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SPÖ will 1.700 Euro Mindestlohn – 7 von 10 Österreicher:innen wären dafür

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Was der Mindestlohn wirklich bringt und warum seine Gegner irren

Patricia Huber Patricia Huber
in Reichtum & Macht
Lesezeit:2 Minuten
18. August 2021
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Die SPÖ will den Mindestlohn in Österreich auf 1.700 Euro brutto erhöhen. Das Einkommen bis 1.700 soll außerdem steuerfrei sein. Wem bringt das etwas und wie sind die Erfahrungen aus anderen Ländern?

Jeder 2. Österreicher hat am Monatsende kein Geld mehr am Konto. Der Grund: Die Löhne sind zu niedrig. Denn obwohl 93 Prozent der Befragten ihre Ausgaben kontrollieren und sehr aufs Geld schauen, reicht das Einkommen nicht aus. Gerade Menschen mit kleinen Einkommen leiden unter den steigenden Kosten.

Die SPÖ fordert daher einen Mindestlohn von 1.700 Euro im Monat. 7 von 10 Österreichern unterstützen diese Forderung. Gleichzeitig sollen die ersten 1.700 Euro steuerfrei sein: Bei 1.700 14-mal jährlich bringt das rund 1.216 Euro Steuerersparnis. Zudem soll das AMS seinen Vermittlungsschwerpunkt auf fair bezahlte Jobs legen. Konkret soll das AMS in erster Linie Stellen ab 1.700 Euro brutto vermitteln. Das umzusetzen wäre einfach, es bräuchte lediglich eine Weisung von Arbeitsminister Kocher (ÖVP).

Warum 1.700 Euro?

Löhne sind dann existenzsichernd, wenn sie über 60 Prozent des mittleren Lohns (also des Medianeinkommens) eines Landes liegen. Das heißt: Wer weniger verdient, muss staatliche Unterstützung (Wohnbeihilfe, Mindestsicherung, etc.) beantragen, um sich das Leben leisten zu können. 1.700 Euro entsprechen diesen 60 Prozent.

Seit 2017 gilt ein Mindestlohn von 1.500 Euro

In Österreich gibt es keinen gesetzlich festgelegten Mindestlohn. Da allerdings 99 Prozent der Beschäftigten Kollektivverträgen unterliegen, gibt es für fast alle Arbeitnehmer einen Branchen-Mindestlohn. Zuletzt hat die SPÖ 2017 einen Mindestlohn von 1.500 Euro gefordert. Die ÖVP unter Vizekanzler Mitterlehner hat sie dabei unterstützt. Die Sozialpartner haben daraufhin vereinbart, dass kein Kollektivvertrags-Abschluss mehr unter 1.500 Euro liegen darf.

Deutschland und USA zeigen: Mindestlohn sorgt für mehr gute Jobs

Das Beispiel Deutschland zeigt, wie Mindestlöhne sowohl den Arbeitnehmerinnen als auch der Wirtschaft zugutekommen. Dort wurde 2015 ein Mindestlohn in der Höhe von 8,5 Euro/Stunde eingeführt. In zahlreichen Niedriglohn-Sektoren hat der Mindestlohn zu deutlich höheren Löhnen geführt. Prekäre Mini-Jobs sind in normale Jobs mit Sozialversicherung umgewandelt wurden.

Die deutsche Arbeitslosigkeit ist auf einem Rekordtief – und das vor allem, weil höhere Löhne die private Konsumnachfrage angekurbelt haben. So nimmt der Bedarf an Arbeitskräften weiter zu.

Auch das Beispiel USA zeigt, dass Mindestlöhne aus schlechten Jobs bessere Arbeit machen: In Bundesstaaten mit Mindestlohn steigen die Löhne und die Arbeitsverträge werden langfristiger. Mittlerweile scheint es Konsens in den USA zu sein, dass höhere Mindestlöhne keine negativen Beschäftigungseffekte mit sich bringen, aber dafür die Lohnungleichheit reduzieren.

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16 Comments
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rudolf
rudolf
31. August 2021 09:58

Die Partei will einen Lohn von 1700.-€ Steuerfrei! Was bringt dieser: bei 14x = 86.85€ mtl. bei 12x = 101.30€ mtl.oder ist es im Jahr? Un wieviel Geld ist es beim NETTOLOHN im Monat od. Jahr? Wer sagt es?

