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Gehaltsreport 2025: Wer in Österreich die höchsten Gehälter bekommt

Gehaltsreport 2025

Gehaltsreport 2025

Sarah Hammerschmid Sarah Hammerschmid
in Arbeit & Freizeit, Wirtschaft und Finanzen
Lesezeit:6 Minuten
15. Januar 2025
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Frauen verdienen trotz gleicher Qualifikationen noch immer weniger als Männer. Akademiker:innen und Personen mit langer Berufserfahrung steigen mit höheren Gehältern aus. Das Einkommen hängt außerdem von Bundesland und Unternehmensgröße ab. Die Top-Verdiener:innen arbeiten in der Banken-, IT- und Internetbranche sowie in der Pharmaindustrie und der Medizin. Die niedrigsten Gehälter gibt es in der Reinigung, Gastronomie sowie Landwirtschaft. Hier erfährst du, wieviel Gehalt du in Österreich 2025 in den jeweiligen Branchen im Durchschnitt verdienst.

Inhalt
Brutto-Medianeinkommen in Österreich bei 55.000 €
Hier verdient man in Österreich 2025 im Durchschnitt das höchste Gehalt: Banken, IT-Branche & Pharmaindustrie
So viel Gehalt verdient man in Österreich 2025 im Durchschnitt
Der Topverdiener-Prototyp: Akademiker in Wien im Großunternehmen mit vielen Jahren Berufserfahrung
Frauen verdienen um rund 7.000 € weniger als Männer
Vorgesetzte verdienen rund 21 % mehr, Akademiker mehr als Nicht-Akademiker
25 Jahre Erfahrung bringen fast das 1,5-fache Gehalt von Berufseinsteigern
Wer in einem Vorarlberger Großunternehmen arbeitet, verdient mehr, als in einem Kärntner Start-Up

Der Stepstone-Gehaltsreport ist kürzlich erschienen und gibt Einblick in das durchschnittliche Jahresgehalt, Spitzenverdiener:innen und Gehaltsunterschiede in den jeweiligen Berufen in Österreich. Der Bericht basiert auf einer Gehaltsdatenbank mit Gehaltsangaben nach Ort und Region, Berufsgruppe, Branche und Berufserfahrung. Stepstone hat über 57.200 Vergütungsdaten ausgewertet. Auch die Kriterien Geschlecht, Alter und Hochschulabschluss wurden berücksichtigt.

Brutto-Medianeinkommen in Österreich bei 55.000 €

Für Vollzeitbeschäftigte liegt das Brutto-Durchschnittsgehalt pro Jahr bei 60.500 €. Achtung: Das Durchschnittsgehalt kann durch extrem hohe oder niedrige Werte stark verzerrt werden. Top-Manager verdienen zum Beispiel schon nach vier Tagen soviel, wie normale Angestellte in einem ganzen Jahr. Mehr dazu hier.

Um diese “Ausreißer” auszugleichen, gibt es zusätzlich das Medianeinkommen. Der Median ist der Wert, der genau in der Mitte einer Datenreihe liegt. Das heißt: die Hälfte aller in Österreich ausgezahlten Gehälter sind niedriger als das Medianeinkommen und die andere Hälfte ist höher. Das Medianeinkommen gibt somit einen realistischeren Blick auf ein durchschnittliches Jahreseinkommen. Das Brutto-Medianeinkommen liegt in Österreich bei 55.000 € – ist also um rund 5.500 € niedriger als das Brutto-Durchschnittseinkommen.

Hier verdient man in Österreich 2025 im Durchschnitt das höchste Gehalt: Banken, IT-Branche & Pharmaindustrie

Fragt man nach Berufen mit den höchsten Gehältern, haben die Banken mit einem Mediangehalt von etwa 71.750 € die Pharmaindustrie überholt. Diese kommt mit einem Mediangehalt von 68.500 € – knapp hinter der IT- & Internet-Branche – auf Platz drei. Am wenigsten verdienen Personen in der Gastronomie, in der Land- und Forstwirtschaft sowie in Kultur- und Freizeitberufen.

