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Nach Gratis-Kindergarten: Alle Ganztagsschulen ab Herbst in Wien gratis

We always have so much to do at school

Kontrast Redaktion Kontrast Redaktion
in Bildung
Lesezeit:2 Minuten
24. Juni 2020
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Ab Herbst wird der Besuch einer Wiener Ganztagsschule gratis. Das hat der Gemeinderat in Wien heute beschlossen. Die Eltern von 17.000 Kindern ersparen sich dadurch Kosten von rund 1.800 Euro pro Jahr.

Wien war vor 10 Jahren das erste Bundesland, das den Gratis-Kindergarten eingeführt hat. Rund 30.000 Kinder bis 6 Jahren zahlen in Österreichs Hauptstadt nichts für den Kindergartenbesuch. Dem Wiener Vorbild ist letztes Jahr auch das Burgenland gefolgt.

Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) hat im Februar angekündigt, das kostenlose Angebot auch auf Ganztagsschulen ausweiten: Ab Herbst 2020 wird Wien keine Beiträge mehr für den Besuch einer öffentlichen Ganztagsschule einheben. Das hat Ende Juni jetzt auch der Gemeinderat fixiert – mit den Stimmen von SPÖ, Grünen und NEOS, gegen ÖVP, FPÖ und Team Strache.

Bisher lag der Beitrag bei 180 Euro im Monat, pro Jahr machte das Kosten von rund 1.800 Euro aus. Die fallen jetzt für 17.000 Kinder weg, weil alle 63 Ganztagsschulen in Wien werden komplett kostenfrei werden – inklusive Mittagessen. Durch Neubauten, Umbauten und Erweiterungen kommen jedes Jahr bis zu 10 neue Ganztagsschulen hinzu, die ebenfalls kostenlos sein werden.

Mangel an Angebot

Im Rest Österreichs ist das Angebot an Ganztagsschulen nicht groß. Die schwarz-blaue Regierung hat zuletzt die Mittel für den Ausbau halbiert. Konkret haben sie die Summe von 750 Mio. Euro bis 2032 gestreckt. Das ist eine Kürzung von 107 Mio. Euro auf 53 Mio. Euro jährlich.

Ursprünglich wären die Mittel bis 2025 zur Verfügung gestanden, so sollten für 40 Prozent der Kinder Ganztagsschulen geschaffen werden. Dabei wünschen sich 60% der Eltern den flächendeckenden Ausbau von Ganztagsschulen in Österreich, wie eine Umfrage von Unique Research für „profil“ erhob.

Die Grafik zeigt, dass ein Großteil der befragten Eltern, sich eine Ganztagsschule wünschen. In Wien wird diese bald gratis.

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xx1xx
xx1xx
27. Juni 2020 21:46

Besonders Kinder mit Lebensmittelallergien können nun aus einem Zweiervorschlag von Menüs wählen und brsuchen das Essen nicht mehr mitzubringen. Diabetiker lesen mit Interesse die Kohlehydrate und Kalorien der Speisen. Die Lehrer helfen dann bei der medizinisch exakten Berechnung des Anteils, wenn nicht allesfertig gegessen wurde.
Auf das hat jedes Kind einen Rechtsanspruch. Bisher hat man das Essen selbst erworben, die Schule konnte sorglos sein. Jetzt kümmert sich eben die Schule darim.
Insgesamt eine deutliche Verbesserung.! Als Diätologen und Lebensmittel-Analysten ausgebildete Lehrer können nun das ideale, gesunde und ausgewogene Mittagessen für alle Kinder (von Zöliakie, Diabetes, Fruktose- oder Lactose-Unverträglichkeit, vegan oder vegetarisch lebenden Kindern, schweinefleischlosem Essen, koscherem Essen,…) einfach alles Bereitstellen, was für eine gesunde Entwicklung der Kinder eben wichtig ist. Man denke dabei an Spitalküchen, die speziell an die Erfordernisse der Kinder adaptiert werden.

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xx1xx
xx1xx
10. April 2020 22:03

Ganztagesschulen sollten dem Bedarf entsprechend überall zur Verfügung stehen. Das Problem dabei ist jedoch, dass sie als leichte Wahlmöglichkeit gerade die jungen Kinder mit einer Konkurrenzsituation konfrontieren, die sie nicht verstehen können. Der Freund geht dann in die Vormittags-Schule und hat am Nachmittag frei!

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Kritisierer
Kritisierer
23. Februar 2020 17:09

Es wird aber nicht wirklich gratis, es zahlt nur jemand anderer. Der Ludwig ist es nicht.

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xx1xx
xx1xx
Reply to  Kritisierer
10. April 2020 22:14

Früher hat sich die sozialistische Jugendorganisation um die Freizeit der Kinder gekümmert, heute sind es meist konservative Lehrer.
Die heutige SPÖ findet das besser.

