ForscherInnen des Momentum Instituts haben die Medienberichte der Jahre 2005 bis 2020 über Vermögenssteuern analysiert und sind zu einem erstaunlichen Ergebnis gekommen: 69% der JournalistInnen-Kommentare in Österreichs Tageszeitungen lehnen Vermögenssteuern ab. Das steht im Widerspruch zur Meinung der Bevölkerung: Tatsächlich gibt es seit vielen Jahren eine deutliche Mehrheit für Vermögenssteuern.
„Es ist interessant, dass wir auf der einen Seite sehen, dass es Mehrheiten für eine Vermögenssteuer in der Bevölkerung gibt und gleichzeitig diese veröffentlichte Meinung stark von dieser befürwortenden Haltung abweicht“, sagt Studienautor Dammerer.
Grafik des Momentum-Instituts.
Denn seit 2009 spricht sich die Mehrheit der Bevölkerung in Umfragen mehrheitlich für Vermögenssteuern aus. Die Zustimmung liegt bei bis zu 70 Prozent, aber niemals nur bei 22 Prozent wie in den Kommentaren der JournalistInnen im Untersuchungszeitraum. Und die Ablehnung der Vermögenssteuern in Österreichs Tageszeitungen ist nicht sehr differenziert:
In 93% der ablehnenden Kommentare findet sich kein einziges Pro-Argument, sondern ausschließlich negative Argumente.
Es gibt große Kluft zwischen öffentlicher Meinung und veröffentlichter Meinung
Studienautor Hubmann führt das auf den Einfluss von finanzstarken Akteuren zurück: „Argumente gegen Vermögenssteuern haben Rückenwind, von kapitalnahen Lobby-Organisationen genauso wie im Mainstream der Ökonomie. Das schlägt sich auch in der medialen Berichterstattung nieder.“ Österreichs Medien sind nicht nur stark von Inseraten großer Firmen abhängig, deren Eigentümer häufig gegen Vermögenssteuern sind. Ihre Herausgeber sind auch oft Vermögende, die sich nicht über Vermögenssteuern freuen würden.
Die Umfragen zum Thema Vermögenssteuern seit 2009 im Überblick
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Was trifft zum Thema Künstliche Intelligenz auf dich zu?
Die Country- und Pop-Ikone Dolly Parton ist im Alter von 80 Jahren gestorben. Neben ihrer Karriere als Sängerin ist sie auch für ihr soziales Engagement bekannt: Mit der Imagination Library hat sie ein weltweites Leseprojekt gegründet, das Kindern kostenlos Bücher zur Verfügung stellt. Außerdem unterstützte sie Bildungs- und Hilfsprojekte über die Dollywood Foundation und spendete Millionenbeträge in die medizinische Forschung.
Ihrem 1980 verfassten Song „9 to 5“ – einem sozialkritischen Kommentar auf Arbeitswelt und Ungleichheit - entstammt dieses Zitat: “It’s a rich man’s game no matter what they call it, and you spend your life putting money in his wallet.” Zitat: Es ist ein Spiel der Reichen und egal wie sie es nennen, du verbringst dein Leben damit, Geld in ihre Taschen zu stecken. Dolly Parton
Umfrage
Was trifft zum Thema Künstliche Intelligenz auf dich zu?
Die Country- und Pop-Ikone Dolly Parton ist im Alter von 80 Jahren gestorben. Neben ihrer Karriere als Sängerin ist sie auch für ihr soziales Engagement bekannt: Mit der Imagination Library hat sie ein weltweites Leseprojekt gegründet, das Kindern kostenlos Bücher zur Verfügung stellt. Außerdem unterstützte sie Bildungs- und Hilfsprojekte über die Dollywood Foundation und spendete Millionenbeträge in die medizinische Forschung.
Ihrem 1980 verfassten Song „9 to 5“ – einem sozialkritischen Kommentar auf Arbeitswelt und Ungleichheit - entstammt dieses Zitat: “It’s a rich man’s game no matter what they call it, and you spend your life putting money in his wallet.” Zitat: Es ist ein Spiel der Reichen und egal wie sie es nennen, du verbringst dein Leben damit, Geld in ihre Taschen zu stecken. Dolly Parton
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Das Momentum Institut will als Think Tank und Medium progressive Perspektiven aufzeigen. "Unser Maßstab sind die sozialen und wirtschaftlichen Interessen der Vielen. Wir erarbeiten und verbreiten konkrete und konstruktive Vorschläge für eine nachhaltige und gerechtere Gesellschaft. Wir arbeiten fakten- und lösungsorientiert und vermitteln zwischen Politik und Wissenschaft, Zivilgesellschaft und sozialen Bewegungen. Mit skeptischer Haltung zu dem, was ist. Immer im Interesse der Vielen", heißt es im Impressum.