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rudolf
rudolf
31. August 2021 09:41

Die Aufschlüsselung der Lohnnebenkosten (monatsweise): Krankenversicherungsbeitrag:
Pensionsversicherungsbeitrag:
Arbeitslosenversicherungsbeitrag:
Unfallversicherungsbeitrag:
Wohnbau-Förderungsbeitrag:
Zuschlag nach dem Insolvenz-Entgeltsicherungsgesetz:

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rudolf
rudolf
Reply to  rudolf
31. August 2021 09:42

Dienstgeberbeitrag zum Familienlastenausgleichsfonds:
Zuschlag zum DG zum Familienlastenausgleichsfonds:
Kommunalsteuer:
Beitrag zur betr. Mitarbeitervorsorgekasse:
U-Bahnsteuer (nur in Wien):Das sind die Lohnnebenkosten die um 50% reduziert, den arbeiteten Menschen genommen werden

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rudolf
rudolf
Reply to  rudolf
31. August 2021 09:43

um die Arbeitslosigkeit zu bekämpfen und Beschäftigung zu schaffen, müssen wir diese auch punktgenau einsetzen„.
Und PUNKT-GENAU wäre eine AZV auf 30 Wochenstunde mit einem Stundenlohn von17.50 € Netto

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martin
martin
30. August 2021 14:29

Ichglaube dass es mit einer 30 Wochenstunde, bzw. 6 Stundentag mit einem Lohn von 17.50 € NETTO, alles besser wird. Es würde die AL und die Armut verschwinden und die Menschen wären GLÜCKLICHER!!

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rudolf
rudolf
25. August 2021 11:12

Oberstes Ziel ist es, neue Jobs zu schaffen. Um die Arbeitslosigkeit zu bekämpfen und die Wirtschaft anzukurbeln, wird Unternehmen ab 1. Juli 2017 bei den Lohnnebenkosten unter die Arme gegriffen. Für neu geschaffene Jobs bekommen sie eine 50%-ige Förderung der Lohnnebenkosten für die Dauer von drei

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rudolf
rudolf
Reply to  rudolf
25. August 2021 11:15

Die Aufschlüsselung der Lohnnebenkosten (monatsweise): Krankenversicherungsbeitrag:
Pensionsversicherungsbeitrag:Arbeitslosenversicherungsbeitrag:
Unfallversicherungsbeitrag:Wohnbau-Förderungsbeitrag:Zuschlag nach dem Insolvenz-Entgeltsicherungsgesetz:Dienstgeberbe

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rudolf
rudolf
Reply to  rudolf
25. August 2021 11:17

Dienstgeberbeitrag zum Familienlastenausgleichsfonds:Zuschlag zum DG zum Familienlastenausgleichsfonds: Kommunalsteuer:Beitrag zur betr. Mitarbeitervorsorgekasse:U-Bahnsteuer (nur in Wien):
 Das sind die Lohnnebenkosten die um 50% reduziert, den arbeiteten Menschen genommen werden und den Unternehmern in die Schuhe geschoben werden.

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rudolf
rudolf
24. August 2021 11:37

Also,ich glaube ,mit einem Stundenlohn von 17.50 € Netto,bei einer 6 Tagewoche, wäre die Armut und die ARbeitslosigkeit, wo es diesen Lohn noch nicht gibt, VORBEI!! Nur so kann man etliches noch gut machen,oder?

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rudolf
rudolf
Reply to  rudolf
24. August 2021 11:41

Falsch:
Nicht 6 Tagewoche, sondern 30 Wochenstunde, bzw 6 Stundentag, sollte es heißen!

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rudolf
rudolf
Reply to  rudolf
25. August 2021 11:19

um die Arbeitslosigkeit zu bekämpfen und Beschäftigung zu schaffen, müssen wir diese auch punktgenau einsetzen„.
Und PUNKT-GENAU wäre eine AZV auf 30 Wochenstunde mit einem Stundenlohn von17.50 € Netto = 2273.25 NETTO mtl.
Diesen Lohn, wo es diesen noch NICHT gibt!!
 

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Maximilian
Maximilian
20. August 2021 13:39

Dafür!