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RedCast
RedCast
Reply to  Kritisierer
24. Juni 2020 20:42

Es zahlen die Steuer Zahler und das ist richtig so. Jeder hat hat abgaben zu leisten, die*der eine mehr, die*der andere weniger. Wenn Eltern für die Schule ihrer Kinder aktiv zahlen müssen, würde jedes fünfte Kind darunter leiden.
Wir können froh sein ein großes Sozialsystem zu haben. Bildung ist wichtig und muss daher von allen gestämmt werden und so unbeeinflusst von Markt und Industie.
Und wenn dir vorkommt du zahlst zu viele Steuern, reg dich auf über Millionäre in Österreich die nicht genug abgaben leisten. Die Fehler liegen nämlich viel tiefer.

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Karl Stojka wurde 1931 in Wampersdorf in Niederösterreich geboren – als Sohn einer Lovara-Roma-Familie. Er wuchs reisend auf, lebte mit seiner Familie in Zelten und Wagen, bis das NS-Regime diese Lebensweise brutal beendete. 1943 wurde Stojka mit seiner Familie deportiert. Er überlebte mehrere Konzentrationslager, darunter Auschwitz, Buchenwald und Flossenbürg. Viele seiner Angehörigen wurden ermordet. Nach dem Krieg kehrte er nach Wien zurück und versuchte, sich ein neues Leben aufzubauen – in einem Land, das die Verfolgung der Roma lange verdrängte. Erst Jahrzehnte später begann Stojka, über seine Erfahrungen zu sprechen. Er wurde zu einer wichtigen Stimme der Erinnerung: als Zeitzeuge, als Aktivist und als Künstler. In seinen Bildern verarbeitete er das Erlebte – eindringlich und farbgewaltig, oft schmerzhaft direkt. Gleichzeitig engagierte er sich für die Anerkennung der Roma und Sinti als Opfer des Nationalsozialismus in Österreich. Karl Stojka wurde so zu einer zentralen Figur der österreichischen Erinnerungskultur. Zitat: Nicht Hitler, Göring, Goebbels, Himmler und wie sie alle heißen, haben mich verschleppt und geschlagen. Nein, es war der Schuster, der Nachbar, der Milchmann. Sie haben eine Uniform bekommen, eine Binde und eine Haube - und dann waren sie die Herrenrasse. Karl Stojka

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Karl Stojka wurde 1931 in Wampersdorf in Niederösterreich geboren – als Sohn einer Lovara-Roma-Familie. Er wuchs reisend auf, lebte mit seiner Familie in Zelten und Wagen, bis das NS-Regime diese Lebensweise brutal beendete. 1943 wurde Stojka mit seiner Familie deportiert. Er überlebte mehrere Konzentrationslager, darunter Auschwitz, Buchenwald und Flossenbürg. Viele seiner Angehörigen wurden ermordet. Nach dem Krieg kehrte er nach Wien zurück und versuchte, sich ein neues Leben aufzubauen – in einem Land, das die Verfolgung der Roma lange verdrängte. Erst Jahrzehnte später begann Stojka, über seine Erfahrungen zu sprechen. Er wurde zu einer wichtigen Stimme der Erinnerung: als Zeitzeuge, als Aktivist und als Künstler. In seinen Bildern verarbeitete er das Erlebte – eindringlich und farbgewaltig, oft schmerzhaft direkt. Gleichzeitig engagierte er sich für die Anerkennung der Roma und Sinti als Opfer des Nationalsozialismus in Österreich. Karl Stojka wurde so zu einer zentralen Figur der österreichischen Erinnerungskultur. Zitat: Nicht Hitler, Göring, Goebbels, Himmler und wie sie alle heißen, haben mich verschleppt und geschlagen. Nein, es war der Schuster, der Nachbar, der Milchmann. Sie haben eine Uniform bekommen, eine Binde und eine Haube - und dann waren sie die Herrenrasse. Karl Stojka
Karl Stojka wurde 1931 in Wampersdorf in Niederösterreich geboren – als Sohn einer Lovara-Roma-Familie. Er wuchs reisend auf, lebte mit seiner Familie in Zelten und Wagen, bis das NS-Regime diese Lebensweise brutal beendete. 1943 wurde Stojka mit seiner Familie deportiert. Er überlebte mehrere Konzentrationslager, darunter Auschwitz, Buchenwald und Flossenbürg. Viele seiner Angehörigen wurden ermordet. Nach dem Krieg kehrte er nach Wien zurück und versuchte, sich ein neues Leben aufzubauen – in einem Land, das die Verfolgung der Roma lange verdrängte. Erst Jahrzehnte später begann Stojka, über seine Erfahrungen zu sprechen. Er wurde zu einer wichtigen Stimme der Erinnerung: als Zeitzeuge, als Aktivist und als Künstler. In seinen Bildern verarbeitete er das Erlebte – eindringlich und farbgewaltig, oft schmerzhaft direkt. Gleichzeitig engagierte er sich für die Anerkennung der Roma und Sinti als Opfer des Nationalsozialismus in Österreich. Karl Stojka wurde so zu einer zentralen Figur der österreichischen Erinnerungskultur. Zitat: Nicht Hitler, Göring, Goebbels, Himmler und wie sie alle heißen, haben mich verschleppt und geschlagen. Nein, es war der Schuster, der Nachbar, der Milchmann. Sie haben eine Uniform bekommen, eine Binde und eine Haube - und dann waren sie die Herrenrasse. Karl Stojka

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