-Paul Sartre

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