Der österreichische Kult-Schauspieler und Kabarettist Erwin Steinhauer geht in die zweite Runde seiner Kontrast-Kolumne und thematisiert die Abwerbung der Fachkräfte aus der Ukraine:
Hand aufs Herz: Sind wir Ösis nicht großartig? Vergessen sind die Zeiten, in denen Nehammers damals meist noch stocknüchterne Polizisten gut integrierte Minderjährige einfach in ein Flugzeug setzten und abschoben. Aber: Wir haben humanitär dazugelernt. Jetzt werden die grauslichen Asylverfahren für unsere Nachbarn in Not abgekürzt. Sie sollen rasch und unbürokratisch Jobs und mehrjährige Aufenthaltsgenehmigungen bekommen.
Wir sehen im Fremden endlich keinen lästigen Bettler mehr. Gesundheitsminister Rauch spricht uns aus der Seele, wenn er „großes Potential bei den Vertriebenen aus der Ukraine“ sieht. Denn viele von ihnen sind sehr gut ausgebildete Krankenschwestern. Und uns werden dank konsequenter Fehlplanung bis 2030 im Sozial- und Gesundheitswesen 80.000 bis 100.000 Pflegekräfte fehlen. Dank unserer konsequenten, selbstlosen Hilfe werden wir das schon kompensieren können.
Ist es nicht irgendwie zumindest bedenklich, von einem Land, dass sich im Krieg befindet, Fachkräfte in großer Zahl abzuwerben?
Nicht bös sein, aber: indem wir den Vertriebenen helfen, helfen wir uns selbst. Und die beste Hilfe ist bekanntlich Hilfe zur Selbsthilfe!
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Ich möchte einen nützlichen Beitrag für die Gesellschaft leisten. 24%, 24%
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Die Tätigkeit macht mir Spaß und ich genieße die Gemeinschaft mit anderen Freiwilligen. 18%, 18%
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Ich möchte anderen Menschen helfen. 15%, 15%
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Es ist ein guter Ausgleich für meinen Beruf. 4%, 4%
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Ich engagiere mich nicht, weil ich keine Zeit/Lust dazu habe. 3%, 3%
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Es hilft mir für meinen Beruf. 2%, 2%
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Ich engagiere mich nicht, möchte es aber tun. 1%, 1%
1%1%
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Voters: 1293
9. Dezember 2025
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Irgendwo um die Mitte ist dieses Video sehr interessant, obwohl ich nicht in jedem Bezug der Meinung dieses Harvard-Abschlüsslers bin. Manchmal sind Aussagen dabei, die einen Übles denken lassen bezüglich der Abschlüsse dort. Zumindest, wenn wir die Ausgebildeten mit dem medial weltweit verbreiteten Renommee der Uni vergleichen, passt einiges nicht.
Jeder arbeitende Mensch in Österreich muss Steuern zahlen. Große Unternehmen mit Milliarden-Umsätzen hingegen nutzen vielfältige Wege, um Steuern zu vermeiden....
Der niederländische Historiker Rutger Bregman wurde 2019 einem neuen Publikum bekannt, als er beim Wirtschaftsgipfel in Davos kritisiert hat, dass man dort nicht genug über Steuern und Gerechtigkeit spricht. Der Auftritt wurde zu seinem Markenzeichen. Nun hat er in einer Talkshow den norwegischen Milliardär zur Rede gestellt, warum der sein Vermögen nicht besser für die Gemeinschaft nutzt. Bregman findet: Wer enormen Reichtum hat, soll diesen auch nutzen, um die Welt besser zu machen. Er fordert mehr moralische Ambition. Zitat: Ich fordere nicht, dass wohlhabende Menschen ihre Strandhäuser, Luxusautos oder Rolex-Uhren aufgeben. Ich fordere sie auf, zukünftige Historiker stolz zu machen. Die Geschichte erinnert sich nicht an Anlageportfolios. Sie erinnert sich an jene, die alles auf eine Karte gesetzt haben - die ihre Ressourcen, ihre Karrieren und ihren Ruf genutzt haben, um für etwas zu kämpfen, das größer ist als sie selbst. Rutger Bregman
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Der niederländische Historiker Rutger Bregman wurde 2019 einem neuen Publikum bekannt, als er beim Wirtschaftsgipfel in Davos kritisiert hat, dass man dort nicht genug über Steuern und Gerechtigkeit spricht. Der Auftritt wurde zu seinem Markenzeichen. Nun hat er in einer Talkshow den norwegischen Milliardär zur Rede gestellt, warum der sein Vermögen nicht besser für die Gemeinschaft nutzt. Bregman findet: Wer enormen Reichtum hat, soll diesen auch nutzen, um die Welt besser zu machen. Er fordert mehr moralische Ambition. Zitat: Ich fordere nicht, dass wohlhabende Menschen ihre Strandhäuser, Luxusautos oder Rolex-Uhren aufgeben. Ich fordere sie auf, zukünftige Historiker stolz zu machen. Die Geschichte erinnert sich nicht an Anlageportfolios. Sie erinnert sich an jene, die alles auf eine Karte gesetzt haben - die ihre Ressourcen, ihre Karrieren und ihren Ruf genutzt haben, um für etwas zu kämpfen, das größer ist als sie selbst. Rutger Bregman
Ups: das Video!
erzählt.
Irgendwo um die Mitte ist dieses Video sehr interessant, obwohl ich nicht in jedem Bezug der Meinung dieses Harvard-Abschlüsslers bin. Manchmal sind Aussagen dabei, die einen Übles denken lassen bezüglich der Abschlüsse dort. Zumindest, wenn wir die Ausgebildeten mit dem medial weltweit verbreiteten Renommee der Uni vergleichen, passt einiges nicht.