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Kontrast
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Nationalrat beschließt Mietpreisbremse für alle ab 2026

Kontrast Redaktion Kontrast Redaktion
in Good News, Teuerung, Wohnen & Miete
Lesezeit:2 Minuten
10. Dezember 2025
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Im Frühjahr 2025 hat die Regierung die Mieten im geregelten Bereich eingefroren. In den meisten Altbau-, Genossenschafts- und Gemeindewohnungen sind damit die Mieten heuer nicht gestiegen. Jetzt beschließt der Nationalrat die Ausweitung der Mietpreisbremse: 2026 darf auch bei freien Mieten nicht mehr die gesamte Inflation über 3 Prozent weitergegeben werden.

Zum ersten Mal in der 2. Republik greift der Staat in die ungeregelten Mieten ein. Darunter fallen vor allem Neubauten, Dienstwohnungen und vermietbare Einfamilienhäuser. Im Plenum beschließt der Nationalrat nun im Dezember 2025 folgende Regel für das Jahr 2026:

Steigt die Inflation über 3 Prozent, dürfen Vermieter die Miete nur um die Hälfte der darüber liegenden Inflation erhöhen. Als Beispiel: Beträgt die Inflation 4 Prozent, dürfen die Mieten in dem Bereich nur um maximal 3,5 Prozent steigen. Bei einer Inflation von 5 Prozent nur um 4 Prozent. So verhindert man, dass Mieten – wie bei der letzten Teuerungs-Krise unter der ÖVP-Grünen Regierung – einfach um ein Viertel erhöht werden. 

Neu ist außerdem: Eine Wertanpassung darf künftig nur noch einmal pro Jahr erfolgen und das frühestens am 1. April. Dadurch verhindert man, dass Menschen gleich mehrmals jährlich die Miete erhöht bekommen.

Was für die Freiheitliche Wirtschaft „marxistische Experimente“ sind und der Haus- und Grundbesitzerbund einen „Angriff auf das Eigentum„, nennt, bringt tatsächlich eine Entlastung für 430.000 Haushalte – also rund eine Million Menschen.

„Nie wieder wird eine Hochinflation auch eine Preisexplosion im Mietbereich auslösen, indem wir sagen: Drei Prozent – Deckel drauf! Alles was darüber ist, wird maximal mit der halben Inflation erhöht“, erklärte SPÖ-Chef und Vizekanzler Andreas Babler im ORF-Sommergespräch.

Mietpreisbremse soll auch für freie Mieten gelten
Die Mietpreisbremse gilt ab 2026 auch für freie Mieten.

Geregelte Mieten wurden bereits eingefroren

Für den geregelten Bereich (das sind die meisten Altbaumieten, ausfinanzierte Genossenschaftswohnungen und Gemeindewohnungen) hat die Regierung heuer die Mieterhöhungen ganz ausgesetzt. Ohne Eingriff wären diese Mieten ab April 2025 automatisch – entsprechend der Inflation – um durchschnittlich 3,16 Prozent gestiegen. Dadurch haben sich Mieter:innen in diesen Wohnungen heuer etwa 138 Millionen Euro erspart.

Für 2026 dürfen die geregelten Mieten dann maximal um 1 Prozent erhöht werden, 2027 um maximal 2 Prozent. Ab 2028 gelten dann dieselben Regeln wie für die freien Mieten: eine Preisbremse ab 3 Prozent.

Befristungen von 3 auf 5 Jahre verlängern

Neben der Mietpreisbremse verlängert die neue Regierung auch die Befristungen für Mietwohnungen. Aktuell dürfen Vermieter eine Wohnung auf mindestens drei Jahre befristen. Nach Ablauf dieser drei Jahre steht es den Vermietern frei, den Mieter oder die Mieterin auf die Straße zu setzen. Menschen in befristeten Mietverhältnissen können sich daher nie sicher sein, wie lange sie noch in ihrer Wohnung bleiben können.

Nun verlängert der Nationalrat per Beschluss auch diese Mindestbefristungen – und zwar auf 5 Jahre. Das gilt für alle ab 1. November 2025 geschlossenen oder erneuerten Mietverträge. Mehr dazu gibt es hier.

Eigentum, Genossenschaft, Gemeindebau: So wohnt Österreich

Der Artikel wurde am 28. August 2025 veröffentlicht und am 17. September 2025 aufgrund des Ministerrats aktualisiert.

