Kultur

Falco und die Politik: Klar gegen rechts!

Hans Hölzel besser bekannt als Falco sorgte nicht nur mit seiner Musik und seinem exzentrischen Leben für Aufsehen: In Interviews positionierte sich der Künstler klar gegen das rechte Gedankengut der FPÖ und Jörg Haider. “Ich muss mich verwehren als Künstler gegen alles, was es hier so gibt an Ausländerfeindlichkeit.”

Falco über Politik, FPÖ und Ausländerfeindlichkeit

Hans Hölzel wurde unter dem Künstlernamen Falco weltberühmt. Als erster deutschsprachiger Künstler schaffte er es mit dem Titel "Rock Me Amadeus" 1986 an die Spitze der US-Charts.Der exzentrische Musiker hat auch politisch Haltung bezogen und etwa die "Ausländerfeindlichkeit" der FPÖ verurteilt. Seit 2019 ist es der FPÖ gerichtlich verboten, dass sie auf ihren Veranstaltungen Lieder von Falco spielt.Am 6. Februar jährte sich der Todestag des 1998 verstorbenen Künstlers.

Gepostet von kontrast.at am Donnerstag, 6. Februar 2020

Steiler Flug nach oben

Hans Hölzel, alias Falco, kam am 19. Februar 1957 als Sohn einer Arbeiterfamilie zur Welt. Seine Familie lebte im durch Arbeiter geprägten 5. Wiener Gemeindebezirk. Falcos frühe Kindheit war durch und durch von Musik beeinflusst. Der Verdacht eines absoluten Gehörs wurde in seinen frühen Jahren bestätigt. Falco entschied sich in seiner Jugend für eine Lehre als Bürokaufmann, die er aufgrund seiner musikalischen Leidenschaft bald abbrach. 

Nachdem “der Falke” sich in Berlin als Jazz-Bassist versuchte, schloß er sich der experimentellen Rock-Band “Hallucination Company” an. Kurz darauf wurde Falco ein wichtiger Bestandteil der politischen Anarchoband “Drahdiwaberl”. Sein selbst geschriebenes Stück “Ganz Wien” wurde zur Hymne der lokalen Underground-Bewegung. Mit dem Gassenhauer “Rock me Amadeus” gelang Falco als Solokünstler der internationale Durchbruch. Er erreichte etwas, das noch keinem anderen deutschsprachigen Musiker bis heute gelang: Sein Song schaffte es an die Spitze der US-Billboard Charts. 

Durch Hits wie “Der Kommissar”, “Jeanny” oder “Vienna Calling” brannte sich Falco in die Herzen seiner Fans ein und wurde einer der bedeutendsten Ikonen der 80er Jahre.

Am 6. Februar 1998 starb der österreichische Kultmusiker bei einem tragischen Autounfall in der Dominikanischen Republik. Sein Wirken veränderte die europäische Musiklandschaft von Grund auf. Er galt als Begründer des „weißen Raps“ und des deutschsprachigen Sprechgesangs.

Trotz seines riesigen Erfolges blieb Falco seiner politischen Haltung stets treu. Sein Erbe steht weiterhin für ein antirassistisches Weltbild: 2019 untersagte seine Stiftung der FPÖ die Verwendung  seiner Werke. „Neue Helden“ solle nicht in Zusammenhang mit der menschenverachtenden Politik dieser Partei stehen.

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Alex
Alex
20. April 2020 13:17

Na also, jetzt weiß ich warum er der große Star ist! War mir ein Rätsel!

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