Eine Vermögenssteuer im engeren Sinne bezeichnet im Normalfall eine jährliche Steuer, die auf das Nettovermögen (also minus Schulden) von Personen eingehoben wird. Sie wird ab einer bestimmten – meist sehr hohen – Freigrenze fällig. Das Vermögen kann sowohl finanzielle Vermögenswerte (wie Aktien und Anleihen) als auch nicht finanzielle Vermögenswerte (wie Wohneigentum) umfassen. Im weiteren Sinne versteht man unter Vermögenssteuern alle vermögensbezogenen Steuern. Sie sind demnach einmalige und wiederkehrende Steuern auf die Nutzung, das Eigentum oder die Übertragung von Vermögen. Dazu zählen etwa Steuern auf unbewegliches Vermögen oder Nettovermögen, Grundsteuer, Erbschafts- und Schenkungssteuern sowie Finanz- und Kapitaltransaktionssteuern. Der Wert wird meist in Prozent aller Steuereinnahmen oder am BIP bemessen.
Österreichs Zeitungslandschaft zeichnet sich durch eine geringe Pressevielfalt und eine enorme Konzentration des Medienmarktes auf wenige tagesaktuelle Zeitungen aus. In manchen Bundesländern gibt es sogar Zeitungsmonopole. Besitzer der 14 noch bestehenden Tageszeitungen sind reiche Familien, Investoren und die katholische Kirche. Wir geben eine Übersicht über Eigentümer, politische Ausrichtung, Auflagenstärke, Reichweiten und öffentliche Förderungen.
Die Presse ist eine der ältesten Zeitungen Österreichs. Ihre politische Ausrichtung ist liberal-konservativ, das Medium steht im Besitz der katholischen Styria Medien AG. Im Zuge der ÖVP-Korruptionsaffäre stellte sich heraus, dass der “Strippenzieher” in der ÖVP, Thomas Schmid, ein sehr enges Naheverhältnis zum Presse-Chefredakteur Rainer Nowak hatte. Der als sehr konservativ geltende Nowak wurde in den Chats um ÖVP-freundliche Berichterstattung gebeten. Nowak wiederum erwartete sich von der ÖVP Hilfe bei seinem angepeilten Aufstieg zum ORF-Generalsekretär.
Die Kleine Zeitung ist das zweitgrößte Blatt des Landes. Sie ist allerdings keine landesweite Zeitung, sondern ein Regionalblatt in der Steiermark und Kärnten. In Kärnten liegt die Kleine mit einer Reichweite von 44 Prozent und 214.000 Leser: innen klar vor dem Erzkonkurrenten Krone, die im südlichsten Bundesland nur auf 31,9 Prozent kommt. Ihre politische Ausrichtung ist katholisch-konservativ. "Sie steht auf dem Boden christlicher Weltanschauung, tritt für eine plurale, demokratische Gesellschaftsordnung, die Eigenständigkeit der Bundesländer und die völkerrechtliche Unabhängigkeit der Republik Österreich ein und begrüßt den europäischen Einigungsprozess", schreibt die Kleine Zeitung selbst in ihrem Impressum.
Die Oberösterreichischen Nachrichten sind die meistgelesene Zeitung im Bundesland. Fast jeder Dritte (27,1 % Reichweite bzw 239.000 Leser:innen) konsumiert die OÖN. Die politische Ausrichtung ist bürgerlich-konservativ, die Zeitung ist im Besitz der Wimmer-Druck–Familie Familie Cuturi.
Die TT ist der absolute Platzhirsch im Bundesland und hat eine Reichweite von 34,8 Prozent in Tirol. Die TT verfolgt einen reinen Tirol-Kurs ohne großen nationalen Anspruch. Sie gehört gemeinsam mit dem kleinformatigen Gratis-Ableger TT kompakt zur Moser-Holding. Die Blattlinie der Zeitung wird als liberal-konservativ beschrieben.
Die Vermögenssteuer soll gestaffelt bei denen ansetzen die über das doppelte des des Durchsnittseinkommen verdienen!
Da die Jahre lange nichtanpassung der Kalten Progression das ganze Einkommensschema verschoben hat.
Auch gehört eigentlich wieder die 60% Steuerabgabe eingeführt zumindest übergangsbefristet.
Und eine geringe Transaktionssteuer.
Alles andere schläg sich auf die Kaufkraft des Mittelstandes und der geringverdiener nieder.
Wo kein Geld da nichts gekauft wird.