So viel Gehalt verdient man in Österreich 2025 im Durchschnitt

Gehaltsreport 2025 (Quelle: Stepstone)
Gehaltsreport 2025 (Quelle: Stepstone)

Der Topverdiener-Prototyp: Akademiker in Wien im Großunternehmen mit vielen Jahren Berufserfahrung

Die bestverdienenden Arbeitnehmer:innen in Österreich sind vor allem in Wien tätig, arbeiten in großen Unternehmen mit über 5.000 Mitarbeiter:innen, haben eine akademische Ausbildung und bringen mehr als 25 Jahre Berufserfahrung mit. Während allein der Standort Wien zu einem mittleren Jahreseinkommen von etwa 59.000 € führt, erhöhen die anderen genannten Faktoren das durchschnittliche Gehalt auf über 63.000 €.

Die absoluten Spitzenverdiener finden sich im Gesundheitswesen: Ärztinnen und Ärzte erzielen ein Mediangehalt von 109.750 €. Auf Platz zwei liegen Führungskräfte im Management mit einem Mediangehalt von 72.750 €, gefolgt von Beschäftigten in den Bereichen Banken, Finanzen und Versicherungen mit 70.250 €. Am untersten Ende stehen Berufe in der Reinigung mit einem Jahresgehalt von rund 36.750 €. Darauf folgen Gastronomie, Land- und Forstwirtschaft, Groß- und Einzelhandel sowie Handwerk.

Frauen verdienen um rund 7.000 € weniger als Männer

Frauen verdienen aus unterschiedlichen Gründen immer noch viel weniger als Männer. Der Gehaltsunterschied, auch Gender Pay Gap genannt, liegt in Österreich derzeit bei 12,5 %. In Zahlen heißt das: Im Jahr 2024 verdiente eine vollzeitbeschäftigte Frau im Schnitt 7.250 € weniger als ein Mann. Das entspricht einem Jahresgehalt von 50.750 €.

Dieser Wert berücksichtigt verschiedene Faktoren: Etwa, welche Bildungschancen, Erfahrungen oder Bildungsabschlüsse Frauen haben oder in welchen Branchen sie arbeiten. Denn es ist bekannt, dass Frauen oft in Berufen arbeiten, die schlecht bezahlt sind und dass sie deutlich weniger oft in Führungspositionen kommen. Das alles trägt dazu bei, dass Frauen schlussendlich weniger verdienen.

Doch auch wenn man all diese Faktoren ausklammert, verdienen Frauen, die die gleichen Qualifikationen aufweisen wie ihre männlichen Kollegen, immer noch weniger: Das beschreibt der “bereinigte” Gender Pay Gap. Dieser beträgt aktuell 6,3 %. Das bedeutet: Frauen mit identischen Qualifikationen wie Männer verdienen nach Stepstone-Datensatz jährlich um 3.300 € weniger.

 

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Vorgesetzte verdienen rund 21 % mehr, Akademiker mehr als Nicht-Akademiker

Es ist kein Wunder, dass so viele Leute gerne Führungspositionen einnehmen wollen: Denn Führungskräfte mit Personalverantwortung verdienen rund 21 % mehr als Mitarbeiter:innen ohne Personalverantwortung.

Abschlüsse an Universitäten zahlen sich auch aus: Denn Angestellte mit akademischer Ausbildung verdienen laut Stepstone-Daten im Schnitt um 27 % mehr als Nicht-Akademiker, wobei letztendlich ausschlaggebend ist, welche Fachkräfte gerade gesucht werden. Momentan gibt es eine hohe Nachfrage in den Bereichen IT, Ingenieurwissenschaften, Recht, Medizin, Finanz- oder Naturwissenschaften. Es ist daher leichter, als qualifizierte Person in solchen gefragten Berufen ein höheres Gehalt auszuhandeln.

Diese Tatsache heißt allerdings bei weitem nicht, dass alle Akademiker:innen mehr verdienen als Nicht-Akademiker:innen. Der Wissenschaftsbetrieb beispielsweise ist vor allem für junge Menschen extrem prekär und schlecht bezahlt. Bis man dort wirklich Fuß fasst, und auf ein durchschnittliches bis hohes Gehalt kommt, kann es oft Jahre dauern.

