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Studie zeigt: Die große Mehrheit ist für Vermögenssteuern, aber die Medien schreiben dagegen

Patricia Huber Patricia Huber
in Medien
Lesezeit:2 Minuten
1. Oktober 2025
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ForscherInnen des Momentum Instituts haben die Medienberichte der Jahre 2005 bis 2020 über Vermögenssteuern analysiert und sind zu einem erstaunlichen Ergebnis gekommen: 69% der JournalistInnen-Kommentare in Österreichs Tageszeitungen lehnen Vermögenssteuern ab. Das steht im Widerspruch zur Meinung der Bevölkerung: Tatsächlich gibt es seit vielen Jahren eine deutliche Mehrheit für Vermögenssteuern. 

Die Autoren der Studie „Die Vermögenssteuer-Debatte in österreichischen Tageszeitungen“ Quirin Dammerer und Georg Hubmann haben sich 1.045 Kommentare in fünf Tageszeitungen angesehen. Untersucht wurden Kommentare in „Der Standard“, „Die Presse“, „Kleine Zeitung“ „Oberösterreichische Nachrichten“ und „Tiroler Tageszeitung“ aus den Jahren 2005 bis 2020. In 69% dieser Kommentare werden Vermögenssteuern ablehnend beurteilt.

Mehrheit der Menschen ist für Vermögenssteuern in Österreich

„Es ist interessant, dass wir auf der einen Seite sehen, dass es Mehrheiten für eine Vermögenssteuer in der Bevölkerung gibt und gleichzeitig diese veröffentlichte Meinung stark von dieser befürwortenden Haltung abweicht“, sagt Studienautor Dammerer.

vermögenssteuern mehrheit österreich
Grafik des Momentum-Instituts.

Denn seit 2009 spricht sich die Mehrheit der Bevölkerung in Umfragen mehrheitlich für Vermögenssteuern aus. Die Zustimmung liegt bei bis zu 70 Prozent, aber niemals nur bei 22 Prozent wie in den Kommentaren der JournalistInnen im Untersuchungszeitraum. Und die Ablehnung der Vermögenssteuern in Österreichs Tageszeitungen ist nicht sehr differenziert:

In 93% der ablehnenden Kommentare findet sich kein einziges Pro-Argument, sondern ausschließlich negative Argumente.

Es gibt große Kluft zwischen öffentlicher Meinung und veröffentlichter Meinung

Die Kluft zwischen der öffentlichen Meinung und der veröffentlichten Meinung zeigt sich nicht nur in Österreich: Ähnliche Resultate finden vergleichbare Studien auch für andere europäische Länder.

Studienautor Hubmann führt das auf den Einfluss von finanzstarken Akteuren zurück: „Argumente gegen Vermögenssteuern haben Rückenwind, von kapitalnahen Lobby-Organisationen genauso wie im Mainstream der Ökonomie. Das schlägt sich auch in der medialen Berichterstattung nieder.“ Österreichs Medien sind nicht nur stark von Inseraten großer Firmen abhängig, deren Eigentümer häufig gegen Vermögenssteuern sind. Ihre Herausgeber sind auch oft Vermögende, die sich nicht über Vermögenssteuern freuen würden.

Vermögenssteuer-Umfrage: 2/3 der Österreicher sind dafür. (Bild: Kontrast.at)

Die Umfragen zum Thema Vermögenssteuern seit 2009 im Überblick

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Kalleitner
Kalleitner
19. November 2025 14:37

Die Vermögenssteuer soll gestaffelt bei denen ansetzen die über das doppelte des des Durchsnittseinkommen verdienen!

Da die Jahre lange nichtanpassung der Kalten Progression das ganze Einkommensschema verschoben hat.

Auch gehört eigentlich wieder die 60% Steuerabgabe eingeführt zumindest übergangsbefristet.

Und eine geringe Transaktionssteuer.

Alles andere schläg sich auf die Kaufkraft des Mittelstandes und der geringverdiener nieder.

Wo kein Geld da nichts gekauft wird.

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Wolfgang Pucher war ein österreichischer Ordenspriester und Gründer der VinziWerke in Graz. Er setzte sich besonders für obdachlose und armutsbetroffene Menschen ein und schuf zahlreiche Einrichtungen, die ihnen Unterkunft, Essen und Unterstützung bieten. Mit großem persönlichem Einsatz machte er auf soziale Ungleichheit aufmerksam und forderte mehr Solidarität mit den Schwächsten. Seine Arbeit war geprägt von direkter Hilfe ohne große Bürokratie. Pucher wurde für sein Engagement vielfach ausgezeichnet und blieb bis zu seinem Tod eine wichtige Stimme für soziale Gerechtigkeit. Zitat: Als gut situierter Bürger hat man kein Recht, an der Not anderer vorüberzugehen. Wolfgang Pucher

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