Tipp am Rande: Wenn man das Video pausiert, um etwas zu lesen, bringt das wenig…
Weil andere Videos das erste überblenden! 😉

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Raimund Ortner
Raimund Ortner
28. August 2019 17:16

Irgendwie ist die Definiton 60% des Medianeinkommens sinnfrei. Hebe ich mit dem Mindestlohn doch auch den Median an, und eigentlich liegen dann immer akke drunter. Per dieser Definition ist mathematisch soziale Gerechtigkeit erst dann erreicht wenn alle gleich viel verdienen

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Flo
Flo
Reply to  Raimund Ortner
1. Oktober 2019 13:59

Das ist natürlich kompletter Unsinn, vielleicht hätten sie in Mathe mal besser aufgepasst. Sie verwechseln Median und Mittelwert.
Anna bekommt 800€, Bruno 1500€, Claudia 1800€, David 3000€ und Elvira 5000€, der Median liegt somit bei 1800€.
60% sind 1080€, die neuen Einkommen sind nun also: Anna 1080€, Bruno 1500€, Claudia 1800€, David 3000€, Elvira 5000€.
Preisfrage: wo liegt der Median jetzt?

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Matti Illoinen
Matti Illoinen
28. August 2019 11:47

In Deutschland, haben 40% der AN weniger als 2000 Euro brutto im Monat, und können sich im Alter auf Grundsicherung einsteillen.(Sozialhilfe mit Bedürftigkeitsprüfung) Der sog. Minestlohn in Deutschland reicht zum überleben nicht. Im Ausland wird Deutschland schon als „Niedriglohn Land“ verspottet. Ein Armutszeugnis für die Politik in Deutschland.

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Ohne Geld kein Kampf
Ohne Geld kein Kampf
27. August 2019 11:08

ohne Geld kein Streit,
ohne Geld keine Gier,
ohne Geld keine Umweltzerstörung,
ohne Geld kein Massenvernichtungskrieg,
ohne Geld keine Ausbeutung,
ohne Geld funktioniert aber die Privatisierung nicht,
weil ihre Gier das gesamte Übel der Menschheit ist.

Ohne Geld mehr Staat, aber keiner, der Industriellen
alles auf Kosten der Völker in den gierigen Arsch steckt.

Ich fordere: Den Staat über alles, Zurückdrängung der Industrie,
und weil immer weniger Arbeit ist, was ja gut sein kann, würden
Menschen klug, wovon ich nicht ausgehen kann, dass die zu
erfüllende Arbeit von Gruppen gemacht wird, die öfters ausgetauscht
werden.

Fazit: Weniger Lebenszeitverschwendung durch weniger Arbeit; und die
Versorgung findet so statt, dass, wenn ich ein Brot brauche, einfach eines
in der staatlichen Backstube hole. Basta!

https://www.youtube.com/watch?v=aS_xTJmzdgA

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Erich Maria Remarque war ein deutscher Schriftsteller, der mit seinem Antikriegsroman “Im Westen nichts Neues” bekannt wurde. Seine Bücher, die vor allem die Grausamkeiten des Krieges offenlegen, wurden im nationalsozialistischen Deutschland verboten. Seine pazifistischen Romane werden bis heute von Menschen weltweit begeistert gelesen und wurden schon mehrfach verfilmt. Zitat: Ich dachte immer, jeder Mensch sei gegen den Krieg. Bis ich herausfand, dass es welche gibt, die dafür sind. Besonders die, die nicht hingehen müssen. Erich Maria Remarque
Erich Maria Remarque war ein deutscher Schriftsteller, der mit seinem Antikriegsroman “Im Westen nichts Neues” bekannt wurde. Seine Bücher, die vor allem die Grausamkeiten des Krieges offenlegen, wurden im nationalsozialistischen Deutschland verboten. Seine pazifistischen Romane werden bis heute von Menschen weltweit begeistert gelesen und wurden schon mehrfach verfilmt. Zitat: Ich dachte immer, jeder Mensch sei gegen den Krieg. Bis ich herausfand, dass es welche gibt, die dafür sind. Besonders die, die nicht hingehen müssen. Erich Maria Remarque

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Die Österreichische Volkspartei (ÖVP) ist eine der traditionellen Großparteien Österreichs. Sie vertritt vor allem bürgerlich-konservative Werte. Traditionell gilt sie als Interessenvertreterin der Wirtschaft, der Bauern sowie der römisch-katholischen Kirche.

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