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Wie die Wirtschaft von Arbeitszeitverkürzung profitiert

Wie die Wirtschaft von Arbeitszeitverkürzung profitiert

Patricia Huber Patricia Huber
in 4-Tage-Woche, Arbeit & Freizeit
Lesezeit:2 Minuten
5. Juli 2016
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Aus Sicht der Unternehmen haben kürzere Arbeitszeiten immer zu erhöhter Leistung geführt. Es sind nämlich nicht die Arbeitsstunden für den wirtschaftlichen Erfolg entscheidend, sondern  die Produktivität. Und sie wird durch eine Verkürzung der Arbeitszeit deutlich gesteigert, wie Jörg Flecker vom Institut für Soziologie an der Universität Wien erklärt: „Die achte bis zehnte Stunde an einem Arbeitstag ist nicht gleich produktiv wie jede frühere, sondern deutlich weniger.“ Aufmerksamkeit und Geschwindigkeit sinken in dieser Zeit und es passieren mehr Fehler.

1969 wettert die Industriellenvereinigung gegen die 40-Stunden-Woche – mit denselben Argumenten wie heute
1969 wettert die Industriellenvereinigung gegen die 40-Stunden-Woche – mit denselben Argumenten wie heute

Die Vorteile kürzerer Arbeitszeiten haben Wissenschaftler bereits mehrfach nachgewiesen. So hat K. Anders Ericsson in mehreren Experimenten gezeigt, dass Menschen nur vier bis fünf Stunden konzentriert und produktiv arbeiten können. Nach dieser Zeit geht ihre Arbeitsleistung stark zurück.

Zufriedener und weniger krank

In der schwedischen Stadt Göteborg probieren Unternehmen daher schon länger aus, wie sich kürzere Arbeitszeiten auswirken. Die Angestellten in einem Pflegeheim, einem Krankenhaus, einer Fabrik und einer Autowerkstatt arbeiten dort nur noch 30 statt 40 Stunden pro Woche — mit bestechenden Resultaten: Die Mitarbeiterinnen sind zufriedener, effizienter und weniger krank.

Die Produktivität ist um 25 bis 50 Prozent gestiegen. „Die Mitarbeiter sind viel effizienter geworden“, so der Chef eines Autohändlers in Schweden. Und auch die Krankschreibungen gingen deutlich zurück. Innerhalb von vier Jahren sanken die Krankenstände von elf auf 6,2 Prozent der Arbeitszeit.

„Früher war ich ständig erschöpft“, sagt etwa Lise-Lotte Petterssson vom Svartedalens-Pflegeheim gegenüber dem „Guardian“. „Jetzt bin ich viel aufmerksamer. Ich habe mehr Energie für meine Arbeit und für meine Familie.“

Weiterlesen:

Guardian: Efficiency up, turnover down: Sweden experiments with six-hour working day

New York Times: In Sweden, an Experiment Turns Shorter Workdays Into Bigger Gains

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rudolf
rudolf
10. Juli 2020 08:21

Dieses Argument „Das können wir uns nicht leisten“, gab es schon vor 45 Jahren!
Jetzt haben wir die 38.5 Stunde und alle Betriebe stehen gut da.
Mit der 30 Wochen -Stunde und 17.-€ Netto, gäbe es keine Armut und keine Arbeitslosen , mehr-
Jetzt und nicht erst 2022, da wäredas Geld schon wieder weniger!

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