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Sailing
Sailing
7. Januar 2026 14:10

Eine der absurdesten Änderungen der letzten Jahre: der Mietadel (Richtwert und Kategorie) wird weiter entlastet, während der Rest die extremen Steigerungen bei Neuvermietungen schlucken muss. Unsozialer geht’s eigentlich nicht mehr……

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Karl Stojka wurde 1931 in Wampersdorf in Niederösterreich geboren – als Sohn einer Lovara-Roma-Familie. Er wuchs reisend auf, lebte mit seiner Familie in Zelten und Wagen, bis das NS-Regime diese Lebensweise brutal beendete. 1943 wurde Stojka mit seiner Familie deportiert. Er überlebte mehrere Konzentrationslager, darunter Auschwitz, Buchenwald und Flossenbürg. Viele seiner Angehörigen wurden ermordet. Nach dem Krieg kehrte er nach Wien zurück und versuchte, sich ein neues Leben aufzubauen – in einem Land, das die Verfolgung der Roma lange verdrängte. Erst Jahrzehnte später begann Stojka, über seine Erfahrungen zu sprechen. Er wurde zu einer wichtigen Stimme der Erinnerung: als Zeitzeuge, als Aktivist und als Künstler. In seinen Bildern verarbeitete er das Erlebte – eindringlich und farbgewaltig, oft schmerzhaft direkt. Gleichzeitig engagierte er sich für die Anerkennung der Roma und Sinti als Opfer des Nationalsozialismus in Österreich. Karl Stojka wurde so zu einer zentralen Figur der österreichischen Erinnerungskultur. Zitat: Nicht Hitler, Göring, Goebbels, Himmler und wie sie alle heißen, haben mich verschleppt und geschlagen. Nein, es war der Schuster, der Nachbar, der Milchmann. Sie haben eine Uniform bekommen, eine Binde und eine Haube - und dann waren sie die Herrenrasse. Karl Stojka

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Karl Stojka wurde 1931 in Wampersdorf in Niederösterreich geboren – als Sohn einer Lovara-Roma-Familie. Er wuchs reisend auf, lebte mit seiner Familie in Zelten und Wagen, bis das NS-Regime diese Lebensweise brutal beendete. 1943 wurde Stojka mit seiner Familie deportiert. Er überlebte mehrere Konzentrationslager, darunter Auschwitz, Buchenwald und Flossenbürg. Viele seiner Angehörigen wurden ermordet. Nach dem Krieg kehrte er nach Wien zurück und versuchte, sich ein neues Leben aufzubauen – in einem Land, das die Verfolgung der Roma lange verdrängte. Erst Jahrzehnte später begann Stojka, über seine Erfahrungen zu sprechen. Er wurde zu einer wichtigen Stimme der Erinnerung: als Zeitzeuge, als Aktivist und als Künstler. In seinen Bildern verarbeitete er das Erlebte – eindringlich und farbgewaltig, oft schmerzhaft direkt. Gleichzeitig engagierte er sich für die Anerkennung der Roma und Sinti als Opfer des Nationalsozialismus in Österreich. Karl Stojka wurde so zu einer zentralen Figur der österreichischen Erinnerungskultur. Zitat: Nicht Hitler, Göring, Goebbels, Himmler und wie sie alle heißen, haben mich verschleppt und geschlagen. Nein, es war der Schuster, der Nachbar, der Milchmann. Sie haben eine Uniform bekommen, eine Binde und eine Haube - und dann waren sie die Herrenrasse. Karl Stojka
Karl Stojka wurde 1931 in Wampersdorf in Niederösterreich geboren – als Sohn einer Lovara-Roma-Familie. Er wuchs reisend auf, lebte mit seiner Familie in Zelten und Wagen, bis das NS-Regime diese Lebensweise brutal beendete. 1943 wurde Stojka mit seiner Familie deportiert. Er überlebte mehrere Konzentrationslager, darunter Auschwitz, Buchenwald und Flossenbürg. Viele seiner Angehörigen wurden ermordet. Nach dem Krieg kehrte er nach Wien zurück und versuchte, sich ein neues Leben aufzubauen – in einem Land, das die Verfolgung der Roma lange verdrängte. Erst Jahrzehnte später begann Stojka, über seine Erfahrungen zu sprechen. Er wurde zu einer wichtigen Stimme der Erinnerung: als Zeitzeuge, als Aktivist und als Künstler. In seinen Bildern verarbeitete er das Erlebte – eindringlich und farbgewaltig, oft schmerzhaft direkt. Gleichzeitig engagierte er sich für die Anerkennung der Roma und Sinti als Opfer des Nationalsozialismus in Österreich. Karl Stojka wurde so zu einer zentralen Figur der österreichischen Erinnerungskultur. Zitat: Nicht Hitler, Göring, Goebbels, Himmler und wie sie alle heißen, haben mich verschleppt und geschlagen. Nein, es war der Schuster, der Nachbar, der Milchmann. Sie haben eine Uniform bekommen, eine Binde und eine Haube - und dann waren sie die Herrenrasse. Karl Stojka

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