25 Jahre Erfahrung bringen fast das 1,5-fache Gehalt von Berufseinsteigern

Personen mit Pflichtschulabschluss verdienen etwa 46.500 €. Dann gibt es einen kleinen Gehaltssprung zu Personen mit einer abgeschlossenen Lehre (51.000 €). Personen mit Abschlüssen einer berufsbildenden mittleren Schule, (Werk-)Meisterprüfung sowie allgemeinbildende und berufsbildende höhere Schulen haben ähnliche Jahresgehälter, die sich im Bereich von 56.000 € bewegen. Wer einen Abschluss an einer Uni, einem Kolleg oder einer Hochschule hat, bekommt durchschnittlich rund 66.500 € – was nochmal einen bedeutenden Gehaltsunterschied macht.

Mit über 25 Jahren Berufserfahrung verdient man im Median 61.250 €
Mit über 25 Jahren Berufserfahrung verdient man im Median 61.250 €

Auch die Erfahrung im jeweiligen Beruf macht sich langfristig bezahlt: Denn Personen mit 25 Jahren Berufserfahrung verdienen momentan beinahe das 1,5-fache von Berufseinsteiger:innen. Doch auch schon nach 3 bis 5 Jahren Berufserfahrung ist das Gehalt um rund 14 % höher als von denjenigen, die ganz frisch in den Arbeitsmarkt einsteigen.

Wer in einem Vorarlberger Großunternehmen arbeitet, verdient mehr, als in einem Kärntner Start-Up

Das Gehalt unterscheidet sich auch je nach Bundesland und Größe des Unternehmens. In Wien verdient man aktuell am meisten: Dort liegt das mittlere Einkommen bei etwa 59.000 €, gefolgt von Salzburg, Vorarlberg und Oberösterreich. Am wenigsten verdient man im Burgenland: dort liegt das mittlere Einkommen mit 52.000 € rund 7.000 € unter dem von Wien. Tirol, Steiermark, Kärnten und Niederösterreich befinden sich im Mittelfeld mit durchschnittlich 54.000 € Jahreseinkommen.

Auch die Größe des Unternehmens hat einen großen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. 18.000 € weniger verdient man etwa, wenn man in einem Start-Up mit 1-10 Mitarbeitern arbeitet – verglichen mit einem Großunternehmen, das über 5.000 Mitarbeiter:innen beschäftigt.

Österreichs Top-Manager zahlen sich in nur 4 Tagen das Jahresgehalt ihrer Mitarbeiter aus

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Bertolt Brecht war einer der einflussreichsten Dramatiker des 20. Jahrhunderts. Mit Stücken wie „Mutter Courage“ oder „Der gute Mensch von Sezuan“ erfand er das Theater neu – politisch, unbequem, klug. Statt Illusion setzte er auf Verfremdung, damit das Publikum nicht mitfühlt, sondern mitdenkt. Brecht wollte nicht unterhalten, sondern verändern – und machte das Theater zur Bühne für Gesellschaftskritik. Zitat: Wer die Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf. Aber wer sie weiß und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher! Bertolt Brecht

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Bertolt Brecht war einer der einflussreichsten Dramatiker des 20. Jahrhunderts. Mit Stücken wie „Mutter Courage“ oder „Der gute Mensch von Sezuan“ erfand er das Theater neu – politisch, unbequem, klug. Statt Illusion setzte er auf Verfremdung, damit das Publikum nicht mitfühlt, sondern mitdenkt. Brecht wollte nicht unterhalten, sondern verändern – und machte das Theater zur Bühne für Gesellschaftskritik. Zitat: Wer die Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf. Aber wer sie weiß und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher! Bertolt Brecht
Bertolt Brecht war einer der einflussreichsten Dramatiker des 20. Jahrhunderts. Mit Stücken wie „Mutter Courage“ oder „Der gute Mensch von Sezuan“ erfand er das Theater neu – politisch, unbequem, klug. Statt Illusion setzte er auf Verfremdung, damit das Publikum nicht mitfühlt, sondern mitdenkt. Brecht wollte nicht unterhalten, sondern verändern – und machte das Theater zur Bühne für Gesellschaftskritik. Zitat: Wer die Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf. Aber wer sie weiß und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher! Bertolt Brecht

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